Flatex Strafzins: Kunde bleiben oder wechseln?

flatex StrafzinsSie sind Kunde von flatex oder interessieren sich für das Angebot des Brokers? Dann sollten sie sich über die flatex Strafzinsen informieren, die der Broker seit dem 15. März 2017 erhebt. Im folgenden Ratgeber möchten wir näher auf das Thema eingehen und zudem auch die Konditionen und Leistungen des Brokers betrachten. Für einige flatex-Kunden wird sich sicherlich die Frage stellen, ob der Broker trotz der Strafzinsen immer noch überzeugen kann oder ein anderer Broker attraktiver ist, sodass sich ein Depotwechsel lohnt.

flatex Strafzinsen: Fakten auf einen Blick

  • Seit Mitte März erhebt flatex Strafzinsen in Höhe von 0,4 % pro Jahr.
  • Der Strafzins fällt auf das Guthaben auf dem Cashkonto bzw- Verrechnungskonto an.
  • Die Berechnung erfolgt ab dem ersten Euro.
  • Konto- und depotführende Bank ist die biw AG
  • Für die Konto- und Depotführung fallen keine Kosten an.
Inhaltsverzeichnis
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    Strafzinsen für flatex-Kunden

    Der Markteintritt von flatex als Online-Broker war im Jahr 2006. Die Gründung des Unternehmens fand bereits 1999 statt. Die Muttergesellschaft von flatex ist die FinTech Group AG. Was den Firmensitz des Brokers anbelangt, so befindet sich dieser in Kulmbach (Bayern). In der Produktpalette des Brokers findet sich eine großzügige Auswahl an Handelsmöglichkeiten. Dabei kann der CFD- und ETF-Handel über flatex umgesetzt werden. Darüber hinaus kann der börsliche Handel an allen deutschen Parkettbörsen, den elektronischen Börsen und Tradegate Exchange realisiert werden. Weiter können verschiedene Aktien an Börsen in Kanada und USA gehandelt werden. Ebenfalls können verschiedene Auslandsbörsen in Europa für den Handel genutzt werden. Der außerbörsliche Direkthandel mit unter anderem Aktien, Zertifikate, Optionsscheine und auch ETFs zählt ebenfalls zu den Handelsmöglichkeiten.

    Die konto- und depotführende Bank ist die biw Bank für Investments und Wertpapiere AG. Für die Konto- und Depotführung fallen keine Kosten an. Jedoch wurden die Kunden von flatex darüber informiert, dass zum 15. März 2017 Strafzinsen auf die Guthaben erhoben werden, die sich auf dem Cashkonto befinden. Die flatex Strafzinsen belaufen sich auf 0,4 % pro Jahr. Dies bedeutet eine Zusatzbelastung von 40 Euro im Jahr, wenn 10.000 Euro auf dem Cashkonto gehalten werden. Der Broker führt keine Mindesteinlage auf, sodass Kunden die Möglichkeit haben Guthaben vom Cashkonto abzuziehen, um Kosten zu sparen. Einige Trader lassen bewusst einen bestimmten Betrag auf dem Cashkonto liegen, um bei unvorhergesehenen Belastungen des Kontos nicht ins Minus zu rutschen.

    flatex Webseite

    Die Webpräsenz vom Broker flatex im Überblick

    Wer sein Kapital für den Handel nutzt und nicht auf dem Cashkonto aufbewahrt, muss entsprechend weniger zahlen. Soll das Guthaben auf dem Verrechnungskonto nicht für den Handel genutzt werden, kann ein Tagesgeldkonto eine Alternative darstellen. Wer Investitionen langfristig vornimmt, führt häufig auch keine hohen Beträge auf dem Verrechnungskonto. Jedoch kann sich dies bei sehr aktiven Tradern anders gestalten. Das passende Timing spielt beim Handel eine wichtige Rolle. Um möglichst schnell auf geänderte Marktsituationen reagieren zu können, muss ein entsprechendes Guthaben vorhanden sein. Es kostet zusätzliche Zeit, erst neues Guthaben auf das Cashkonto zu überweisen, um einen Kauf vornehmen zu können.

