Wer sollte in CopyFunds investieren? – ein Muster-Anleger

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    eToro CopyFunds sind ein neuartiges Finanzinstrument, das ab sofort beim Broker eToro erworben werden kann. Dabei bieten die Fonds hohe Renditechancen, weisen aber auch ein nicht unerhebliches Anlagerisiko auf. Zudem müssen Trader mindestens 5.000 US-Dollar investieren, um Anteile an den Fonds erwerben zu können. Doch für wen lohnt sich das Investment in CopyFunds? Der Ratgeber beurteilt die neuen Finanzinstrumente und zeigt auf, wer CopyFunds kaufen sollte.

    Inhaltsverzeichnis
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      1.) Funktionsweise: Mix aus Investmentfonds und CFDs

      Schon der Name der CopyFunds verrät, worauf eToro mit diesem Finanzinstrument abzielt: eine Kombination aus Copy bzw. Social Trading und Investmentfonds. Der Ablauf einer Investition kurz vorgestellt:

      • Der Anleger sucht über die eToro Handelsplattform nach einem CopyFunds, der zu seinem derzeitigen Portfolio passt.
      • Es wird eine Investitionssumme gewählt und einmalig in den Fonds angelegt.
      • Anschließend verwaltet der CopyFunds das Kapital, indem er es in CFD-Positionen investiert.

      Durch diese breite Streuung des Geldes soll der Anleger nachhaltig höhere Renditen erwirtschaften, als wenn er das Kapital eigenständig an den Märkten anlegen würde. Anders als herkömmliche Fonds werden mit dem Geld der Trader jedoch keine Aktien oder Anleihen erworben, sondern CFD-Positionen eröffnet. Dabei sorgt ein komplexer Algorithmus für die Zusammenstellung der CopyFunds, damit menschliche Fehler ausgeschlossen werden können.

      Schon jetzt gibt es bei eToro zahlreiche CopyFunds, die unterschiedlichste Handelsstrategien verfolgen können. Insbesondere lassen sich die Fonds in zwei Kategorien unterteilen:

      • Top Trader Funds: Diese Fonds bestehen aus einem Portfolio an Top Tradern, die über die Handelsplattform von eToro eigenständig mit CFDs traden und dabei hohe Renditen erwirtschaften. Mit einer Investition folgt der Anleger somit diesen Tradern – genau wie beim Social Trading auch.
      • Market Funds: Hingegen wurden die Market Funds entweder von eToro selbst oder einem strategischen Partner aufgestellt. Ziel dieser Fonds ist es immer, eine spezifische Handelsstrategie zu verfolgen, die genau definiert ist. Dabei fokussieren sich die einzelnen Fonds in der Regel auf bestimmte Marktsegmente bzw. Branchen wie beispielsweise den Technologiesektor oder die Finanzbranche.

      Fazit: Schon bei einem ersten Blick auf die CopyFunds wird deutlich, dass es sich um ein recht risikoreiches Finanzinstrument handelt. Anders als herkömmliche Fonds erwerben die CopyFunds nicht etwa Anleihen oder Aktien, sondern streuen das Geld der Anleger auf eine Vielzahl von CFD-Positionen, die laufend eröffnet werden.

      eToro CopyFunds

      CopyFunds – Das Investmentprodukt des Brokers eToro

      2.) Rendite: Über 10 Prozent pro Jahr

      Ob die CopyFunds in das eigene Portfolio aufgenommen werden sollten, lässt sich am besten anhand des magischen Dreiecks der Geldanlage beurteilen:

      • Risiko
      • Rendite
      • Liquidität

      Es gilt, dass keine Geldanlage tatsächlich alle drei Anforderungen – also hohe Rendite, geringes Risiko, hohe Liquidität – erfüllen kann. Vor dem Hintergrund der eigenen Anlagepräferenzen muss sich der Investor für einen Mix aus diesen drei Kriterien entscheiden.

      Bezogen auf die Rendite ist festzuhalten, dass eToro mit den Fonds Gewinne im zweistelligen Bereich erwirtschaften möchte – und das im Durchschnitt. An dieser Stelle ist es jedoch noch nicht möglich, dieses ausgegebene Ziel tatsächlich zu überprüfen. Schließlich sind die Fonds noch vergleichsweise jung, es existieren keine verlässlichen Vergangenheitswerte, anhand derer eine Bewertung vollzogen werden könnte.

