ETF-Strategien: Optionsstrategie

Optionsstrategie: ETFs mit integriertem Schutzmechanismus handeln

ETFs erfreuen sich sowohl bei Privatanlegern als auch bei institutionellen Händlern großer Beliebtheit, da sie sich durch zahlreiche verschiedene Vorteile auszeichnen. Darüber hinaus existieren mittlerweile viele verschiedene Trading-Strategien, mit denen Händler in ETFs investieren können. Einige dieser Strategien erscheinen dabei sinnvoller als andere – für welche Strategie Sie sich entscheiden möchten, bleibt trotzdem Ihnen selbst überlassen. In diesem Ratgeber haben wir für Sie die Optionsstrategie genau unter die Lupe genommen, um Sie über das Für und Wider dieser Handelsstrategie aufklären zu können.

  • Im Vorfeld benötigen Sie selbstverständlich ein Depot bei einem kundenfreundlichen Anbieter
  • Daraufhin können Sie ETFs mit einem eingebauten Schutzmechanismus handeln, der den Preisverfall bei fallenden Märkten aufhält
  • Dabei handelt es sich um die Optionsstrategie
  • Mit der Optionsstrategie kann auch das Hedging auf zwei verschiedene Arten verfolgt werden
Inhaltsverzeichnis

    1. Die ersten Schritte vor dem ETF-Trading im Überblick

    Bevor man das ETF Trading in Angriff nehmen kann, benötigt man zunächst ein Wertpapierdepot bei einem kundenfreundlichen Anbieter. Um diesen zu finden, ist im Vorfeld ein umfangreicher Anbietervergleich nötig, bei dem Sie die unterschiedlichen Unternehmen genau unter die Lupe nehmen. Prüfen Sie die Broker und Banken dabei nicht nur auf Ihre Konditionen, sondern auch auf ihren Kundenservice und das Handelsangebot. Legen Sie als Anfänger zudem möglichst großen Wert auf ein Musterdepot, das es Ihnen ermöglicht, risikofrei erste Erfahrungen im ETF-Handel zu sammeln.

    Möchten Sie Ihr Depot als Neukunde eröffnen, müssen Sie in erster Linie meist ein umfangreiches Online-Formular ausfüllen, das die Angaben einiger Informationen zu Ihrer Person und Ihrer Handelserfahrung umfasst. Sind alle Angaben getätigt, können Sie Ihren Antrag ausfüllen und unterschreiben. An dieser Stelle folgt daraufhin für gewöhnlich die Legitimation, die meist per PostIdent-Verfahren oder bei besonders kundenfreundlichen Unternehmen auch von zu Hause aus per Video Chat vonstattengehen kann. Begeben Sie sich also entweder zusammen mit Ihrem Antrag, einem Ausweisdokument und dem PostIdent-Coupon zur nächsten Postfiliale, um hier Ihre Identität prüfen zu lassen, oder legen Sie einem Mitarbeiter des Unternehmens ihren Ausweis per Video Chat auf digitalem Wege vor.

    Die 3 Schritte auf dem Weg zum Depot

    1. Führen Sie einen Anbietervergleich durch und entscheiden Sie sich für das beste Angebot
    2. Füllen Sie Ihr Online-Formular aus und durchlaufen Sie die Legitimation
    3. Kapitalisieren Sie Ihr Depot und beginnen Sie mit dem Handel

    Ist Ihr Depot eröffnet und kapitalisiert, können Sie sich schließlich für eine Handelsstrategie entscheiden, die Sie verfolgen möchten. Beim Handel von ETFs können sie dabei von attraktiven Konditionen und von einer hohen Risikostreuung profitieren. Darüber hinaus handelt es sich bei ETFs um Sondervermögen der Broker, weshalb Gläubiger im Falle einer Insolvenz des Unternehmens keinen Zugriff darauf haben – stattdessen werden die Wertpapiere nämlich an den Kunden herausgegeben.

    Um die Optionsstrategie oder eine andere Handelsstrategie beim ETF-Handel verfolgen zu können, müssen Sie zunächst einen umfangreichen Anbietervergleich durchführen. Ist das richtige Unternehmen gefunden, können Sie schließlich dort ihr Depot eröffnen und dabei die Legitimation durchlaufen, bevor Sie von den zahlreichen Vorteilen profitieren können, die ETFs mit sich bringen. Dazu gehören niedrige Kosten, eine hohe Risikostreuung und eine Stellung als Sondervermögen.

    Optionsstrategie

    Beachten Sie bei der Anbietersuche viele verschiedene Faktoren

    2. Wie funktionieren die Optionsstrategien für ETFs?

    Einige ETFs bringen einen eingebauten Schutzmechanismus mit, der bei fallenden Märkten den Preisverfall aufhält und dabei als „Fallschirm“ agiert, um den harten Fall zu dämpfen. Solche ETFs verwenden dazu die Optionsstrategien: Bei einer Option handelt es sich um das Recht, etwas zu einem späteren Termin zu kaufen oder zu verkaufen – und zwar zu dem Preis, der im Vorfeld festgelegt wurde.

    Beispielsweise möchte ein Händler die Aktie ABC im März des nächsten Jahres für 50 Euro kaufen. An der Terminbörse, an welcher Optionen gehandelt werden, zahlt man nun eine Prämie und erwirbt damit eine Call-Option. Steigt die Aktie im Laufe der Monate beispielsweise auf 70 Euro, kann der Händler die Aktie trotzdem aufgrund der Vereinbarung für 50 Euro kaufen und somit einen Gewinn von 20 Euro machen – abzüglich der Prämie, die für die Option gezahlt wurde. Allerdings funktioniert dies selbstverständlich auch umgekehrt.

