ETF-Strategien: Diversifikation

Viele Faktoren bestimmen Diversifikation des Portfolios

ETFs erfreuen sich nach wie vor einer großen Beliebtheit und werden den Portfolios der Anleger noch immer gern und häufig hinzugefügt, da sie zahlreiche verschiedene Vorteile mitbringen. Beachtet man im Vorfeld jedoch nicht einige grundlegende Faktoren, zu denen beispielsweise die Diversifikation bzw. die Risikostreuung gehören, holt man ganz sicher nicht das Beste aus dem eigenen Portfolio heraus, sondern verzeichnet stattdessen vielleicht sogar hohe Verluste, die nicht sein müssen. Wie die richtige Diversifikation aussieht und was Sie bei der Zusammenstellung und der Verwaltung Ihres Portfolios darüber hinaus beachten müssen, verraten wir Ihnen in unserem Ratgeber.

  • ETFs zeichnen sich im Allgemeinen durch niedrige Kosten und ein hohes Maß an Sicherheit aus
  • Bei der Entwicklung eines gewinnbringenden Portfolios muss der Anleger jedoch einige Faktoren beachten
  • Zu diesen Faktoren gehört beispielsweise die Diversifikation bzw. die Risikostreuung
  • Demensprechend besteht ein gutes Portfolio aus mehreren Anlageklassen, beispielsweise aus Aktien und Anleihen
Inhaltsverzeichnis

    1. Warum sollten Sie in ETFs investieren?

    Erfahrene Anleger haben schon lange die Vorteile von ETFs (Exchange Traded Funds = Indexfonds) erkannt und machen sich diese Vorteile jetzt zunutze. Die Gründe für eine Investition in ETFs sind dabei vielfältig und beziehen sich in erster Linie auf die Kostenstruktur, die Sicherheit und die Transparenz, die mit diesen innovativen Finanzprodukten einhergehen.

    Besonders viele Anleger schätzen dabei gerade die niedrigen Kosten, die mit dem Handel von ETFs einhergehen. Da ein ETF-Portfolio im Gegensatz zum Investmentfonds nicht aktiv gemanagt wird, fallen etwaige Verwaltungsgebühren hierbei komplett weg. Da der Kunde darüber hinaus in der Regel die entsprechenden Finanzprodukte, die er in sein Portfolio aufnimmt, nicht tatsächlich kauft, sondern stattdessen im Grunde lediglich auf deren Kursverlauf spekuliert, fallen schließlich auch die Transaktionsgebühren meist sehr niedrig aus. Möchte der Kunde darüber hinaus sein Geld in einen ETF Sparplan investieren, kann er sich zudem über niedrige monatliche Sparraten ab 25 Euro freuen.

    Neben der kundenfreundlichen Gebührenstruktur spielt jedoch auch das hohe Maß an Sicherheit, das mit ETFs einhergeht, für viele Anleger eine besonders große Rolle. Demnach gehören ETFs nämlich zum Sondervermögen der Banken und Broker – sollten diese also eines Tages Insolvenz anmelden müssen, verbleiben die ETFs trotzdem im Besitz der Kunden. Diese können ihr Portfolio daraufhin zu einem anderen Anbieter übertragen und haben im günstigsten Fall dabei überhaupt keinen Schaden davongetragen. Neben zahlreichen anderen kleineren Vorteilen gehört schließlich auch die Transparenz zu den wichtigsten Gründen für eine Kapitalanlage in ETFs. Da auch hierbei nämlich die Kurse denen der zugrundeliegenden Indizes entsprechen sollten, kann der Kunde jederzeit im Internet, im Fernsehen oder in der Zeitung nachverfolgen, wie es um seinen ETF bestellt ist.

    ETFs bringen unzählige verschiedene Vorteile mit, von denen die Anleger profitieren können. Zu den wichtigsten Gründen, die für die Investition in ETFs sprechen, gehören dabei die attraktive Kostenstruktur, die Sicherheit und die Transparenz, die mit dem ETF-Handel einhergehen. Kunden profitieren dabei von niedrigen Gebühren, von einer Stellung der ETFs als Sondervermögen und von der ständigen Nachvollziehbarkeit des Kursverlaufs der eigenen ETFs.

