ETF-Strategien: Core-/Satellite-Strategie bei Anleihen

Core-/Satellite-Strategie: Portfolio auf mehrere Assetklassen aufteilen

Die Core-/Satellite-Strategie entspricht im Grunde dem Pareto-Prinzip. Das Pareto-Prinzip – auch als Regel 80:20 bezeichnet – besagt, dass Unternehmen mit 20 Prozent ihrer Kunden 80 Prozent ihres Umsatzes machen. Auf ein Portfolio bezogen bedeutet das, dass 80 Prozent Rendite mit 20 Prozent des Investments erzielt werden. Dazu investiert der Anleger 80 Prozent seines Portfolios in ETFs als dem sogenannten „Core“-Anteil und 20 Prozent in ähnliche Anlagen mit einem höheren Risiko, den „Satelliten“. Der Anleger erreicht dadurch durch diese Aufteilung eine größere Risikostreuung und erhöht seine Rendite.

  • Die Core-/Satellite-Strategie folgt dem Pareto-Prinzip mit der Aufteilung des Portfolios im Verhältnis 80:20
  • 80 Prozent des Portfolios werden in ETFs investiert, sie entsprechen dem Core-Anteil
  • 20 Prozent stehen für alternative Assetklassen zur Verfügung, sie stehen für den Satelliten-Anteil
  • Durch diese Teilung des Portfolios soll der Anleger eine optimale Risikostruktur seines Portfolios bei maximaler Rendite erhalten
Inhaltsverzeichnis

    1. Was versteht man unter der Core-/Satellite-Strategie?

    Die Core-/Satellite-Strategie besteht aus zwei Bestandteilen: Das Herz des Portfolios – auch als Core bezeichnet – sind die Exchange Traded Funds. Die Satelliten sind dagegen ähnliche Assetklassen, die das Kernportfolio ergänzen sollen. Rund 80 Prozent des Investitionsvolumens im Portfolio werden in die Kernprodukte investiert. Dazu eignen sich kostengünstige ETFs außerordentlich gut. Mit dem Großteil des Investments sollen rund 20 Prozent Rendite erzielt werden. Somit sind die ETFs eine sichere und kalkulierbare Anlage. Die Satelliten machen etwa 20 Prozent des Volumens aus, sie sollen etwa 80 Prozent der Rendite erwirtschaften. Deshalb entscheidet man sich beispielsweise für aktiv gemanagte Fonds, für Aktien, für Anleihen oder für Immobilien. Die Core-/Satellite-Strategie entspricht damit dem aus der Wirtschaft bekannten Pareto-Prinzip, das gleichbedeutend ist mit der 80:20-Regel. Sie besagt, dass Unternehmen etwa 80 Prozent ihres Umsatzes mit 20 Prozent ihrer Kunden erwirtschaften. Übertragen auf das Portfolio bedeutet das, dass 80 Prozent der Rendite mit 20 Prozent des Investitionsvolumens erwirtschaftet werden.

    Bei der Core-/Satellite-Strategie handelt es sich um eine Strategie zum Aufbau eines diversifizierten und renditestarken Portfolios. Der Anleger investiert mit rund 80 Prozent den größten Teil seines Vermögens in ETFs, 20 Prozent werden in risikoreichere Assetklassen eingebracht. Damit erzielt er eine optimale Aufteilung seines Portfolios und kann die Chancen der Märkte ohne größeres Risiko ideal nutzen.

    ETF-Strategien

    So kann eine Core-Satellite-Strategie aussehen

    2. Wie profitieren Anleger von der Core-/Satellite-Strategie?

    Private Investoren erzielen mit dieser Strategie vor allem eine optimale Aufteilung ihres Portfolios auf sichere und renditestarke Geldanlagen. Einerseits erwirtschaften sie mit dem größten Teil des Vermögens eine solide Rendite, andererseits generieren sie mit einem kleinen Teil vergleichsweise hohe Gewinne. Durch diese Aufteilung entsteht eine gute Risikostreuung auf verschiedene Assetklassen. Sie werden sich in der Regel gegenläufig am Markt entwickeln. Einige Investitionen werden bei positiver Konjunktur sehr gute Renditen erwirtschaften, andere Anlagen zeigen ihre Stärke erst bei schwacher wirtschaftlicher Lage. So entsteht ein gemischtes Portfolio, das den Anleger eine sehr gute Aufteilung des Verlust- und Wertschwankungsrisikos beschert und das dennoch kontinuierlich eine stabile Rendite erwirtschaftet.