    Pro und Contra:

    • Hohe Renditechancen und Gewinne bei steigenden Aktien sind möglich.
    • Langfristig sind höhere Renditen als bei anderen Anlageformen zu bekommen.
    • Jährliche Dividendenzahlungen sind ein Vorteil für Anleger.
    • Es gibt eine große Auswahl an den internationalen Märkten.

    • Verluste können bei fallenden Aktien hoch sein.
    • Es gibt keine feste Rendite wie bei Anleihen.
    • Man muss eine Abgeltungssteuer zahlen.

    Der Händler kann nämlich auch festlegen, dass die Aktie für 50 Euro verkauft werden kann. Fällt schließlich die Aktie der ABC AG auf 30 Euro, verzeichnet der Trader ebenfalls einen Gewinn von 20 Euro – abzüglich der Kosten für die Prämie. Somit kann der Trader in unsicheren Zeiten von einer Art Versicherung für sein Wertpapierdepot profitieren.

    Die Optionsstrategie bietet Vorteile beim ETF-Trading

    Die Optionsstrategie sollte Anlegern unbedingt bekannt sein

    Um als „Fallschirm“ den Trader vor einem harten Fall durch fallende Kurse und den damit verbundenen Preisverfall zu schützen, verwenden manche ETFs eine Optionsstrategie. Dabei behält sich der Trader das Recht vor, ein Finanzprodukt zu einem späteren Termin zu einem zuvor festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Steigt der Kurs bzw. fällt der Kurs, zahlt der Trader trotzdem nur den Preis, der im Vorfeld festgelegt wurde.

    3. Die wichtigsten Optionsstrategien im Detail

    Um dem Hedging mit Optionsstrategien nachzugehen, kann sich der Anleger zwei verschiedene Strategien zunutze machen. Bei der ersten Strategie wird der ETF durch eine Put-Option abgesichert. Sollte der Kurs des Indexes fallen, auf welchem der ETF basiert, dann steigt gleichzeitig der Wert der Put-Option. Allerdings kann diese Strategie die Verluste des Traders nicht komplett ausgleichen – eine komplette Absicherung des Portfolios wäre nämlich mit hohen Prämien verbunden und demnach viel zu teuer.

    Die zweite Optionsstrategie wird auch als „Covered Call“ oder als „Buy-Write-Strategie“ bezeichnet. Um sich gegen sinkende Kurse abzusichern, kann man nämlich entweder eine Put-Option kaufen oder eine Call-Funktion verkaufen. Sofern nämlich die Call-Option, die auf steigende Kurse ausgelegt ist, ins Gegenteil gewandelt werden soll, eröffnet man entweder eine Put-Option, oder man verkauft stattdessen den Call, anstatt ihn zu kaufen. Für den Verkauf dieser Call-Option erhält der ETF daraufhin die entsprechende Optionsprämie, was auch als „Stillhalter-Geschäft“ bezeichnet wird.

    Bei der Buy-Write-Strategie bekommt der ETF im Grunde sofort eine feste Prämie – auch dann, wenn die Kurse noch gar nicht gefallen sind. Die Prämie steht stattdessen in ihrer Höhe von vornherein fest. Sichert man seine Positionen durch Put-Optionen ab, führen starke Kurseinbrüche selbstverständlich zu einer Wertsteigerung dieses Puts, wodurch Verluste besser ausgeglichen werden können. Finden hingegen keine Kursrückgänge statt, werden die Put-Optionen schließlich wertlos sein.

    Die Buy-Write-Strategie verspricht demnach auf jeden Fall zusätzliche Einnahmen – allerdings kann diese Strategie Börsenturbulenzen nur geringfügig auffangen, während Put-Optionen auch größere Kursrückgänge in Gewinne umwandeln können. Sollten die Kurse allerdings steigen, werden die Put-Optionen letztendlich verfallen. Alles in allem eignet sich die Optionsstrategie für Anleger, die mit einem anhaltenden Aufwärtstrend rechnen, dabei aber auch einen kurzfristigen Börsenrückgang für möglich halten.

    Die Optionsstrategie ist auf Anleger ausgelegt, die mit einem Aufwärtstrend rechnen und dabei allerdings auch einen kurzfristigen Börsenrückgang nicht ausschließen. Diese Trader können mithilfe der Buy-Write-Strategie oder durch Put-Optionen ihre Positionen absichern. Allerdings zeichnen sich beide Strategien durch Vorteile und Nachteile aus, mit denen sich der Trader im Vorfeld auseinandersetzen sollte.

    4. Fazit: Die Optionsstrategie ermöglicht einen sicheren Handel

    Mithilfe der Optionsstrategie können Trader ihre Positionen zuverlässig absichern. Zur Auswahl stehen dabei die Buy-Write-Strategie und die Eröffnung von Put-Optionen. Die Buy-Write-Strategie kann dabei allerdings große Börsenturbulenzen nur geringfügig auffangen, während die Put-Optionen auch dazu in der Lage sind, größere Kursrückgänge in Gewinne umzuwandeln. Dafür besteht hierbei die Gefahr, dass die Put-Optionen letztendlich verfallen. Im Idealfall verlassen Trader sich deshalb beim Anbietervergleich nicht nur auf die Konditionen, sondern versuchen dabei auch, sich für ein Unternehmen mit Musterdepot zu entscheiden, um genau herauszufinden, welche Strategie den persönlichen Vorstellungen eher entspricht.Teasergrafik_Content_Sparplan_v1

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