Grundlagenwissen ETFs: Alles Wissenswerte auf einen Blick!

Börsengehandelte Investmentfonds und Besonderheiten verstehen lernen

Was genau sind ETFs? Wie kann man mit ihnen handeln? Was muss man beachten? Bei Exchange Traded Funds oder kurz ETFs handelt es sich um Investmentfonds, die direkt über die Börse gehandelt werden. Erst seit dem Jahr 2000 werden ETFs in Deutschland angeboten und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit unter den Tradern. Man sollte allerdings optimal informiert sein, bevor man beginnt, mit ETFs zu handeln. Alles Wissenswerte und die Basics zu ETFs hier lesen!

  • ETFs sind Anlagefonds, die in eine Zusammenstellung von Wertpapieren investieren.
  • ETFs werden auch als passive oder passiv gemanagte Fonds bezeichnet.
  • ETF Gebühren sind niedriger als bei anderen Investmentfonds.
  • ETFs zielen darauf ab, einen Index 1 zu 1 nachzubilden.
  • Es gibt ETF-Anlageklassen wie Aktien, Zinswerte, Immobilien und Rohstoffe.
Inhaltsverzeichnis

    1. Introduction: Was sind ETFs?

    Exchange Traded Funds oder kurz ETFs sind Wertpapiere. Um mit ETFS richtig handeln lernen zu können, muss man natürlich die Funktionen der Anlage genau kennen. Wer in ETFs investiert, investiert in eine Zusammenstellung von Wertpapieren, die an der Börse gehandelt werden können. Der Kurs dieser Wertpapiere ändert sich über einen Handelstag hinweg. Wie bei Aktien gibt es also auch bei ETFs Orderzusätze wie Stopp Loss. ETFs werden oft als passive oder passiv gemanagte Fonds bezeichnet. Das Ziel ist es nicht, den Vergleichsindex zu schlagen, wie bei aktiven Fonds. Bei ETFs geht es vielmehr darum, den Vergleichsindex abzubilden. Klingt zunächst nicht ganz einfach zu verstehen? Gehen wir langsam vor, um der Sache auf die Spur zu kommen! Es handelt sich um ein Handelskonzept, bei dem die Wertentwicklung eines Börsenindexes nachgebildet wird. Nehmen wir ein Beispiel zum besseren Verständnis: Wenn der Dax um zwei Prozent zulegt, gewinnt der Indexfonds ebenfalls zwei Prozent. Genauso verhält es sich auch im gegenteiligen Fall: Wenn der Dax um zwei Prozent fällt, verliert der Indexfonds ebenfalls vier Prozent.

    ETFs steht für Exchange Traded Funds, das bedeutet, dass man in verschiedene Wertpapiere investiert, die an der Börse gehandelt werden können. ETFs sind passive Fonds: Der Vergleichsindex soll nicht geschlagen werden, sondern die Wertentwicklung eines Börsenindexes soll abgebildet werden.

    2. Zur Geschichte der ETFs

    Bei ETFs handelt es sich um eine vergleichsweise junge Anlagemöglichkeit. Erst seit dem Jahr 2000 werden ETFs in Deutschland in verschiedenen Anlageklassen angeboten, nachdem sie in den USA bereits seit langer Zeit erfolgreich gehandelt worden waren. Die Investoren in Deutschland sind ebenso schnell von ETFs überzeugt worden und heute verfügt der Markt über ein Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro. Allein an einem Tag werden mit dem ETF-Handel 200 Millionen Euro umgesetzt. Die Geschichte der ETFs ist natürlich viel länger. Bereits in den 1970er Jahren kamen in den USA die ersten ETFs auf den Markt. Im Jahr 1970 konstruierte die Investmentgesellschaft State Street Global Advisors den ersten Indexfonds und kann als Pionier für den ETF-Handel gelten. Man hatte gerade die Erkenntnis gewonnen, dass auch professionelle Fondsmanager nicht fähig waren, den Marktdurchschnitt zu übertreffen. Die Idee des passiven Investierens war geboren: Mit ETFs investiert man in sogenannte Baskets, also eine Zusammenstellung verschiedener Wertpapiere. Die ersten tatsächlichen ETFs kamen 1996 auf den Markt. Der große internationale Durchbruch erfolgte 2000 mit der Einführung von ETFs in Deutschland, in der Schweiz, Schweden, Großbritannien und Israel. Innerhalb weniger Jahre verhundertfacht sich das Anlagevermögen in Indexfonds.

