Lohnt sich die Investition in Anleihen-ETFs?

Anleihen-ETFs verbinden Vorteile mit der unkomplizierten Geldanlage

ETFs erfreuen sich nach wie vor einer besonders großen Beliebtheit, da sie einen zugrundeliegenden Index nur nachbilden und somit niedrige Kosten mitbringen, die sich der Kunde bei der Kapitalanlage in Indizes zunutze machen kann. Allerdings können Kunden mithilfe von ETFs nicht nur in Indizes, sondern auch in Anleihen investieren. Wie das geht und wie Sie davon profitieren können, verraten wir Ihnen in unserem umfangreichen Ratgeber.

  • Um in ETFs investieren zu können, benötigen Sie zunächst ein Depot
  • ETFs sind schon ab einer Investition von 50 Euro zu haben
  • In „normale“ Anleihen müssen Sie hingegen mindestens 1.000 Euro investieren
  • Ein Ausfallrisiko ist bei Anleihen-ETFs nicht gegeben
Inhaltsverzeichnis

    1. Warum sollten Sie in ETFs investieren?

    ETFs erfreuen sich in Händlerkreisen nach wie vor einer großen Beliebtheit, da sie zahlreiche verschiedene Vorteile mitbringen. Zu diesen Vorteilen gehören in erster Linie die geringen Kosten, die beim Kauf und Verkauf von ETFs anfallen: Da ein ETF im Vergleich zum Investmentfonds nicht aktiv gemanagt wird und da er darüber hinaus nur den Kursverlauf eines Indexes darstellt, ohne, dass der Anleger tatsächlich einen Index kauft oder verkauft, halten sich die Kosten und Gebühren, die beim ETF-Handel anfallen, stark in Grenzen. Weiterhin zeichnen sich ETFs durch ein höheres Maß an Liquidität aus: ETFs können im Vergleich zu herkömmlichen Investmentfonds schneller gekauft und verkauft werden. Der Grund dafür ist simpel: ETFs werden ständig über die Börse gehandelt, während herkömmliche Investmentfonds beim Verkauf in der Regel an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden. Bis zur eigentlichen Gutschrift des Verkaufspreises vergehen schließlich erst einige Tage.

    Vorteile von ETFs im Überblick

    • Geringere Kosten durch passive Verwaltung
    • Höhere Liquidität
    • Stellung als Sondervermögen für erhöhte Sicherheit
    • Hohe Risikostreuung
    • Geringer finanzieller Aufwand
    • Sparpläne schon ab 25 Euro verfügbar

    Ein weiterer großer Vorteil von ETFs ist das hohe Maß an Sicherheit, das mit dem Handel der Indexfonds einhergeht. Da sie nämlich als Sondervermögen behandelt werden, werden die Anteile getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft aufbewahrt. Wird diese eines Tages zahlungsunfähig, sind die ETF-Anteile der Kunden nicht davon betroffen – im Gegensatz zu Indexzertifikaten und ETCs. Zu einem hohen Maß an Sicherheit trägt darüber hinaus nicht nur die Transparenz bei, die der Nachvollziehbarkeit von ETF-Kursen zugeschrieben werden kann, sondern auch die hohe Risikostreuung, die bei ETFs noch umfangreicher ausfällt als bei aktiv verwalteten Fonds. Während diese nämlich rechtlich dazu verpflichtet sind, das Anlagerisiko durch die Investition in verschiedene Wertpapiere zu vermindern, investieren Anleger beim Kauf eines ETFs nicht in eine Einzelaktie, sondern stattdessen in einen Index, der teilweise mehr als 1.500 verschiedene Wertpapiere aus unterschiedlichen Regionen und Branchen nachbildet. Zu guter Letzt gehört schließlich auch der niedrige finanzielle Aufwand zu den Vorteilen von ETFs, die auch mit kleinem Kapital gekauft und verkauft werden – auch in Form von Sparplänen, in die Sie bereits ab einer monatlichen Sparrate von 25 Euro investieren können.

    Anleihen-ETFs

    ETFs zeichnen sich durch eine Vielzahl an Vorteilen aus

    Die Vorteile von ETFs sind vielfältig und insbesondere Anleger mit kleinem Kapital freuen sich über geringe Kosten, die auch mit einer geringen Investition gestemmt werden können. Darüber hinaus zeichnen sich Exchange Traded Funds schließlich auch durch ein hohes Maß an Sicherheit aus: Die Risikostreuung ist hoch und die ETFs werden als Sondervermögen behandelt, was im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft für den Kunden von Vorteil ist.

    2. Was sind die besonderen Vorteile von Anleihen?

    Möchte man sein Portfolio möglichst ertragreich gestalten, sollte man als Anleger nicht nur auf ein Pferd setzen: Obwohl Aktien, Rohstoffe oder Immobilien in Form von ETFs nach wie vor für Händler in aller Munde sind, dürfen auch Anleihen bei der Gestaltung des eigenen Portfolios nicht unbeachtet bleiben. Einer der wichtigsten Gründe ist dabei die hohe Risikostreuung: Investieren Sie nicht nur in Wertpapiere aus verschiedenen Regionen und Währungsräumen, sondern darüber hinaus auch in unterschiedliche Anlageklassen, generieren Sie somit durch Ihre Risikostreuung ein hohes Maß an Sicherheit bei der Geldanlage. Jede Anlageklasse zeichnet sich dabei durch unterschiedliche Eigenschaften und Merkmale aus, von denen Sie als Anleger profitieren können. Verzeichnet eine Anlageklasse nur eine geringe Wertsteigerung oder dreht sie sogar ins Minus, können Sie Ihre Verluste durch andere Anlageklassen wieder reinholen.

