ETF des Monats Juli 2018: der EURO STOXX 50 Index

Der EURO STOXX 50 Index, der von der STOXX Limited berechnet und veröffentlicht wird, ist in Europa der am häufigsten genutzte regionale Blue Chip Index. Er beinhaltet die Titel von 50 europäischen, großen Unternehmen. Die Auswahl der Unternehmen (Index-Wertpapiere) erfolgt aus dem Dow Jones EURO STOXX Index. In diesem ist die Aktien-Konzentration der Euroländer Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Finnland, Belgien, Irland, Luxemburg und Niederlande zusammengefasst. Der Index wurde am 28. Februar 1998 durch die STOXX Limited, Zürich, aufgelegt und hat sich zu einem der führenden Börsenbarometer für die Eurozone und den europäischen Raum entwickelt.

  • Europäischer Leitindex für die Eurozone und Europa
  • EURO STOXX 50 Index beinhaltet 50 branchenführende Unternehmen aus 11 Ländern der Eurozone
  • Für langfristigen Vermögensaufbau und Altersvorsorge
  • Hoher Anteil an Aktien von deutschen Unternehmen
Inhaltsverzeichnis
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    Worum handelt es sich bei dem EURO STOXX 50 Index?

    Der EURO STOXX 50 Indexist der Blue Chip Indexfür Europa und die Eurozone. Er umfasst 50 Aktien (branchenführende Unternehmen) aus 11 Ländern der Eurozone. Dazu zählen die Länder Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Spanien, Portugal, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Finnland. Der Index ist weltweit als Basiswert für eine große Auswahl an Anlageprodukten an Finanzinstitute lizenziert. Dazu gehören ETFs, Optionen, Futures und weitere.

    Folgende Länderindizes sind in dem EURO STOXX 50enthalten:

    • EURO STOXX 50 Subindex Deutschland
    • EURO STOXX 50 Subindex Frankreich
    • EURO STOXX 50 Subindex Italien
    • EURO STOXX 50 Subindex Spanien
    • EURO STOXX 50 Subindex Niederlande

    Jeder einzelne deckt Komponenten aus dem Hauptindex aus dem jeweiligen Land ab.

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    Europäischer Leitindex

    Bei dem europäischen Leitindex (Benchmark-Index) EURO STOXX 50 handelt es sich um einen nach Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichteten Index, welcher die Wertentwicklung von ausgewählten Blue Chip Unternehmen abbildet. Die Firmen sind in den diversen Supersektoren führende Unternehmen. Die Gewichtung für die einzelnen Bestandteile ist auf zehn Prozent der vollständigen Streubesitz-Marktkapitalisierung des Leitindex begrenzt. Berechnet und veröffentlicht wird der Index von der STOXX Limited, Zürich.

    Kosten für Index-Fonds und die Wahl des richtigen Brokers

     

    Anleger sollten sich stets auch mit den Kosten für ETFs beschäftigen. Denn teilweise liegen diese deutlich unter unter denen für Investments in aktiv gemanagte Fonds. Noch wichtiger als der Kostenpunkt ist aber die Auswahl eines geeigneten Brokers. Es ist empfehlenswert, einen Broker Vergleich durchzuführen.

     

    EURO STOXX 50 – Auswahl der Index-Bestandteile

    Um die Auswahlliste zu erstellen, wird für alle 19 Branchen-Indizes des EURO STOXX Index eine Sortierung der Bestandteile nach der jeweiligen Streubesitz-Marktkapitalisierungvorgenommen. Die Aktien, die die höchste Marktkapitalisierung vorweisen, werden auf die Auswahlliste gesetzt. Dies geschieht solange, bis eine Abdeckung von zirka 60 Prozent der Streubesitz-Marktkapitalisierung des jeweiligen EURO STOXXTotal Market (TMI) Supersector Index erzielt wurde. Sofern die Aktie an nächster Position insgesamt gesehen die Abdeckung näher an den Wert in Höhe von 60 Prozent bringt, erfolgt ebenfalls eine Aufnahme in die Auswahlliste.

