Was ist ein Covered Call ETF?

ETFs bieten Anlegern in der Regel gute Renditechancen bei langfristigen Anlagen. Ein Nischenprodukt sind dabei Covered Call ETFs, die aber regelmäßige monatliche Renditen versprechen. Diese ETFs gibt es beispielsweise auf Nadaq-Indizes oder den S&P 500.

Covered Call ETFs arbeiten mit gedeckten Kaufoptionen. Bei dieser Handelsstrategie werden Wertpapiere und Optionen verbunden. Auch der Name Buy-Write-Strategie ist für diese Strategie geläufig. Anleger sollten sich vorab mit dieser besonderen Form von ETFs gut auseinandersetzen.

Daher sind Covered Call ETFs insbesondere für erfahrene Anleger geeignet. Als Diversifikation zum Depot neben anderen ETFs und vielleicht auch Aktien können sie je nach Anlagestrategie durchaus vielversprechend sein, insbesondere bei langfristigen Anlagen.

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Kombination aus Aktienkauf und Optionen

Icon Daumen HochBei gedeckte Kaufoptionen kaufen Anleger einen Basiswert und verkaufen zugleich eine Kaufoption auf den Basiswert. Damit ist die eigentlich offene Position durch den Basiswert gedeckt. Diese Funktion kann auch zur Absicherung eines Investments genutzt werden.

Einen Gewinn erhält der Anleger aus dem Verkauf der Option. Um einen Gewinn zu erzielen, darf der Basiswert aber am Ausübungsdatum nicht unter dem Ausübungspreis minus dem Break-Even-Kurs liegen.

Der Break-Even-Kurs ist in diesem Fall der Wert zum Verkaufszeitpunkt. Unter dem Break-Even-Kurs versteht man in der Regel den Kurs des Basiswerts bei Optionen, bei dem die Long-Position einen Gewinn oder Verlust erzielt, wenn die Optionsprämie abgezogen wurde.

Wann sich ein Verkauf lohnt und was nun der Sweet Spot ist, ist mit den Zielen des Verkäufers verbunden. Wer zusätzliches Einkommen generieren will, ist der Verkauf der Aktien oft nicht das Ziel und der Strike wird im besten Fall nicht erreicht. Unter Strike wird der Ausübungspreis zu einem bestimmten Datum verstanden.

Möchten Anleger aber einen weiteren Verkaufserlös erhalten, sollte der Aktienkurs den Strike überschreiten. Dann ist der Covered Call eine Alternative zu einer normalen Verkaufsorder. Ein deutliches Überschreiten des Strikes ist aber in der Regel nicht gewünscht.

Covered Call ETF
Covered Calls ETFs Kaufoption/ Bilderquelle: Open Studio/ shutterstock.com

Covered Calls eher selten eingesetzt

Icon TippCovered Calls werden eher selten eingesetzt und meist verwendet, wenn ein Anleger davon ausgeht, dass der Kurs zum Ende der Laufzeit der Option gleich ist. Anleger sollten daher prüfen, ob Covered Calls und Covered Call ETFs zu ihrer Anlagestrategie passen.

Der Kurs des Basiswerts steigt oder fällt also nur leicht. Bei Covered Calls kommt ein sogenanntes asymmetrisches Auszahlungsprofil zum Tragen. Dabei sind Gewinn immer auf den Ausübungspreis beschränkt, während Verluste aber ab dem Break-Even-Kurs in voller Höhe anfallen.

Der Break-Even-Punkt ist meist so hoch wie der Strike minus der Optionsprämie. Somit ist dieser Wert meist geringer als der Aktienkurs zum Zeitpunkt des Verkaufs.

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Aussicht auf regelmäßige Renditen

Icon Mobile TradingMit einem Coverded Call sind die Chancen auf stabile Renditen gut, was auch bei Covered Call ETFs ein Vorteil ist. Diese ETFs sind jedoch eher ein Nischenprodukt. Wer diese ETFs handeln möchte, sollte jedoch die Grundlagen von Optionsstrategien mit Kauf- und Verkaufsoptionen verstehen.

Wichtig sind dabei

  • der Ausübungspreis
  • die Laufzeit einer Option und
  • die Größe der Option.