    Diversifikation

    ETFs helfen durch geringe Kosten beim Sparen

    2. Die Zusammenstellung eines Portfolios

    Bevor man sein Portfolio zusammenstellen kann, muss man sich zunächst mit ETFs und ihren Hintergründen auseinandersetzen. Welche Finanzprodukte sind in Form von ETFs verfügbar? Wodurch zeichnen sie sich aus? Wo liegen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkten? Sollten Sie überhaupt in ETFs investieren oder sollten Sie lieber zu anderen Sparprodukten greifen? Diese und andere Fragen sollten im Vorfeld festgelegt werden, bevor Sie Ihr Geld in ETFs investieren. Bevor Sie daraufhin Ihr erstes eigenes Portfolio zusammenstellen, sollten Sie zunächst einige Ziele festgelegen. Möchten Sie Ihr Portfolio möglichst kostengünstig halten? Soll die Rendite besonders hoch ausfallen? Möchten Sie stattdessen lieber zur Kapitalerhaltung beitragen? Beantworten Sie sich diese und andere Fragen zunächst selbst, bevor Sie sich für ein Portfolio entscheiden.

    Pro und Contra:

    • Hohe Renditechancen und Gewinne bei steigenden Aktien sind möglich.
    • Langfristig sind höhere Renditen als bei anderen Anlageformen zu bekommen.
    • Jährliche Dividendenzahlungen sind ein Vorteil für Anleger.
    • Es gibt eine große Auswahl an den internationalen Märkten.

    • Verluste können bei fallenden Aktien hoch sein.
    • Es gibt keine feste Rendite wie bei Anleihen.
    • Man muss eine Abgeltungssteuer zahlen.

    Haben Sie schließlich Ihre Ziele festgelegt, folgt daraufhin der schwerste Teil der Portfoliogestaltung: die Diversifikation. Anleger werden spätestens in Krisenzeiten merken, dass eine breite Streuung des Vermögens über Aktienindizes nicht ausreicht – stattdessen muss eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen erfolgen. Dabei profitiert der Anleger bereits von Vornherein von der Tatsache, dass er mit ETFs nicht nur in ein einziges Finanzprodukt investiert, sondern dass er stattdessen teilweise über 1.000 Einzelprodukte mit nur einem Index handeln kann. Allerdings muss er dabei beachten, dass jede Anlageklasse unterschiedlich auf eine Krise reagiert.

    Anzahl der ETFs weltweit

    Die Anzahl der ETFs weltweit stieg rasant an (Quelle: Statista)

    Insbesondere Aktien fahren schnell starke Verluste ein – unabhängig davon, in welche Region oder in welche Branche man investiert. Um das Risiko zu streuen, kann man im Vorfeld beispielsweise in Renten, Anleihen oder auch in Gold investieren. Jedes dieser Anlageprodukte zeichnet sich im Vergleich zu Aktien in der Regel durch geringere Kursschwankungen aus, weshalb diese Produkte dafür geeignet sind, Verluste durch riskante Aktien abzufangen. Insbesondere unerfahrene Anleger sollten sich deshalb bereits im Vorfeld mit den Grundsätzen der Diversifikation vertraut machen: Jeder Anlagebereich reagiert auf eine Krise anders – so hat sich beispielsweise Gold häufig als Gegenstück zu riskanten Aktien erwiesen, während auch Renten und Geldmarkt-ETFs Verluste, die durch Aktien entstehen, mildern können. Letztendlich gibt es demnach kein Patentrezept für ein erfolgreiches Portfolio – denn erst die Mischung macht‘s.

    Möchte man sein Geld in ETFs investieren, muss man sich zunächst mit deren Hintergründen auseinandersetzen und festlegen, ob die Investition in ETFs auf Basis der persönlichen Voraussetzungen überhaupt empfehlenswert erscheinen. Daraufhin können individuelle Ziele festgelegt werden, die mit dem Portfolio erreicht werden sollen, bevor die Diversifikation in Angriff genommen werden kann. Beachten Sie dabei, dass ein erfolgreiches Portfolio niemals aus nur einer einzigen Anlageklasse bestehen kann – spätestens bei der nächsten Krise werden Sie schnell erkennen, warum.