    Sortierung der Bestandteile nach Streubesitz-Marktkapitalisierung

    Anschließend werden die übrigen Aktien, die Bestandteile des EURO STOXX 50sind, in die Liste aufgenommen. Es erfolgt eine Sortierung nach ihrer Streubesitz-Marktkapitalisierung und schließlich die Erstellung der Auswahlliste für den Index. Das STOXX Supervisory Board kann in Ausnahmefällen Aktien aus der Auswahlliste streichen oder dieser hinzufügen. Um die Aktien für den Index auszuwählen, werden aus der Auswahlliste die 40 größten Aktienverwendet. Die anderen zehn Aktien stammen aus den aktuellen, verbleibenden größten Bestandteilen des Index (Plätze 41 bis 60).

    EURO STOXX 50 Performance Index oder Kursindex?

     

    Mit dem EURO STOXX 50 ist in der Regel der Kursindex gemeint. Parallel zu diesem wird auch ein Performance Index erstellt. Dort werden sämtliche Dividenden und Sondererträge rechnerisch wieder in die Aktien investiert. Somit kommt es zu einem veränderten Bild. Ein Kursindex bezieht sich dagegen nur auf die Aktienkurse. Dies führt dazu, dass ein Rückgang des jeweiligen Aktienkurses nach der Ausschüttung einer Dividende entsteht.

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    Die Anpassung des EURO STOXX 50 Index

    Die Streubesitz-Faktoren werden vierteljährlich geprüft. Dahingegen erfolgt die Überprüfung von Kapitalmaßnahmen, die die Index-Zusammensetzung beeinflussen, sofort. Dazu zählen:

    • Übernahmen
    • Fusionen
    • Aktien-Emissionen
    • Spin-Offs
    • Insolvenzverfahren
    • Aufhebungen der Börsennotierung

    Gestrichene Titel werden unmittelbar durch den größten Bestandteil aus der Auswahlliste des Index ersetzt. Die Index-Zusammensetzung wird jährlich immer durch den Indexanbieter geprüft. Änderungen der Zusammensetzung werden im September an jedem dritten Freitag nach den Schlusskursen durchgeführt. Sie treten jeweils mit Beginn des kommenden Handelstages in Kraft, damit der EURO STOXX 50 aktuellist.

    Jährliche Anpassung des Index

    Änderungen der Index-Zusammensetzung werden auf ein Minimum beschränkt. Mit Puffern soll während der kontinuierlichen Prüfungen des Index die festgelegte Zahl an Titeln erreicht und somit die Index-Stabilitätgewahrt werden. Sie bestehen aus einem unteren und einem oberen Limit. Damit wird jeweils der avisierte Schwellenwert bzw. die Abdeckung markiert. Man wendet die Grenzwerte dann auf die Unternehmen der Auswahlliste an. Jene Unternehmen (Aktien), die die Grenze erreichen oder überschreiten, werden ausgewählt. Somit wird gewährleistet, dass immer der überwiegende Teil der größten Titel im Index vorhanden sind.Die übrigen Titel, die notwendig sind, um die festgelegte Anzahl zu erreichen, werden aus den Titeln ausgewählt, die zwischen der oberen und der unteren Grenze liegen. Sollte die Abdeckung dennoch nicht erreicht sein, werden entsprechend die größten übrigen Titel ausgesucht. Die Anpassung erfolgt jährlich und soll das Gleichgewicht zwischen Abdeckung und Stabilität des Index wahren.

    Die größten Unternehmen im EURO STOXX 50

    Der EURO STOXX 50 Index fasst zahlreiche große Unternehmen. Die beiden größten Firmen sind Sanofi-Aventis aus dem Pharma-Bereich und der Konzern Total aus dem Bereich Gas & Öl. Während es sich bei Total um das weltweit viertgrößte Mineralöl-Unternehmen handelt, zählt Sanofi zu den größten Pharma-Unternehmen der Welt. Auffällig ist, dass zu den zehn größten der EURO STOXX 50 Unternehmen, die im Index enthalten sind, sechs deutsche Firmen zählen.

    Diese sind:

    • die Versicherung Allianz
    • der Chemie- und Pharmakonzern Bayer
    • der Chemiekonzern BASF
    • Daimler
    • die Software SAP
    • Siemens

    Weitere Unternehmen aus Deutschland (Reihenfolge der Gewichtung) sind Deutsche Telekom, Deutsche Bank, Münchener Rück (Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG), BMW, Fresenius sowie Deutsche Post. Mit einer geringeren Gewichtung sind außerdem Volkswagen und E.ON im Index enthalten.