Eine Kaufoption ist ein Vertrag zwischen dem Käufer und dem Verkäufer einer Option. Der Käufer wird auch als Eigentümer bezeichnet, der Verkäufer als Stillhalter. Der Eigentümer hat das Recht, einen Basiswert innerhalb einer bestimmten Laufzeit zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.

Covered Call ETF
Ein Trader freut sich über seine Covered Calls ETFs Entwicklung/ Bilderquelle: Dusan Petkovic/ shutterstock.com

Icon StiftDie Gültigkeit einer Option umfasst immer einen bestimmten Zeitraum. Der Käufer hat das Recht, einen Basiswert bis zum Ablaufdatum zum Ausübungspreis zu kaufen. Die Verfallsdaten sind sehr unterschiedlich, wobei es sich aber häufig um wöchentliche Optionen handelt, die freitags ablaufen.

Je länger das Fälligkeitsdatums weg ist, umso mehr ist eine Option wert. Aktienoptionen können früher als Indexoptionen ausgeübt werden. Der Stillhalter erhält eine bestimmte Summe als Prämie oder Vergütung.

Der Optionskontrakt umfasst in der Regel 100 Aktien. Sobald der Stillhalter den Basiswert besitzt und eine Long-Position hält, wird die Option Covered Call genannt. Zur Durchführung einer Covered-Call-Strategie werden 100 Aktien für jeden Call-Kontrakt benötigt, die der Anleger verkaufen will.

Eine Kauf-Stillhalte-Transaktion ist, wenn der Anleger 100 Aktien kauf und zugleich eine Call-Option auf diese eingeht. Der Anleger verkauft so das Recht, 100 Aktien, die er besitzt, innerhalb einer bestimmten Laufzeit zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.

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Covered Calls zur Absicherung nutzen

Icon HakenDamit ist ein Covered Call bzw. eine Covered Call Strategie eine Absicherungsstrategie. Auch Covered Call ETFs sind streng genommen mit vergleichsweise wenig Risiko verbunden, wenn sich Anleger ein wenig mit diesen ETFs auskennen.

Der Stillhalter kann die Aktien liefern, wenn sie abgerufen werden. Der Covered Call ist eine Option, die durch einen Basiswert gedeckt ist. Dazu müssen aber genug Basiswerte hinterlegt sein, falls am Fälligkeitsdatum der Strike überschritten wird.

Anleger können einen Covered Call für Gewinnmitnahmen bei Aktien nutzen. Zusätzliches Einkommen für das Aktiendepot ist so ebenfalls möglich. Wird am Fälligkeitsdatum der Strike nicht erreicht, profitiert der Anleger von

  • Dividenden
  • Kurssteigerungen und
  • einer Optionsprämie.

Kauft der Anleger die Aktie zum gleichen Zeitpunkt, an dem er die Option verkauft, kann er so auch den Einkaufspreis von Aktien senken. Je nach Anlagestrategie sind Covered Calls mit kürzerer Laufzeit besser geeignet. Zudem sollte der Call mit einer Mindestprämie auf den aktuellen Aktienpreis verkauft werden.

Covered Call ETF
Sparen mit Covered Calls ETFs/ Bilderquelle: lovelyday12/ shutterstock.com

Strategie in mehreren Marktphasen nutzbar

Eine Covered Call Strategie ist in

  • leicht steigenden
  • leicht fallenden oder
  • neutralen Märkten

sinnvoll. Anleger sollten aber die Bereitschaft mitbringen, ihre Aktien oder einen anderen Basiswert zu verkaufen. Dennoch sind Covered Calls und Covered Call ETFs damit ein sehr flexibles Finanzinstrument.

Der maximale Gewinn eines Covered Calls errechnet sich durch Strike minus aktuellem Aktienpreis plus der Optionsprämie. Anleger können bei sinkenden Kursen maximal den Wert der Aktie verlieren. Zudem ist eine geringe oder abnehmende Volatilität bei Covered Calls ein Vorteil.

Eine Covered Call Strategie ist recht unabhängig von

  • Marktereignissen
  • Quartalszahlen eines Unternehmens oder
  • Dividende.
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Bedeutung von Dividenden bei Covered Calls

Icon Blatt StiftDividenden spielen aber dennoch eine Rolle und Dividenden Aktien sind oft auch Teil von Covered Call ETFs. Ist die Dividende höher als der noch übrige Zeitwert der Option, so kann der Fall eintreten, dass die Option vorzeitig ausgeführt wird.

