ETF Aktien und ihr Potenzial zur Vermögenssteigerung

Aktienindexfonds bieten Anlegern einen neuen Zugang auf den Aktienmarkt

Gerade in Zeiten niedriger Leitzinsen werden die Anleger wagemutiger um von ihrem angesparten Vermögen profitieren zu können. Da lag schon immer die Investition in Aktien nahe. Hier gibt es inzwischen auch noch andere Mittel, wenn man nicht unbedingt als Aktionär auftreten will oder kann. Eine Möglichkeit ist die passive Investition in Aktion mittels ETF Aktien. Doch was bedeutet das genau und was sind eigentlich Aktienindexfonds? Ausführliche Antworten finden Sie in folgendem Ratgeber.

Die wichtigsten Fakten zum Thema „ETF Aktien“ im Überblick:

  • Aktien sind Anteile an Unternehmen.
  • Aktien können nach Stimmrecht, Beteiligungsart, Ausgabezeitpunkt und Übertragbarkeit unterschieden werden.
  • Ein Börsenindex setzt sich aus der Wertentwicklung der enthaltenen Unternehmen zusammen.
  • Der Aktienindexfonds gibt die Wertentwicklung des Börsenindex wieder.
  • Der Aktienindexfonds wird auch ETF genannt.

Was sind Aktien und wie werden sie definiert?

Aktien zählen zu den Wertpapieren. Die Besonderheit liegt darin, dass die Käufer der Aktien rechtlich den Status als Miteigentümer bekommen. Sie werden mit dem Kauf der Aktien an den Gewinnen beteiligt und haben unter den Verlusten zu leiden. Im Insolvenzfall werden die Anteilseigner, also die Aktionäre nachrangig behandelt, sofern sie keine anderweitigen Absicherungen haben. Im Gegenzug erhalten die Aktionäre ein Stimmrecht. Dieses können sie dann auf der Aktionärsversammlung ausüben. Natürlich können die Aktionäre an der Geschäftspolitik nicht viel ändern, aber welche Außenwirkung verstimmte Aktionäre haben können, weiß die Deutsche Bank nur allzu gut.

ETF Aktien

Aktien weisen verschiedene Unterscheidungsmerkmale auf

Aktien können in verschiedene Kategorien unterteilt werden. Da wäre zu allererst die Beteiligungsart. Hier können Stückaktien und Nennwertaktien unterschieden werden. Nennwertaktien werden zu einem bestimmten Wert ausgegeben, der mindestens ein Euro sein muss. Der Nennbetrag und der Marktwert unterscheiden sich zumeist. So können zum Beispiel für den Nennwert von 100 Euro Aktien erworben werden. Beträgt der Marktwert zu dem Zeitpunkt 95 Prozent, so muss nur ein Betrag von 95 Euro bezahlt werden, es werden aber Aktien zu einem Nennwert von 100 Euro verbrieft. Mit den Stückaktien werden anteilig Stücke vom Unternehmen erworben. Auch diese müssen mindestens einen Euro an Wert besitzen. Die Stückaktien werden zu ihrem tatsächlich anteiligen Wert gekauft. Ist ein Stück 1,30 Wert, so müssen für 100 Aktien auch 130 Euro bezahlt werden.

Zudem gibt es verschiedene Formen der Übertragbarkeit. So gibt es Aktien die frei zwischen den Aktionären am Börsenmarkt gehandelt werden können, ohne dass das Unternehmen Einfluss darauf hätte. Andere können nur mit Zustimmung des Unternehmens an andere Aktionäre weiterverkauft werden oder sie unterliegen sogar einem totalen Veräußerungsverbot und müssen an das Unternehmen zurückgegeben werden. Damit wollen sich einige Unternehmen auch das Recht vorbehalten die Zusammensetzung der Aktionäre selber zu bestimmen.

Wie bereits erwähnt sind Aktien mit Rechten und Verpflichtungen ausgestattet. Die normale Aktie mit Stimmrecht und Status eines Miteigentümers wird als Stammaktie bezeichnet. Die Besitzer einer Vorzugsaktie können in unterschiedlicher Weise profitieren. So können die Aktionäre bei Ausschüttungen bevorzugt behandelt werden, bei Insolvenzen vorrangig behandelt werden oder bei Abstimmungen höher bewertet werden. Mehrfachstimmrecht ist allerdings in Deutschland verboten.