    Die 50 EURO STOXX Unternehmen nach Ländern

    Von den 50 EURO STOXX Unternehmen sind 14 aus Deutschland, 19 aus Frankreichsowie jeweils 5 aus Italien, Spanien und den Niederlanden. Ferner ist das Unternehmen Anheuser-Busch InBev aus Belgien im Index vertreten. Anhand dieser Aufteilung ist die wirtschaftliche Struktur im Euro-Raum deutlich zu erkennen. Die meisten großen, börsennotierten Unternehmen sitzen in Frankreich und Deutschland. Die Länder Spanien, Italien und die Niederlande teilen sich praktisch den dritten Platz.

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    EURO STOXX 50 nach Branchen

    Nimmt man eine Gliederung des EURO STOXX 50 Index nach Branchen vor, ist eine gewisse Ausgeglichenheit zu erkennen.

    1. Finanz-Sektor:Bei 7 Unternehmen handelt es sich um Banken. Es sind 5 Versicherungsunternehmen sowie ein Unternehmen aus dem Bereich Investment und Immobilien vertreten. Insgesamt sind aus dem Finanz-Bereich also 13 Unternehmen im Index enthalten.
    2. Nahrungsmittelindustrie und Einzelhandel:Es sind 3 Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie vertreten. Weitere 3 Unternehmen stammen aus dem Haushaltsgüter-Bereich. 2 Firmen sind große Einzelhandelsunternehmen. Insgesamt sind aus dem Bereich des persönlichen Bedarfs 8 Unternehmen im Index enthalten.
    3. Telekommunikation:4 Firmen sind im Telekommunikationsbereich tätig.
    4. Chemie- und Pharma-Bereich:Es sind 3 Chemiekonzerne und 3 Konzerne aus dem Pharma-Bereich im Index vertreten.
    5. Automobilindustrie:Aus der Automobil-Branche sind 3 (deutsche) Unternehmen enthalten.
    6. Öl:Es sind 2 international tätige Ölkonzerne vertreten.
    7. Luft- und Raumfahrt:Aus den Bereichen Raum- und Luftfahrttechnik sind die Unternehmen Safran und Airbus enthalten.
    8. Technologie:Aus dem Bereich Technologie sind die Unternehmen ASML (Halbleiterproduzent) und SAP zu finden.
    9. Medien:Das französische Unternehmen Vivendi ist als Vertreter der Medienbranche enthalten.
    10. Logistik:Aus der Logistik-Branche findet sich das Unternehmen Deutsche Post im EURO STOXX 50 Index.

    Verglichen mit anderen regionalen Indizes sind deutliche Unterschiede zu erkennen, die für die Eurozone typisch sind. Hinweis EURO STOXX aktuell: Es handelt sich um die derzeitige Zusammensetzung (2018). Diese ist nicht fix und kann sich dementsprechend verändern.

    In den EURO STOXX 50 Index investieren

    In den EURO STOXX 50können Anleger praktisch über Indexfonds investieren. Das heißt, dass ein Indexfonds die gleiche Performance aufweist, wie der EURO STOXX Leitindex. Die Anleger profitieren also mit ihren Anlagen von der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone.Die europäischen Länder versuchen indes, diese so positiv wie möglich zu halten. Dies kann von Vorteil sein. Denn Studien haben gezeigt, dass es nur wenige Fonds langfristig schaffen, mit der Performance von wichtigen Indizes mitzuhalten. Auch die Verluste, zu denen es kommen kann, sind gleichzeitig auf die des Index beschränkt, den der Fonds abbildet. Aus diesem Grund erfreuen sich ETFs (Index-Fonds) immer größerer Beliebtheit. Anleger betrachten den Index als eine sichere und kostengünstige Anlageform.

    Was sollten Anleger beachten?