Zudem können Aktien so geschickt gekauft bzw. verkauft werden, dass Anleger von einer Dividende des Unternehmens profitieren. In diesem Fall entfällt womöglich aber der Restwert der Option. Dies ist also nur sinnvoll, wenn die Dividende im Vergleich besonders hoch ist.

In der Regel wird ein Covered Call nicht vorzeitig ausgeübt. Eine mögliche Dividendenzahlung ist eine von nur sehr wenigen Ausnahmen.

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Ein Mann tradet Covered Calls ETFs am PC/ Bilderquelle: ImageFlow/ shutterstock.com

Vor- und Nachteile von Covered Calls

Icon PC TradingAnleger profitieren mit Covered Calls in allen Marktphasen und könnten passende Strategien auch zum Hedgen einsetzen. Die Cashflow-Rendite verbleibt in jedem Fall beim Anleger. Kursgewinne können den Gewinn ansteigen lassen.

Vorteile von Covered Calls:

  • zusätzlicher Cashflow wird generiert
  • zusätzliche Dividendenzahlungen möglich
  • leichte Hedging-Wirkung in sinkenden Märkten

Das Risiko der Covered Call Option hängt immer von der Aktie ab und wird durch die Option nicht vergrößert.

Nachteile von Covered Calls:

  • nur begrenzte Aktiengewinne
  • nur geringe Prämien bei günstigen Aktien
  • bei hohen Buchgewinnen fallen Steuern an
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Gewinne sind begrenzt

Icon GewinnDie Gewinne aus der eigentlichen Anlage in Aktien werden begrenzt. Dies ist insbesondere dann ein Nachteil, wenn Anleger viele Aktien in ihrem Depot über Covered Calls handeln.

Erfolgreiche Aktien steigen in ihrem Kurs und können so bei einem späteren Verkauf hohe Gewinne versprechen. Ist eine Aktie weniger erfolgreich, bewegt sie sich oft eher in Seitwärtsphasen.

Diese Aktien könnten in Coverd Calls wertlos verfallen. Im schlimmsten Fall fallen so lukrative Aktien aus dem Depot und weniger erfolgreiche Aktien bleiben weiter darin.

Bei besonders günstigen Aktien sind die Optionsprämien oft nicht besonders hoch. Dies lohnt sich somit für viele Anleger schlicht nicht; auch, da noch Gebühren hinzukommen. Ohnehin fallen Call-Prämien meist geringer aus als Put-Prämien. Oft lohnt sich ein Covered Call erst dann, wenn die Aktie über 50 Dollar wert ist.

Halten Anleger eine Aktie sehr lang, entstehen oft hohe Buchgewinne. In diesem Fall müssen die Buchgewinne bei Gewinnen aus einem Covered Call versteuert werden.

Dies kann in einigen Fällen eine hohe Summe bedeuten. Daher sollten Anleger bei der Wahl ihrer Strategie darauf achten, geschickt vorzugehen, um hohe Steuernachzahlungen zu vermeiden.

Denkbar ist, die eigentliche Ausübung zu vermeiden oder hinauszuzögern. Bei Kapitalgesellschaften fällt auf Gewinne aus Aktien nur ein geringer Steuersatz an.

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Covered Calls ETFs Kurs/ Bilderquelle: GGG999/ shutterstock.com

Zwischenfazit zu Covered Call ETFs

  • Einige Covered Call ETFs auf US-Indizes
  • Covered Calls verbinden Aktien und Optionen
  • Grundlagen von Kaufoptionen verstehen
  • Vorteile durch regelmäßige Auszahlungen
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Einige Covered Call ETFs handelbar

Icon NewsNun gibt es auch einige EFTs, die solche Geschäfte zusammenfassen, darunter der Global X Nasdaq 100 Covered Call ETF. Alle Aktien im ETF werden monatlich über Call-Optionen verkauft.

Indexoptionen können im Gegensatz zu Aktienoptionen nicht vorzeitig ausgeführt werden und werden in bar abgerechnet, nicht über den Indexwert. Wichtig ist daher, wie der Index am Ende des Monats abschneidet. Kursschwankungen im Monatsverlauf sind nicht wichtig.

Im Global X Nasdaq 100 Covered Call ETF sind über 100 Werte vertreten, darunter

  • Apple
  • Amazon
  • Microsoft und
  • Facebook.