      Sehr wohl möglich ist es jedoch, eine erste Einschätzung der Vorteilhaftigkeit der Investition vorzunehmen. So sprechen durchaus einige Punkte dafür, dass eToro sein Ziel erreichen könnte:

      • Erfahrung: Als Broker ist eToro schon seit über 10 Jahren tätig, das Team des Unternehmens verfügt über noch weitaus mehr Erfahrung im Umgang mit den Märkten. Mit mehr als 4 Millionen registrierten Nutzern ist eToro zudem die größte Social Trading Plattform überhaupt. Dieses Know-how und die technische Infrastruktur hat eToro genutzt, um die CopyFunds zu entwickeln.
      • Diversifikation: Schon angesprochen worden ist, dass eToro das Kapital der Anleger möglichst breit auf eine Reihe von CFD-Positionen bzw. Basiswerten streut. So kann sich der Fonds effizient vor Schwächephasen in einzelnen Märkten absichern.
      • Algorithmus: Nicht ein Anlageberater oder Fondsmanager, sondern ein mathematischer Algorithmus sorgt für die Zusammenstellung der Portfolios. Dadurch können menschliche Fehleinschätzungen vermieden werden.
      • Allokation: Dieser Algorithmus ist es auch, der die Fonds laufend überwacht. Sollte es zu unerwünschten Entwicklung der CopyFunds kommen, würden diese automatisch angepasst.

      Auch ein Blick auf die Entwicklung großer Indizes wie DAX oder Dow Jones verrät, dass die Zielvorstellungen des Brokers zumindest nicht gänzlich aus der Luft gegriffen sind. Wer sein Kapital in den DAX investiert, kann auf lange Sicht mit durchschnittlichen Renditen von 8 bis 10 Prozent kalkulieren.

      Fazit: Mit seinen CopyFunds richtet sich eToro eindeutig an renditeorientierte Trader. Schließlich hat sich der Broker zum Ziel gesetzt, auf Dauer Renditen im zweistelligen Bereich zu erwirtschaften. Vor dem Hintergrund des Erfahrungsschatzes des Unternehmens und der Konzeption der Fond scheint diese Zielvorgabe zwar ambitioniert, aber keineswegs unrealistisch. Letztlich muss aber die Zeit zeigen, ob eToro die eigenen Ansprüche wirklich erfüllen kann.

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      3.) Risiko: Für aggressive Anleger geeignet

      „Keine Rendite ohne Risiko!“ – so heißt es an den Börsen. Und auch im Falle der CopyFunds gilt, dass Investitionen gewisse Gefahren bergen. So ist es theoretisch möglich, einen Totalverlust des Kapitals hinnehmen zu müssen. Allerdings gibt der Broker an, das Risiko durch verschiedene Mechanismen zu minimieren. Allen voran handelt es sich hierbei um den schon vorgestellten Algorithmus und die starke Diversifikation des Kapitals der Trader.

      Darüber hinaus ist es vor allem die Zeit, die dem Risiko entgegenwirkt. Wer sein Kapital schon nach wenigen Monaten wieder in Guthaben auf Girokonten umwandeln möchte, sollte nicht in CopyFunds investieren. Explizit weist eToro darauf hin, dass die Fonds auf eine mittlere bis lange Zeitspanne hin ausgelegt sind. So sollen kurzfristige Kursschwankungen ausgeglichen werden, die an den Märkten vollkommen normal sind.

      Wichtig ist, dass sich Trader auch des Risikos der CFD-Positionen bewusst sind. Diese Finanzderivate sind mit einem Hebel ausgestattet, der sowohl für hohe Gewinne als auch für ebenso große Verluste sorgen kann. Ein kurzes Beispiel:

      • Der CopyFunds eröffnet eine Call-Position auf den Dow Jones.
      • Eingesetzt werden 500 Euro, wobei der Hebel 1:10 betrage. Somit bewegt der CopyFunds effektiv 5.000 Euro an den Märkten.
      • Angenommen, der Dow Jones gewinnt in den kommenden Stunden um 5 Prozent an Wert. Hätte der Fonds ohne Hebel in den Index investiert, würde jetzt ein Gewinn von 25 Euro zu Buche stehen. Durch den eingesetzten Hebelfaktor verzehnfacht sich die Rendite jetzt allerdings und liegt bei 250 Euro.
      • Bezogen auf den Kapitaleinsatz ergibt sich eine Rendite von 50 Prozent. Aber: Wäre der Dow Jones um 5 Prozent eingebrochen, hätte der Fonds die Hälfte des investierten Kapitals verloren.