    Der Online-Broker flatex zeigt sich für Kleinanleger interessant und das nicht nur, weil keine Mindesteinlage anfällt. Doch auch für Kleinanleger, die nur geringe Beträge auf dem Cashkonto führen, fallen die flatex Negativzinsen an. Anders als bei verschiedenen Banken, die einen Strafzins auf hohe Beträge berechnen, fällt der flatex Strafzins bereits ab dem ersten Euro an. Darüber dürften sich die wenigsten Kunden freuen. Bei der Wahl des passenden Brokers erweisen sich die Handelskonditionen als sehr relevant. Durch hohe Gebühren kann sich die erzielte Rendite mitunter empfindlich verringern, sodass Trader die Konditionen genau unter die Lupe nehmen sollten.

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    flatex gibt Negativzinsen an Kunden weiter

    Wenn Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Gelder parken, berechnet diese aktuell einen Negativzins von minus 0,4 %. Genau diesen Negativzins gibt flatex an seine rund 180.000 Kunden weiter. Durch den Negativzins entstehen für Banken Kosten statt Zinsen. Nun stellt sich die Frage, ob auch andere Broker bald die Zinskosten der EZB an die Kunden weitergeben. Derzeit verzichten comdirect, ING-DiBa, OnVista Bank und weitere auf Negativzinsen. Es hängt sicherlich auch von der künftigen EZB-Politik ab, ob Strafzinsen an Kunden weitergegeben werden. Zudem kann sich der Strafzins für flatex Kunden weiter erhöhen, wenn die EZB entsprechende Anpassungen des Negativzinssatzes vornimmt.

    Bevor der Wechsel zu einem anderen Broker vorgenommen wird, sollten sich Trader umfassend über Preise und Leistungen informieren. Bei flatex finden sich faire Konditionen, die sich trotz der flatex Strafzinsen auch weiterhin lohnen können. Über die Webseite wird ein Online-Broker Preisvergleich zur Verfügung gestellt. So können die Ordergebühren von flatex mit denen von beispielsweise S Broker, Consorsbank oder maxblue verglichen werden. Neben den Gebühren sollten sich Trader auch mit dem Serviceangebot befassen. Auch hier können einige Broker mehr punkten als andere.

    Konditionen & Serviceangebot

    Nicht jeder Kunde von flatex ist bereit die Negativzinsen zu bezahlen, sodass ein Broker-Vergleich angestrebt wird. Trader, die sich für flatex interessieren, sollten sich nicht sofort durch die Strafzinsen abschrecken lassen. Positiv fällt beim Broker auf, dass für den außerbörslichen Direkthandel ein Festpreis von 5,90 Euro pro Order aufgeführt wird. Auch über den außerbörslichen Direkthandel können ETFs gehandelt werden. Je nach Emittent können sich die Handelszeiten zwischen 08:00 Uhr und 22:00 Uhr bewegen. Was die Handelspartner betrifft, sind insgesamt 19 verfügbar.

    Für den börslichen Handel an deutschen Börsen und Xetra führt flatex eine Flat von 5 Euro pro Order auf. Es können noch Börsengebühren anfallen und das ab 0,60 Euro. So kann eine börsliche Order an der Stuttgart-Euwax mit Gesamtkosten ab 5,60 Euro pro Order ausgeführt werden. An der Börse Düsseldorf fallen Gesamtkosten pro börslicher Order ab 7,29 Euro an. An Auslandbörsen wie USA und Kanada wird ein Festpreis pro Order von 9,90 Euro berechnet und an Börsen in Europa 24,90 Euro pro Order. Wer die Aufgabe der Order nicht online umsetzen möchte, kann dies auch telefonisch über einen Mitarbeiter tun. Jedoch fallen hierbei zusätzliche Kosten von 10 Euro pro Order an. Das Ändern oder Streichen einer Order ist kostenfrei, wenn dies online getätigt wird. Ebenso sind Limitorders bei Wertpapierhandel bei der online Aufgabe kostenfrei.