Die zehn größten Positionen im ETF machen mehr als die Hälfte des Gesamtvermögens von über eine Milliarde Dollar aus. Der ETF zahlt monatlich Gelder aus und besteht schon seit 2013.

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Gespräche über Covered Calls ETFs/ Bilderquelle: PaeGAG/ shutterstock.com

Immer, wenn eine Call-Option verkauft wird, erhält der Fonds eine Prämie durch den Käufer der Option. So könnten zusätzliche Renditen an die Anleger ausgezahlt werden.

Einen Teil der Einnahmen will der NASDAQ 100 Covered Call ETF am Ende des Monats an die Anleger abgeben. Jeden Monat wiederholen sich die entsprechenden Vorgänge, sodass Anleger auch in Seitwärtsphasen profitieren. Zudem haben Anleger einen gewissen Schutz bei fallenden Märkten.

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Nur wenig Gewinne in steigenden Märkten

Icon FazitGedeckte Stillhaltergeschäfte begrenzen die Gewinne des ETFs in einem steigenden Markt und auch die monatlichen Calls begrenzen die Rendite. Anleger geben bei Covered Call ETFs eine Gegenleistung, damit sie regelmäßig Prämien bekommen.

Mögliche Kursgewinne spiele daher kaum noch eine Rolle. Dies wird in den Informationen zu Fonds nochmals genauer erläutert, sollten Anleger aber bei ihrer Entscheidung für oder gegen den ETF berücksichtigen.

Aufgrund des Risikos ist ein Covered Call ETF nicht für jeden Anleger ideal. Wer jedoch regelmäßige Zahlungen wünscht und auf Kurssteigerungen verzichten kann, kann sich für dieses ETF entscheiden.

Wichtig ist aber, ein Verständnis für Covered Call ETFs zu entwickeln, da hier die Funktionsweise nicht so leicht ist wie bei klassischen ETFs. Zudem kann die steuerliche Behandlung anders sein als bei normalen ETFs.

Covered Call ETF
Charts von Covered Calls ETFs am Laptop/ Bilderquelle: Peshkova/ shutterstock.com

Icon GlühbirneDas Angebot an Covered Call ETF für Deutschland ist bisher noch klein und auch nicht alle Broker haben diese ETFs im Angebot. An der Frankfurter Börse kann der DAXplus Covered Call gehandelt werden.

Dieser bildet das Covered Call Writing in den 30 DAX®-Werten ab. Hierauf gibt es auch ETFs.

Broker scheinen aufgrund regulatorischer und steuerrechtlicher Fragen zurückhaltend bei Covered Call ETFs zu sein. Daher kann die Suche nach einem passenden Broker für Covered Call ETFs etwas aufwendiger sein.

Es gibt einige Covered Call ETFs, beispielsweise auf den S&P 500 oder den Nasdaq 100. Beim US Equity Defensive Covered Call Index bekommen Anleger beispielsweise über eine gedeckte Kaufoption, einen sogenannten Covered Call, Zugang zum S&P 500. Ein Covered Call beschreibt das Halten eines Basiswerts mit dem Verkauf von Kaufoptionen auf den gleichen Basiswert.

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Covered Call ETF auf den S&P 500 als Alternative

Icon Social TradingEine Alternative zum Global X Nasdaq 100 Covered Call ETF ist der UBS ETF (IE) US Equity Defensive Covered Call SF UCITS ETF (USD). Der UBS ETF (IE) US Equity Defensive Covered Call SF UCITS ETF (USD) hat eine Fondsgröße von fünf Millionen Euro und ist ein synthetischer ETF.

Der EFF wurde jedoch erst Mitte 2020 aufgelegt und ist daher noch ein sehr junger Fonds. Der ETF ist thesaurierend und investiert damit Dividenden wieder. Die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Indexes wird über Swap-Geschäfte abgebildet.

Auch auf den Stoxx 500 gibt es mit dem Euro Equity Defensive Covered Call Index einen Covered Call ETF. Dieser ist thesaurierend und weist ein Fondsvermögen von drei Milliarden Euro auf. Diese ETF wurde jedoch ebenfalls erst 2020 aufgelegt.