Kommt es nach einer gewissen Geschäftsdauer zu weiteren Ausschüttungen, meistens um Fremdkapital zu generieren, so werden die neuen Aktien auch als „junge Aktien“ bezeichnet. Nun kommt eine Rechnung in Gang um die bisherigen Aktionäre nicht zu benachteiligen. Sie erhalten für jede in ihrem Besitz befindliche Aktie ein Bezugsrecht für die jungen Aktien. Wie viele alte Aktien für eine neue Aktie notwendig sind, wird aus dem Nennwert und Börsenwert berechnet.

Aktionäre erhalten von den Unternehmen eine jährliche Beteiligung am Gewinn. Wie hoch dieser ist, hängt zum einen von der Höhe des Umsatzes und den laufenden Kosten ab und zum anderen vom guten Willen des Vorstands und Aufsichtsrats. Diese unterliegen jedoch bestimmten gesetzlichen Vorschriften, sodass eine Nullrunde, also keine Dividendenausschüttung, nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Da Unternehmen auf dem Börsenmarkt viel nach der Höhe ihrer Dividenden beurteilt werden, sollte man sich solch ein Vorgehen als Vorstand und Aufsichtsrat auch sehr gut überlegen.

Aktien sind Wertpapiere, die dem Aktionär einen Anteil an dem Unternehmen sichern. Hierfür erhalten sie regelmäßig Dividenden und ein Stimmrecht. Bei den Aktien sind verschiedene Ausformungen anhand der Beteiligungsart, der Übertragbarkeit, der Rechte und des Ausgabezeitpunkts zu unterscheiden.

Was ist ein Börsenindex?

Der Börsenindex kann auch als Kursindex bezeichnet werden. Beim Kursindex sollen die Schwankungen der Aktienwerte dargestellt werden. Dabei stellen die Kursindizes nur ein bestimmtes Marktsegment dar. So können mit den Indizes die Wertentwicklungen von Small- und Midcaps, branchenspezifische oder auch die 50 stärksten Unternehmen in Sachen Dividendenausschüttung dargestellt werden.

Der Vorteil dieser Indizes ist, dass eine Stimmung in bestimmten Branchen wiedergegeben werden kann. Der Index bildet einen Mittelwert der darin enthaltenen Unternehmen. So wird die Stimmung nicht an einem Unternehmen alleine abgebildet, sondern an mehreren. Ansonsten würde die Pleite eines Unternehmens gleich den Untergang einer ganzen Branche vorhersagen. Doch inwiefern ist es wichtig Stimmungen auf dem Markt richtig einzuschätzen?

Um sich sicher an der Börse bewegen zu können, ist es essenziell, dass man einen Überblick über das Marktgeschehen hat. Selbst wenn man sich auf einen bestimmten Sektor spezialisiert hat und vornehmlich die Marknachrichten aus diesem Bereich verinnerlicht, ist es auch wichtig andere Märkte im Blick zu haben. So hängen fast alle Branchen direkt oder indirekt mit der Rohstoffbranche zusammen. Auch sind Währungsindizes bei international tätigen Branchen stets im Auge zu behalten.

Da es schwierig ist alle Märkte mit all ihren Facetten im Auge zu behalten, greift man hier auf die Indizes zurück. Hier kann anhand des Kursverlaufs bereits im groben abgelesen werden in welche Richtung der Weg führen wird. Bei starken Schwankungen und unerwarteten Kurseinbrüchen oder Kursausschlägen kann der Markt dann einer genaueren Betrachtung unterzogen und auf relevante Vorkommnisse hin gescannt werden.

Der Börsenindex gibt die Wertentwicklung bestimmter Marktsegmente wieder. Anhand dessen kann eine Stimmung abgelesen werden, die unter Umständen auch andere Branchen beeinflusst. Der Börsenindex dient dazu sich einen Überblick über den Markt zu verschaffen.