    3. Einige Beispiele für die Diversifikation

    Weder für die Diversifikation, noch für die generelle Kapitalanlage in Wertpapiere gibt es ein Patentrezept. Stattdessen ist die Geldanlage von persönlichen Voraussetzungen wie dem Alter und dem Einkommensverhältnis abhängig. Eventuell sollten Sie deshalb überhaupt nicht in ETFs investieren, sondern ihr Geld stattdessen lieber in ein Tagesgeldkonto oder in einen Sparplan investieren. Setzen Sie sich im Vorfeld mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinander und stellen Sie umfangreiche Berechnungen an, um zu ermitteln, welche Option die beste für Sie ist.

    Geht es schließlich tatsächlich an die Gestaltung Ihres Portfolios, sollten Sie im Zuge der Diversifikation nach Möglichkeit nicht auf Aktien verzichten. Aktien tragen stets zu einer hohen Rendite bei, sofern man sich für das richtige Produkt entscheidet – allerdings können Aktien selbstverständlich auch entsprechend hohe Verluste verursachen, weshalb Anleger diese Verluste durch eine richtige Diversifikation auffangen sollten. So empfiehlt es sich beispielsweise, Aktien mit Anleihen zu verbinden und das Portfolio im Verhältnis 1:1 damit zu bestücken. Da Anleihen in der Regel geringere Kursschwankungen verzeichnen, können Sie die Verluste, die mit Aktien einhergehen können, optimal auffangen. Dasselbe gilt auch für Edelmetalle und Geldmarkt-ETFs. Anleger, die auf Nummer sicher gehen wollen, stellen beispielsweise ein Portfolio zusammen, das zu jeweils 25 Prozent aus Aktien, Anleihen, Edelmetallen und Geldmarkt-ETFs besteht, um die Verluste niedrig und die Rendite hoch zu halten.

    Das Balance-Musterportfolio der Deutschen Bank

    So könnte ein ausbalanciertes Portfolio aussehen (Quelle: etf.deutscheawm.com)

    Die richtige Diversifikation ist in weiten Teilen von den persönlichen Voraussetzungen abhängig. Dazu gehören beispielsweise das Alter und das Einkommensverhältnis. Die persönlichen Voraussetzungen entscheiden darüber hinaus auch über die eigentliche Sparmethode, die sich für den Anleger eignet. Schließlich gilt es im Portfolio allerdings, renditestarke Aktien, die hohe Verluste mitbringen können, mit Produkten zu verbinden, die geringe Kursschwankungen verzeichnen. Dazu gehören beispielsweise Anleihen, Edelmetalle oder Geldmarkt-ETFs.

    4. Fazit: Auf die Diversifikation muss geachtet werden

    Abschließend können wir festhalten, dass sowohl erfahrene als auch unerfahrene Anleger unbedingt auf die Diversifikation ihres Portfolios achten sollten. Haben Sie sich tatsächlich für die Kapitalanlage in ETFs entschieden, können Sie von zahlreichen Vorteilen profitieren, sofern Sie sich an einige Regeln halten. So sollten Sie sich beispielsweise bereits im Vorfeld so gut wie möglich über ETFs erkundigen und festlegen, wie Sie Ihr Portfolio gestalten möchten. Daraufhin gilt es, Aktien-ETFs, die hohe Gewinne und ebenso hohe Verluste mitbringen können, mit schwankungsarmen Produkten zu verbinden, die eventuelle Verluste abfangen können. Dazu gehören beispielsweise Anleihen, Edelmetalle oder Geldmarkt-ETFs – in welchem Verhältnis Sie diese Ihrem Portfolio jedoch hinzufügen möchten, müssen Sie ganz allein entscheiden.Teasergrafik_Content_Sparplan_v1

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