    Pro und Contra:

    • Hohe Renditechancen und Gewinne bei steigenden Aktien sind möglich.
    • Langfristig sind höhere Renditen als bei anderen Anlageformen zu bekommen.
    • Jährliche Dividendenzahlungen sind ein Vorteil für Anleger.
    • Es gibt eine große Auswahl an den internationalen Märkten.

    • Verluste können bei fallenden Aktien hoch sein.
    • Es gibt keine feste Rendite wie bei Anleihen.
    • Man muss eine Abgeltungssteuer zahlen.

    Der größte Vorteil der Core-/Satellite-Strategie liegt in der Aufteilung des Risikos auf Wertanlagen mit einer stabilen Entwicklung bei überschaubarem Risiko und auf Investments mit einem höheren Risiko und einer besseren Rendite. Der Anleger baut sich dadurch ein durchdachtes Portfolio auf, das er ideal auf seine Risikoeinstellung abstimmen kann und das bei jeder Marktsituation eine vernünftige Performance bringt.

    Eine gute Aufteilung hält das Portfolio im Gleichgewicht

    Mit der Core-Satellite-Strategie bleibt das Portfolio im Gleichgewicht

    3. Welche Investments sind besonders rentabel?

    Das Herz des Portfolios machen Exchange Traded Funds aus. Dabei kann es sich um ETFs handeln, die einen Index abbilden. Ein ETF, der die Entwicklung des DAX nachbildet oder ein ETF mit Bezug auf den MSCI World Index für die Entwicklung von Aktienfonds könnte dazu gut geeignet sein. Doch auch ein Branchen-ETF bietet sich für den Core-Anteil des Portfolios an. Ein Branchen-ETF besteht ausschließlich aus Wertpapieren einer bestimmten Branche. Entscheidet sich der Anleger für eine Branche mit einer gut kalkulierbaren und konjunkturabhängigen Wertentwicklung, profitiert er von der soliden Entwicklung dieser Branche, ohne ein allzu großes Risiko in Kauf nehmen zu müssen. Für die Satelliten als den kleineren Teil des Portfolios eignen sich im Grunde alle Assektlassen, die der Risikoeinstellung des Anlegers entsprechen. Das können aktiv gemanagte Fonds aus den internationalen Märkten sein, doch auch klassische Aktien sind gut geeignet. Vielleicht möchte man auch lieber in Immobilien investieren. Das Ziel ist es, mit dem kleineren Teil des Portfolios eine höhere Rendite zu erzielen. Deshalb ist letztlich jede Geldanlage geeignet, die von dem Anleger als etwas risikoreicher beurteilt wird.

    Anleger müssen bei der Zusammenstellung des Portfolios Geschick beweisen

    Eine gute Aufteilung des Portfolios ist auch hier von großer Bedeutung

    Die besten Investments im Core- und im Satelliten-Anteil hängen jeweils von der Risikoeinstellung des Anlegers ab. Das Herz des Portfolios machen häufig klassische ETFs aus, doch auch Branchen-ETFs können geeignet sein. Mit dem überschaubaren Satelliten-Anteil soll der Anleger einen größeren Gewinn erwirtschaften. Deshalb kommen dafür risikoreichere Investments in Frage wie zum Beispiel Aktien oder aktiv gemanagte Fonds. Die Wahl der geeigneten Investments muss immer in Abhängigkeit von der Risikoeinstellung des Privatinvestors getroffen werden.

    4. Fazit: Die Core-/Satellite-Strategie ist für jeden aktiven Anleger interessant

    Da mit der Core-/Satellite-Strategie eine optimale Aufteilung des Wertschwankungs- und Verlustrisikos bei gleichzeitig hoher Rendite erreicht werden soll, eignet sich diese Strategie im Grunde für jeden Privatinvestor, der den Aufbau seines Portfolios aktiv verfolgt. Eine umfangreiche Marktkenntnis ist nicht erforderlich – es genügt, wenn man sich ein wenig mit der wirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklung am Markt beschäftigt. Dann ist es mit einem überschaubaren Aufwand möglich, sich einmalig für die passenden ETFs im Core-Anteil und die ergänzenden Assets im Satelliten-Anteil zu entscheiden.Teasergrafik_Content_Sparplan_v1

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    ETF-Strategien
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