Anleger, die Covered Call ETFs handeln wollen, sollten

  1. Wissen über Covered Calls und Covered Call ETFs sammeln
  2. prüfen, ob der ETF zu ihrer Anlagestrategie passt
  3. die Chancen und Risiken kennen
  4. einen Broker finden, der einen Covered Call ETF anbietet
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Ein Mann begutachtet Charts von Covered Calls ETFs am Smartphone/ Bilderquelle: VideoFlow/ shutterstock.com

Anleger auf der Suche nach sicheren Anlagen

Icon StrategieGerade in turbulenten Börsenzeiten mit hoher Volatilität suchen Anleger eine Anlage, die sie als sicher einschätzen. ETFs gelten ohnehin insbesondere aufgrund ihrer breiten Diversifikation als recht sichere Anlage.

Im Vergleich zu Einzelaktien kann auch einmal eine Aktie im Fonds schwächeln. Andere Aktien gleichen dies dann wieder aus.

Natürlich gibt es auch bei ETFs sicherere und weniger sicherere ETFs. ETFs auf große und bekannte Indizes gelten als besonders sicher, während beispielsweise Schwellenländer-ETFs etwas risikoreicher sind.

Um sich weiter abzusichern, nehmen Anleger verschiedenste ETFs in ihr Portfolio auf. Covered ETFs sind womöglich für Anfänger weniger geeignet, aber auch andere ETFs, beispielsweise auf dividendenstarke Aktien, versprechen ein regelmäßiges, passives Einkommen.

Anleger investieren oft auch in dividendenstarke Aktien, um von hohen Dividenden zu profitieren. Dies sind meist Aktien von Unternehmen, die schon lange am Markt sind und ein stabiles Geschäftsmodell vorweisen können.

Bei ETFs profitieren Anleger bei thesaurierenden wie auch bei ausschüttenden ETFs von Dividenden. Bei thesaurierenden ETFs werden die Dividenden aber direkt wieder angelegt. Wer also wirklich Wert auf regelmäßige monatliche oder jährliche Zahlungen legt, sollte einen ausschüttenden ETF wählen.

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ETF mit sicheren Renditen

Icon InfoIn Zeiten hoher Volatilität suchen viele Anleger aber nach Finanzinstrumente, die stabile Renditen versprechen, wie zum Beispiel der REIT ETF. Daher können Covered Call ETFs für erfahrene Anleger, auch Kleinanleger, insbesondere in Zeiten hoher Inflation und geopolitischer Krisen eine Option sein.

Im Übrigen sind Optionen für viele Anleger nicht geeignet und viele Broker haben dieses Finanzinstrument vor einigen Jahren aufgrund europäischer Gesetze zum Anlegerschutz aus ihrem Angebot herausgenommen. Damit sind Covered Call ETFs eine Option, um zumindest indirekt in Optionen zu investieren.

Ein Risiko bei ausschüttenden Covered Call ETFs ist, dass die monatlichen Ausschüttungen nicht immer gleich sein können. Waren die Call-Optionen im abgelaufenen Monat weniger erfolgreich, kann die Ausschüttungssumme am Monatsende geringer ausfallen.

Bei erfolgreichen Calls spricht man übrigens von „im Geld“ bzw. „in the money“, bei erfolglosen Calls von „wertlos“. Wie ein Fonds hier vorgeht, erfahren Anleger in den Produktinformationen, die sie genau prüfen sollten.

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Ein Mann tradet Covered Calls ETFs am Smartphone/ Bilderquelle: Andrey Popov/ shutterstock.com

Fazit: Covered Call ETFs mit monatlichen Auszahlungen

Icon Blatt StiftCovered Call ETFs sind für langfristig orientierte Anleger geeignet, denen Kursgewinne weniger wichtig sind als regelmäßige monatliche Einnahmen. Die zugrunde liegenden Kaufoptionen verbinden Aktien und Wertpapiere.

Vorab sollten sich Anleger aber gut mit diesen ETFs vertraut machen und sich über die Chancen und Risiken bewusst sein. Der nächste Schritt ist dann die Wahl eines Brokers, der Covered Call ETFs anbietet. Vor allem ETFs auf den Nasdaq und den S&P 500 sind derzeit handelbar.

Die Suche nach einem passenden Broker könnte etwas länger dauern, da nicht alle Broker Covered Call ETFs im Angebot haben. Dennoch könnten sich diese ETFs bei erfahrenen Anlegern als Beimischung zum Depot lohnen.

Bilderquelle:

  • shutterstock.com
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