    Man muss allerdings die Art des Fonds sowie die Replikationsmethode stets genau betrachten. Denn nicht jeder ETF beinhaltet alle Wertpapiere, die auch im Index enthalten sind. Es wird häufig auch „gesampelt“. Dies bedeutet, dass sich der Fonds auf die wichtigsten im Index vertretenen Wertpapiere beschränkt, welche grob betrachtet ähnlich zum Hauptindex performen. Insbesondere aus Sicht der Anleger ist dies nicht unbedingt so praktisch, wie eine hundertprozentige Replikation der Index-Zusammensetzung. Als Alternative sind Swap ETFs zu nennen. Anleger, die in ETFs investieren möchten, sollten sich allerdings immer mit den möglichen Zusammensetzungen von ETFs beschäftigen, um das für sich passendste zu finden.

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    Die EURO STOXX 50 ETFs im Vergleich

    Jeder EURO STOXX 50 ETFwird nach bestimmten Faktoren ausgewählt. Neben der Wertentwicklungspielen auch Angaben zu Größe, Alter, Kosten, Ertragsverwendung, Replikationsmethode und Fonds-Herkunfteine Rolle. Die Wertentwicklungen der ETFs auf den EURO STOXX 50 lassen sich in einem Chart-Vergleich nachvollziehen. EURO STOXX 50 ETFs mit einer guten Performance sind zum Beispiel:

    • iShares EURO STOXX 50
    • xTrackers EURO STOXX 50
    • Deka EURO STOXX 50
    • UniEuroSTOXX 50

    Sparpläne auf den EURO STOXX 50 Indexerhalten interessierte Anleger bei zahlreichen Brokern. Hier lohnt ein Online-Broker Vergleichund damit verbunden ein Blick auf die Konditionen der Anbieter für das regelmäßige Sparen. Zu beachten ist jedoch, dass nicht jeder EURO STOXX 50 ETF als Sparplan bei allen Online-Brokern verfügbarist. Weil viele Broker keine Depotgebühr erheben, zählt der ETF-Sparplan heute zu einer besonders kostengünstigen Möglichkeit der Altersvorsorge.

    Die Entwicklung des EURO STOXX 50 Index

     

    Eine EURO STOXX 50 Prognoseabzugeben, ist angesichts der mittelfristig schwachen Tendenz schwierig. Man geht davon aus, dass eine große Bärenmarkt-Rallye zunächst ausbleiben wird. So zeigen sich im EURO STOXX 50 Charteinige Schwächesignale des europäischen Leitindex. Experten sprechen von einer nachhaltig deutlich angeschlagenen Verfassung, in der sich der Index seit mehr als zwei Jahren befindet. Ein Blick auf den Langzeit-Chart lässt erkennen, dass es eine Korrektur der EURO STOXX Kurse gibt, die sich vermutlich noch über einen längeren Zeitraum hinziehen wird.

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    Fazit EURO STOXX 50 Index: Europäischer Leitindex mit Schwächen

    In dem Index EURO STOXX 50sind die 50 größten börsennotierten Unternehmen (Titel) in Europa gelistet. Diese müssen innerhalb der Eurozone tätig sein. Nicht zu verwechseln ist der EURO STOXX 50 Index mit dem ähnlich lautenden STOXX Europe 50!Letzterer bezieht sich nicht auf die Eurozone, sondern wirklich auf Europa als geografischen Raum. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Firmen innerhalb oder außerhalb des Euroraums ansässig sind. Die beiden Indizes beinhalten deshalb grundsätzlich verschiedene Unternehmen. Auswahl- und Gewichtungskriterium für die Auswahl der Unternehmen ist die Marktkapitalisierung, bezogen auf den Streubesitz. Die Zusammensetzung des Index wird jährlich ein Mal, jeweils im Monat September, aktualisiert.

    Der EURO STOXX 50 gilt als europäischer Leitindex und das Börsenbarometer der Eurozone.Deshalb wird er von Anlegern äußerst ernst genommen. Die Wertentwicklung EURO STOXX 50wird genau beobachtet. Denn wie die Entwicklung des Index zeigte, ist es auch möglich, die Folgen der Eurokrise sowie von weltweiten Wirtschaftskrisen daran abzulesen. Dies gilt vor allem für geldpolitische Maßnahmen, die sich – wie bei vielen anderen regionalen Indizes – sehr gut am EURO STOXX 50 Index erkennen lassen. Häufig haben sie eine stärkere Auswirkung auf die Index-Entwicklung als die Lage der im Index enthaltenen Unternehmen.

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