      Hilfreich ist es, wenn der Anleger bereits selbst mit CFDs gehandelt hat. Nur wer sich mit CFDs zumindest grundlegende auskennt, sollte letztlich in die CopyFunds investieren. Denn an der Börse gilt: „Kaufe nur solche Produkte, die du wirklich verstehst.“ Wozu Unwissenheit bei der Geldanlage führen kann, haben vor allem Zertifikate im Zuge der Finanzkrise 2008 demonstriert. Weil der Emittent Lehman Brothers Insolvenz anmelden musste, waren auch die von der Investmentbank emittierten Zertifikate wertlos. Vielen Anlegern war aber gar nicht klar, dass es bei diesem Finanzprodukt ein Emittentenrisiko gibt.

      Fazit: Das Risiko der CopyFunds ist nicht zu unterschätzen. Schließlich investieren die Fonds das Kapital in CFD-Positionen, die wiederum mit einem Hebel ausgestattet sind. In der Theorie ist ein Totalverlust des eingesetzten Geldes zumindest nicht auszuschließen, auch wenn der Fall vergleichsweise unrealistisch ist.

      eToro CopyFunds Investition

      Die Investition in die eToro CopyFunds ist unkompliziert

      4.) Liquidität: Auf mittlere bis lange Sicht ausgerichtet

      Bereits angesprochen worden ist, dass die CopyFunds in aller Regel über einen mittleren bis langen Zeitraum gehalten werden sollten. Rein theoretisch können Anleger ihre Anteile jedoch börsentäglich verkaufen, um das Kapital wieder in Sichtguthaben auf einem Girokonto umzuwandeln. Wirklich ratsam ist dies jedoch nicht, wie das folgende Beispiel zeigt:

      • Der Trader investiert 5.000 US-Dollar in einen CopyFunds. Er möchte das Kapital nach genau 2 Jahren wieder aus dem Fonds ziehen, um hiervon eine Anzahlung für einen Neuwagen finanzieren zu können.
      • Im ersten Jahr steigt der Wert seiner Anteile auf 7.500 US-Dollar an, weil der Fonds relativ hohe Gewinne erwirtschaftet.
      • Allerdings kommt es im zweiten Jahr zu einer Durstreckte, die den Fonds viel Kapital kostet. Das Vermögen beläuft sich jetzt nur noch auf 4.000 US-Dollar. Zieht der Anleger das Kapital jetzt aus dem CopyFunds, so wäre ein Verlust von 1.000 US-Dollar entstanden.
      • In den Folgejahren entwickelt sich der Fonds weiter volatil, wobei der Trend stetig nach oben zeigt. Beispielsweise beträgt der Wert im dritten Jahr 5.500 US-Dollar, im vierten 7.800 US-Dollar und im fünften 6.600 US-Dollar.

      Von einer solchen Volatilität sind praktisch alle Investments an den Finanzmärkten gekennzeichnet. Auch ETFs, Indizes oder einzelne Wertpapiere entwickeln sich nicht konstant in eine Richtung, vielmehr kommt es auf den Trend der Wertentwicklung an. Wer in CopyFunds investiert, sollte das Kapital für mindestens 5 bis 10 Jahre nicht benötigen. So können kurzfristige Wertschwankungen ausgesessen werden. Nähert sich dann der (grob) angepeilte Verkaufszeitpunkt, beobachtet der Trader die Kurse intensiver. Ist dann ein bestimmter Zielwert erreicht, werden die Anteile verkauft.

      Fazit: Zwar lassen sich Anteile an den CopyFunds täglich verkaufen, dies ist aber nicht sinnvoll. Denn die Finanzinstrumente zielen auf einen mittleren bis langfristigen Zeitraum ab. Wer das Kapital in zwei oder drei Jahren benötigt, sollte keine CopyFunds kaufen. Zu hoch ist die kurze Schwankungsanfälligkeit, die bei einem fixen Verkaufszeitpunkt fast immer zu Verlusten führt.

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      5.) Mindestinvestition: CopyFunds kaufen ab 5.000 US-Dollar

      CopyFunds richten sich also an risikobewusste Anleger, die mehrere Jahre auf ihr Kapital verzichten können. Bisher nicht angesprochen worden ist, wie es um die finanzielle Situation des Anlegers bestellt sein sollte. Grundsätzlich gilt, dass mindestens 5.000 US-Dollar in einen CopyFunds investiert werden müssen. Damit liegt die Einstiegshürde deutlich höher als etwa bei ETFs oder Investmentfonds, was mit der Konzeption des Fonds begründet wird.