In welchem Zusammenhang stehen der Aktienindex und die ETF?

ETF ist der Fachbegriff für Aktienindexfond. Aktienindizes bilden die Wertentwicklung einer bestimmten Branche ab. Aktienindexfonds bilden wiederum die Wertentwicklung dieses Aktienindexes ab. Sie sind übersichtlicher als Aktienfonds, da die Aktienindizes nach klaren Kriterien zusammengesetzt werden. Bei Aktienfonds bestimmten Fondsmanager die Zusammensetzung der Fonds. Diese handeln nicht unbedingt nach klaren Kriterien, sondern scannen den Markt auch nach Hinweisen ab und setzen den Fonds dementsprechend neu zusammen.

Dieses Vorgehen ist bei ETFs nicht möglich. Die Aktienindizes, die ihnen zugrunde liegen haben klare Vorgaben denen gefolgt wird. So gibt es Indizes, die die 15 erfolgreichsten Unternehmen der europäischen Währungsunion beinhalten. Dabei ist ganz klar geregelt anhand welcher Kriterien ein Unternehmen als erfolgreich angesehen wird und welche Nebenbedingungen noch zu erfüllen sind. Die ETFs müssen von einer Regulierungsbehörde genehmigt und überwacht werden.

Dank der klaren Regelungen zur Zusammensetzung der Aktienindizes benötigen die Aktienindexfonds im Gegensatz zu den Aktienfonds keinen Fondsmanager. Dies bringt nicht nur die bereits erwähnte Transparenz, sondern auch ein kostengünstigeres Anlagepaket mit sich, da weniger Verwaltungsgebühren anfallen. Außerdem zählen ETF Aktien zum Sondervermögen. Im Insolvenzfall des Emittenten ist das Kapital also geschützt. Die ETF Aktien sind rund um die Uhr an der Börse handelbar.

Eine Waage mit den Vor- und Nachteilen von ETFs

Auch wenn die Vorteile von ETFs überwiegen, sind die Nachteile nicht zu unterschätzen

Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass beim Handel mit ETF Aktien auch Totalverluste des eingesetzten Kapitals möglich sind. Verhält sich der Index nicht so wie erwartet, wird auch der abgeleitete ETF an Wert verlieren. Außerdem sieht man sich bei Interesse an den ETFs auch einer ungeheuren Fülle an Angeboten gegenüber. Diese zu durchforsten und festzustellen, welche Faktoren Berücksichtigung finden ist auch bei aller Transparenz eine Herausforderung.

Aktienindizes können zu einem Aktienindexfonds zusammengefasst werden, welcher auch als ETF bezeichnet wird. Dabei bilden ETFs die Wertentwicklung des Aktienindex ab. Im Gegensatz zu Aktienfonds folgen ETFs einer klaren Regelung. EFT Aktien werden zum Sondervermögen gezählt und fallen dadurch unter die Regelungen zur Einlagensicherung.

Fazit: Mit Aktienindexfonds das Risiko minimieren

Aktienindexfonds bilden die Wertentwicklung von Aktienindizes ab. Ein Aktien-, Kurs- oder Börsenindex gibt die Stimmung bestimmter Marktsegmente wieder. Dabei setzen sich die Unternehmen, die von den Indizes abgebildet werden nach festen Kriterien zusammen und können nicht aufgrund von Spekulationen ausgetauscht werden. Die Zusammensetzung von Indizes beruht also im Gegensatz zu Aktienfonds auf Fakten und wird nicht durch einen Fondsmanager verwaltet.

Aktienindexfonds oder kurz ETF Aktien spiegeln die Stimmung auf dem Wirtschaftsmarkt wieder. Anhand dessen kann auch in fachfremden Branchen ein grober Überblick behalten werden. Die ETF Aktien haben zudem den Vorteil, dass sie zum Sondervermögen gezählt werden und damit vor dem Insolvenzfall des Emittenten geschützt sind. Der Handel mit ETF Aktien ist rund um die Uhr an der Börse möglich.Teasergrafik_Content_Sparplan_v1

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ETF Aktien
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