    flatex Konditionen

    flatex überzeugt durch sein Angebot und günstige Konditionen

    Über den CFD-Handel können Wertpapiere mit Hebel gehandelt werden. Bei flatex finden Trader eine ansprechende Auswahl an Handelsmöglichkeiten, die unter anderem CFDs auf

    • Aktien
    • Indizes
    • Rohstoffe
    • Währungen

    ermöglichen. Bei den handelbaren Index-CFDs kann beispielsweise der Euro 50 Index mit einer Margin von 1 % mit einem Hebel von bis zu 100 gehandelt werden. Mit einem hohen Hebel können Trader hohe Gewinne erzielen und das auch mit geringem Kapitaleinsatz. Jedoch können sich auch herbe Verluste einstellen, wenn sich die Prognose als falsch erweist. Für die Teilnahme am CFD-Handel wird ein entsprechendes Preis- und Leistungsverzeichnis aufgeführt, über das sich Trader informieren können. Wer den FX-Handel über flatex angehen möchte, muss dazu kein separates Konto eröffnen. Die Handelsplattform MetaTrader 4 steht kostenlos zur Verfügung.

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    Kundenservice und Schulungsangebot

    Ein Blick auf die Webseite zeigt, dass die Informationen zum Angebot übersichtlich bereitgestellt werden. Die Orientierung auf der Webseite fällt leicht, sodass Preise und Anlageprodukte schnell gefunden werden können. Hinzu kommt ein hilfreicher FAQ-Bereich, der häufig gestellte Fragen beantwortet. Wer noch offene Fragen hat und diese direkt mit einem Mitarbeiter abklären möchte, kann dazu den Kundenservice telefonisch kontaktieren. Die Servicezeiten für Kunden sind von montags bis freitags von 08:00 bis 22:00 Uhr aufgeführt. Am Wochenende ist der Kundenservice nicht erreichbar. Zudem können Nachrichten an den Kundenservice per Kontaktformular verschickt werden.

    Nicht jeder Trader verfügt bereits über jahrelange Erfahrungen beim Handel, sodass auch das Schulungsangebot von flatex einen wichtigen Punkt darstellt. Es findet sich eine interessante Webinare, die Themen wie den CFD-Handel, die FX-Plattform und Echtgeldtrading mit Zertifikaten derzeit beinhalten. Um an einem Webinar teilnehmen zu können, ist eine Anmeldung erforderlich. Den Webinaren kann bequem vom heimischen PC aus gefolgt werden. Zudem können Fragen per Chat gestellt werden. Jederzeit sind verschiedene Schulungsvideos abrufbar. Hierdurch kann nicht nur das Börsenwissen erweitert werden, auch Wissenswertes zur Plattform kann in Erfahrung gebracht werden. Das Schulungsangebot erweist sich als umfangreich und auch für erfahrene Trader nützlich.

    flatex Kundenservice

    Der Kundenservice von flatex ist telefonisch und per Kontaktformular erreichbar

    Bevor der Handel mit echtem Geld gestartet wird, können Trader zunächst über das kostenlose Demokonto Erfahrungen sammeln und das ohne Risiko. Das CFD-Demokonto bietet neue Features, von denen Nutzer zusätzlich profitieren können. Zudem bietet das CFD-Demokonto ein innovatives Panel Design und das One Click Trading. Weiter gibt es auch ein FX-Demokonto, das für 14 Tage kostenlos und unverbindlich zum Testen genutzt werden kann. Dabei können sich Trader mit der Handelsplattform MetaTrader 4 vertraut machen, um für den echten Handel gewappnet zu sein. Der Umgang mit den Funktionen der Handelsplattform sollte beherrscht werden. Auch die flatex-WebFiliale kann über das entsprechende Demokonto ausprobiert werden. Die Nutzung eines Demokonto kann sich nicht nur für Einsteiger als sinnvoll erweisen, auch für fortgeschrittene Trader können sich durch die Nutzung Vorteile ergeben.