    Pro und Contra:

    • Hohe Renditechancen und Gewinne bei steigenden Aktien sind möglich.
    • Langfristig sind höhere Renditen als bei anderen Anlageformen zu bekommen.
    • Jährliche Dividendenzahlungen sind ein Vorteil für Anleger.
    • Es gibt eine große Auswahl an den internationalen Märkten.

    • Verluste können bei fallenden Aktien hoch sein.
    • Es gibt keine feste Rendite wie bei Anleihen.
    • Man muss eine Abgeltungssteuer zahlen.

    ETFs gehören zu den jüngeren Anlagemöglichkeiten: Erst im Jahr 2000 wurden sie in  Deutschland, in der Schweiz, Schweden, Großbritannien und Israel, nachdem sie bereits Erfolgsgeschichte in den USA geschrieben hatten. Heute gehören sie zu den wichtigsten Anlageinstrumenten weltweit und zeigen starke Zuwächse auf.

    Grundlagenwissen ETFs

    Der rasante Erfolg von ETFs in Deutschland

    3. Was sind die Vorteile von ETFs?

    ETFs haben vor allem einen großen Vorteil: Sie bestehen aus sehr vielen verschiedenen Wertpapieren, so dass sie es dem Trader möglich machen, die Investments breit zu streuen. Wer ETFs auf verschiedene Indizes kauft, kann sogar eine noch breitere Streuung erreichen. Warum ist eine Streuung wichtig? Die Vorzüge einer Streuung liegen auf der Hand:

    • Man bekommt ein ausgewogenes ETF-Portfolio.
    • Man setzt auf verschiedene Indizes, Regionen und Anlageklassen.
    • So ist das Risiko geringer und die Anlage ist sicherer.

    Man muss wissen, dass eine Streuung die Sicherheit zwar erhöht, aber kein Garant dafür, dass die Anlage sich rentiert. Wer auf einzelne Aktien oder Zertifikate setzt, geht ein höheres Risiko ein. Aber auch bei ETFs ist man den Schwankungen der Finanzmärkt ausgeliefert und das Ergebnis ist natürlich offen. Niemand kann das Risiko vollständig ausschalten!

    Aber es gibt weitere Vorteile von ETFs:

    Indem man direkt in die im Index enthaltenen Wertpapiere anlegt, erreicht man, dass sich die Wertentwicklung nur wenig von der Entwicklung des Basisindexes unterscheidet. Ziel ist es bei ETFs, den Vergleichsindex abzubilden. Hinzu kommen bei ETFs erhebliche Kostenersparnisse: Berechnet werden nur die Handelsprovisionen, aber kein Ausgabeaufschlag. Die Verwaltungsgebühr liegt im Durchschnitt bei 0,5 Prozent und entspricht damit einem sehr günstigen Modell. Und weitere Vorteile sind, dass liquide ETFs fortlaufend gehandelt werden. Man kann also jederzeit ein- und aussteigen. Der Kurs ist vorher bekannt. Man kann auch Stopp-Orders geben und damit das Risiko verringern.

    Die wichtigsten Vorteile von ETFs liegen in der Streuung der Investments: Durch ein ausgewogenes Portfolio verringert man das Verlustrisiko. Ein weiterer Vorteil: Wenn man direkt in di im Index angelegten Wertpapiere investiert, unterscheidet sich die Wertentwicklung nur wenig von der Entwicklung des Basisindexes.

    4. Fazit: ETFs sind börsengehandelte Fonds mit eingeschränktem Risiko.

    ETFs sind börsengehandelte Investmentfonds mit einem geringeren Risiko als von aktiven Fonds. ETFs sind passiv gemanagte Fonds und verfolgen das Ziel, den zugrundeliegenden Index nachzubilden. Durch eine breite Streuung in verschiedene Anlagen, bzw. Wertpapiere erreicht man mit ETFs ein ausgewogenes Portfolio und erhöht die Sicherheit. ETFs werden an der Börse gehandelt. Man kann sie jederzeit kaufen oder verkaufen und damit schnell auf Kursschwankungen reagieren.Teasergrafik_Content_Sparplan_v1

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