      Denn CopyFunds investieren das Kapital der Trader in CFD-Positionen. Hierfür wird immer eine gewisse Margin (Sicherheitsleistung) beim Broker hinterlegt. Ist das verfügbare Handelskapital zu gering, könnte es bei den Investments zu Engpässen kommen. Um dies zu verhindern, hat sich eToro bewusst für die Grenze von 5.000 US-Dollar pro Fonds entschieden.

      Fazit: Wer CopyFunds kaufen möchte, muss mindestens 5.000 US-Dollar zur Verfügung haben. Andernfalls können keine Anteile an den neuartigen Finanzinstrumenten erworben werden, weil diese CFD-Positionen eröffnen. Hierfür wird wiederum eine gewisse Margin beim Broker hinterlegt- Würde das Handelskapital weniger als 5.000 US-Dollar betragen, könnte es hierbei leicht zu Engpässen kommen.

      eToro App

      eToro verfügt über eine eigene App für iOS und Android

      6.) Im Überblick: Ein typischer CopyFunds-Investor

      • Hat Erfahrung im Umgang mit CFDs
      • Kann sein Kapital für mehrere Jahre entbehren
      • Notfalls könnte auf das investierte Geld komplett verzichtet werden
      • Strebt eine hohe Rendite an
      • Wertschwankungen sorgen nicht für Panik
      • Mindestens 5.000 US-Dollar verfügbar

      7.) Alternativen zu CopyFunds

      Die im vorherigen Abschnitt genannten Eigenschaften muss ein Trader nicht zwangsweise erfüllen, um in CopyFunds investieren zu können. Letztlich muss jeder Anleger vor dem Hintergrund der eigenen Präferenzen entscheiden, inwiefern ein solches Investment für ihr persönlich Sinn ergibt. Wer zu dem Schluss kommt, dass CopyFunds nicht zum eigenen Portfolio passen, kann auf eine ganze Reihe von Alternativen zurückgreifen. Die wichtigsten und besten in der Übersicht:

      AlternativeBeschreibung
      ETFSogenannte Exchange Traded Funds sind passiv gemanagte Investmentfonds. Ihr Ziel ist es, die Entwicklung eines bestimmten Indizes (DAX, Dow Jones o.ä.) möglichst genau abzubilden. Damit eignen sich die Produkte vor allem für den langfristigen Aufbau von Vermögen, zumal sie äußerst kostengünstig sind.
      CFD-TradingWer hingegen das Risiko nicht scheut, aber seine Gewinne auf kurze Sicht erzielen möchte, kann auch eigenständig mit CFDs traden. Allerdings sollten sich Anleger des hohen Risikos bewusst sein und über ausreichend Kapital verfügen, um mögliche Verluste decken zu können.
      Social TradingEbenfalls kurzfristig ausgerichtet ist das Social Trading, auf dessen Prinzip die CopyFunds basieren. Der große Vorteil besteht darin, dass Trader bei eToro schon ab 1.000 US-Dollar selbst anderen Signalgebern folgen können.

      Fazit: Wem die Einstiegssumme bei den CopyFunds oder das Risiko zu hoch ist, der kann auf andere Finanzinstrumente zurückgreifen. ETFs eignen sich hervorragend für den langfristigen Vermögensaufbau, Social Trading und CFD-Trading erwirtschaften hingegen kurzfristig hohe Erträge.

      8.) Fazit: CopyFunds für risikobewusste Trader

      Mit den eToro CopyFunds haben Anleger Zugriff auf ein recht risikoreiches Finanzinstrument, das allerdings Renditen im zweistelligen Bereich verspricht. Allerdings weist der Broker darauf hin, dass die Gewinne auf mittlere bis lange Sicht erwirtschaftet werden sollen. Kurzfristig orientierte oder besonders sicherheitsbewusste Anleger sollten daher nicht in die CopyFunds investieren. Alle anderen Trader müssen über mindestens 5.000 US-Dollar an freiem Kapital verfügen, um die Fonds ins eigene Portfolio aufnehmen zu können.

      Wichtig ist es dabei auch, das Finanzprodukt wirklich vollständig zu verstehen. So kaufen die Fonds keine Anleihen oder Aktien, sondern investieren das Kapital der Anleger in CFD-Positionen. Wer CFDs versteht, risikobewusst ist und über die geforderte Mindestinvestitionssumme verfügt, kann sich intensiver mit einem Investment in CopyFunds befassen.

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