    Langfristige Geldanlage mit ETF-Sparplänen

    Da der flatex Strafzins für alle Kunden anfällt, die Guthaben auf dem Cashkonto halten, sollten sich auch Sparer über mögliche zusätzliche Kosten informieren. Das ETF-Angebot bei flatex ist umfangreich. Es können Einmalanlagen in ETFs über den Broker realisiert werden, aber auch im Bereich der ETF-Sparpläne findet sich eine überzeugende Auswahl. Wer noch auf der Suche nach dem passenden ETF ist, kann diesen über den Fonds-Finder ausfindig machen. Bei flatex fallen Aktionsangebote auf, durch die Trader günstig in ETF-Sparpläne investieren können. Es können ausgewählte ETF-Sparpläne ohne Gebühren gehandelt werden. Während des Aktionszeitraums können über 100 ETF-Sparpläne über Comstage kostenfrei gehandelt werden. Eine kommende Aktion ermöglicht es, über db x-tracker ausgesuchte ETF-Sparpläne kostenfrei zu handeln.

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    Es ist ratsam, sich über die aktuellen Aktionsangebote im Bereich der ETF-Sparpläne zu erkundigen. So können Kosten eingespart werden. Ein Sparplan kann bei flatex ab einer Mindestsparrate von 50 Euro im Monat eingerichtet werden. Damit bewegt sich flatex vergleichsweise im Mittelfeld. Sicherlich gibt es auch den einen oder anderen Broker, der eine Mindestsparrate ab 25 Euro monatlich aufruft. Bei flatex können Einzahlungen in den ETF-Sparplan nicht nur monatlich ausgeführt werden, sondern auch quartalsweise, halbjährlich oder jährlich. Die Ausführung findet zum 1. oder 15. des Monats statt. Bei den sparplanfähigen ETFs fällt auf, dass größtenteils Aktien- und Anleihen-ETFs verfügbar sind, aber auch andere Anlageklassen sind vertreten.

    Wird der Einzug der Sparrate über das festgelegte Referenzkonto durchgeführt? Aufgrund der flatex Negativzinsen sollten Kunden von flatex über diesen Aspekt nachdenken. Wer den Einzug über das Referenzkonto durchführen lässt, muss dies nicht über das Cashkonto. Im persönlichen Login-Bereich kann eine entsprechende Einstellung über die Eingabemaske vorgenommen werden. Um sich einzuloggen, sind Kundennummer und Passwort erforderlich. Als Einzugskonto kann nun das Referenzkonto angegeben werden. Ebenfalls können Änderungen des ETF-Sparplans auch bequem über die WebFiliale vorgenommen werden. Auch das Löschen und Aussetzen des ETF-Sparplans ist unkompliziert umsetzbar, was sich als kundenorientiert erweist.

    FAZIT: Mit wenig Guthaben auf dem Cashkonto Kosten sparen

    Wer hohe Beträge auf dem Cashkonto lagert, muss dafür auch eine entsprechende Zusatzbelastung tragen, die durch die flatex Strafzinsen in Höhe von 0,4 % pro Jahr entstehen. Die Strafzinsen gelten für alle Kunden von flatex ab dem ersten Euro und das seit Mitte März 2017. Somit fallen die Strafzinsen auch für Kleinanleger an, die nur geringe Beträge auf dem Verrechnungskonto halten. Mit den Strafzinsen gibt der Online-Broker die Zinskosten an seine Kunden weiter, die durch den aktuellen Negativzinssatz der EZB entstehen.

    Die flatex Strafzinsen fallen nicht durch versteckte Kosten an. Nicht jeder Kunde sieht es ein, die Negativzinsen zu zahlen. Doch bevor der Wechsel zu einem anderen Broker erfolgt, sollten die Leistungen und Konditionen genau miteinander verglichen werden. flatex hält attraktive Handelskonditionen bereit und auch das Serviceangebot ist zufriedenstellend. Wer Kosten einsparen möchte, sollte nur Beträge auf dem Cashkonto führen, die nötig sind. Guthaben, die nicht unbedingt auf dem Cashkonto gelagert werden müssen, sollten abgezogen werden.

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