    Warum sollten Sie in Anleihen investieren?

    • Stabile Wertentwicklung
    • Unabhängigkeit von anderen Produkten
    • Auswahl zwischen Unternehmen, Staaten und Bundesländern
    • Geringere Schwankungsanfälligkeit

    Anleihen verzeichnen dabei im Gegensatz zu Aktien häufig eine stabile Wertentwicklung, die nur durch schwere Wirtschaftskrisen außer Kraft gesetzt werden kann. In normalen Börsenphasen zeichnen sich Anleihen jedoch durch ein hohes Maß an Unabhängigkeit aus, das in erster Linie den großen Unterschieden zu Aktien zuzuschreiben ist. Während der Kunde beim Kauf und Verkauf von Aktien nämlich einen Teil eines bestimmten Unternehmens erwirbt, das ihm das Recht auf eine Gewinnausschüttung in Form einer Dividende zusichert, wird beim Kauf einer Anleihe lediglich Geld an eine Institution verliehen, die den Anleger dafür mit Zinsen entschädigt. Dabei kann es sich um Unternehmen, Staaten oder sogar Bundesländer handeln. Obwohl es sich bei Anleihen im Gegensatz zu Aktien nicht um Sachwerte handelt, können Anleger mit der Investition in Anleihen von einer geringeren Schwankungsanfälligkeit profitieren. Im Vergleich zu Aktien schwanken die Kurse der Anleihen demnach weniger, wodurch sie als vergleichsweise sicher gelten.

    Anleihen unterscheiden sich insofern von Aktien, als dass es sich dabei nicht um Sachwerte handelt. Stattdessen leiht der Händler bei der Investition in eine Anleihe einem Unternehmen, einem Staat oder einem Bundesland einen bestimmten Betrag und bekommt dafür regelmäßige Zinsen gutgeschrieben. Obwohl Kunden dabei nicht von einer Dividendenausschüttung profitieren können, können Sie sich die geringen Kursschwankungen von Anleihen für eine sichere und ruhige Geldanlage zunutze machen.

    3. Lohnt sich die Investition in Unternehmensanleihen?

    Wie wir bereits festhalten konnten, können Händler in unterschiedliche Anleiheformen investieren. Zu den beliebtesten und bekanntesten gehören dabei die Staatsanleihen und die Unternehmensanleihen. Doch für wen lohnt sich die Investition in Unternehmensanleihen eigentlich überhaupt?

    Der Handel von Unternehmensanleihen wird durch ein löchriges Sicherheitsnetz und durch eine kaum vorhandene Berechenbarkeit überschattet. Obwohl einige renommierte Unternehmen, zu denen beispielsweise Daimler, Siemens oder IBM gehören, durch eine hohe Bonität überzeugen können, ist die Gefahr eines Zahlungsausfalls bei kleinen Unternehmen mit einer schwachen Eigenkapitalbasis weitaus höher. So gerieten beispielsweise während der Wirtschaftskrise zahlreiche Unternehmen in Bedrängnis. Anleger konnten durch die Investition in ETFs ihr Risiko streuen – trotzdem gelten Unternehmensanleihen auch in Form von Anleihe-ETFs als riskanter als Staatsanleihen aus entwickelten Ländern.

    Der Grund dafür ist simpel: Wird ein Unternehmen zahlungsunfähig, verliert die Anleihe drastisch an Wert oder sie wird stattdessen sogar völlig wertlos. Teilweise können Anleger in diesem Fall bei ausreichender Insolvenzmasse 20 bis 30 Prozent ihrer Investition zurückbekommen – eine Garantie dafür besteht jedoch nicht. Möchte man demnach auf Nummer sicher gehen, sollte man sich bei der Investition in Anleihen-ETFs auf Unternehmensanleihen von soliden Unternehmen beschränken – oder sich für entsprechend sichere Staatsanleihen entscheiden. Von Anleihen von jungen Unternehmen mit fragwürdigem Geschäftsmodell und geringem Eigenkapital sollten renditeorientierte Anleger stattdessen die Finger lassen.

    Bei der Investition in Unternehmensanleihen ist Vorsicht geboten

    Unternehmensanleihen können mit einem hohen Risiko verbunden sein

    Jeder Anleger muss für sich selbst entscheiden, ob er in Anleihe-ETFs von Unternehmen investieren möchte oder nicht. Fakt ist, dass junge Unternehmen mit geringem Eigenkapital ein hohes Ausfallrisiko mitbringen, von dem schließlich auch der Anleger betroffen sein kann. Sollen es also tatsächlich Unternehmensanleihen sein, lohnt sich die Investition in erfahrene und kapitalstarke Unternehmen wie Siemens, Daimler oder IBM.

    3. Fazit: ETFs und Anleihen sind mit Vorteilen verbunden

    In unserem Fazit können wir nun festhalten, dass sich Anleihen und ETFs gleichermaßen durch zahlreiche Vorteile auszeichnen, von denen erfahrene Anleger profitieren können. So überzeugen ETFs beispielsweise in erster Linie durch ihr attraktives Kostenmodell sowie durch ein hohes Maß an Risikostreuung und Sicherheit, während Anleihen meist stabilere Kursverläufe mitbringen und Schwankungen dabei eher eine Seltenheit darstellen. Vorsicht ist hingegen bei Unternehmensanleihen geboten: Bei jungen und unerfahrenen Unternehmen ohne großes Eigenkapital ist die Gefahr einer Insolvenz hoch, von der schließlich auch der Anleger selbst betroffen wäre. Möchten Sie also in Unternehmensanleihen investieren, dann greifen Sie besser zu Anleihen-ETFs von erfahrenen und kapitalstarken Unternehmen.Teasergrafik_Content_Sparplan_v1

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.