Exotische ETFs bei der amerikanischen Börsenaufsicht unter stärkerer Kontrolle

Exotische ETFs unter stärkerer KontrolleDie amerikanische Börsenaufsicht SEC kündigte eine mögliche Lockerung bei ihren Regeln für ETFs an, exotische ETFs sollen jedoch auch in Zukunft stärker unter die Lupe genommen werden, da sie als riskanter gelten. Die SEC brachten einen Vorschlag ein, mit dem Standard-ETFs leichter auf den Markt gebracht werden können. Für diese ist keine Sondergenehmigung mehr notwendig. Damit wird das Genehmigungsverfahren für die Anbieter deutlich vereinfacht. In Deutschland können Trader ETFs bei zahlreichen Brokern, darunter auch Degiro, teilweise sehr kostengünstig handeln.

Inhaltsverzeichnis

     
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    Klare Vorgaben für ETFs in den USA

    Die SEC will für ETFs klarere Vorgaben auf den Weg bringen. Anbieter, die über ihre ETF beispielsweise einen Index oder eine Branche abbilden, sollen entlastet werden. Sie benötigen in Zukunft keine gesonderte Genehmigung mehr, wenn ihr ETF bestimmten Standards entspricht. Die SEC legte Ende Juni ihr neues Konzept vor, dass nun in den nächsten 60 Tagen innerhalb der Branche diskutiert werden kann.

    In der Branche herrscht schon seit einigen Jahren Unmut. Anleger beklagen sich nicht nur über das komplizierte Genehmigungsverfahren, sondern auch darüber, dass große Fondshäuser oftmals einfacher und schneller eine Genehmigung der SEC bekommen. Der Vorsitzende der amerikanischen Börsenaufsicht, Jay Clayton, sagte nun, dass die neuen Regeln für alle gleich sein sollen.

    Regeln modernisieren

    Die SEC will mit ihren Vorschlägen den regulatorischen Rahmen für ETFs modernisieren. Außerdem soll ein klares und einheitliches Gerüst für alle ETFs aufgebaut werden. Entsprechen ETFs dem Investment Company Act aus dem Jahr 1940, könnten sie direkt und ohne individuelle Sondergenehmigung auf den Markt kommen. Dies könnte mehr Wettbewerb und Innovationen auf dem ETF-Markt zur Folge haben. Zudem stünden Investoren eine breitere Auswahl an ETFs zur Verfügung.

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    Unternehmen sollen in Zukunft allerdings Informationen über einzelne Wertpapiere innerhalb der Fonds einreichen. Zudem werden Informationen über deren Marktbreite („Bid-Ask-Spread“) verlangt. Dies könnte bei einen Fonds zu Umstellungen führen. Schon 2017 sprachen sich einige Anbieter, darunter auch Goldman Sachs, für Lockerungen bei den ETF-Regeln der SEC aus. Sie waren der Ansicht, dass Anbieter vor allem bei Bond-ETFs mehr Flexibilität hinsichtlich der Zusammenstellung des Fonds benötigten.

    ETFs bei Privatanlegern sehr beliebt

    In den USA sind ETFs gerade bei privaten Investoren sehr beliebt. Einige ETFs sind sehr kostengünstig und helfen Anlegern dabei, ihre finanziellen Ziele effektiv zu erreichen. In Abgrenzung zu den institutionellen Investoren der Wall Street werden diese individuellen Investoren „Main-Street-Investoren“ genannt.

    ETFs gelten als sicheres und etabliertes Anlageinstrument, mit dem Anleger direkt in eine ganze Branche oder einen Index investieren können, ohne dabei jede Aktie einzeln kaufen zu müssen. Der Markt umfasst neben börsengehandelten Fonds aus Exchange Traded Notes (ETNs). Hierbei handelt es sich um Schuldverschreibungen, die ebenfalls über die Börse gehandelt werden. Der Markt ist in den USA seit der Finanzkrise enorm gewachsen und heute rund 3,6 Milliarden Dollar wert: weltweit sogar als fünf Milliarden Dollar. Auch hierzulande werden ETFs immer beliebten und Anbieter wie Degiro bauen ihr Angebot aus.

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    ETFs direkt an der Börse handeln

    Ein großer Unterschied zu anderen Investmentfonds ist, dass man ETFs ähnlich wie Aktien direkt über die Börse kaufen und verkaufen kann. Der Handel mit ETFs ist daher sehr flexibler und gilt als transparent. Da sich viele ETFs auf einen Index beziehen, handelt es sich meist um passiv gemanagte Fonds. Das Fondsmanagement verfolgt das Ziel, dass der ETF eine sehr ähnliche Wertentwicklung aufweist wie der zugrundeliegende Index. Aus diesem Grund sind auch die Gebühren für ETFs oft sehr niedrig. Mittlerweile ist das Angebot an ETFs sehr groß. Am Markt gibt es beispielsweise auch Rohstoff-ETFs.

    Warnung von Kritikern

    Allerdings warnen Kritiker immer wieder, dass sich eine zu große Dominanz schädlich auf den Markt auswirken könnte. Wenn keine anderen Vermögenswerte wie Aktien mehr gehandelt werden, entwickeln sich deren Kurse auch nicht mehr nach oben oder unten. Damit kann dann auch kein ETF mehr gehandelt werden. Dennoch erfreuen sich ETFs großer Beliebtheit und sogar Warren Buffet rät dazu, einen großen Teil seines Vermögens in ETFs anzulegen. Er empfiehlt einen ETF, der den amerikanischen Börsenindex S&P 500 abbildet.

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    Exotische ETFs genauer prüfen

    Auch wenn die SEC in Zukunft womöglich einen Teil der neuen ETFs einfach „durchwinken“ will, plant sie, riskante ETF-Varianten wie ETFs mit Hebelwirkung und Short-ETFs genauer zu prüfen. Über Short-ETFs profitieren Anleger, wenn der Kurs des Basiswerts fällt. SEC-Gouverneur Robert Jackson sieht in diesen ein Risiko für amerikanische Familien und befürchtet, dass viele private Investoren erst zu spät erfahren, wie gefährlich diese ETF-Produke sein können.

    ETFs werden auch Anlegern empfohlen, die das Risiko eher scheuen. Daher gibt es einige ETNs und ETFs, die speziell auf ruhige Märkte ausgelegt sind. Doch auch diese bringen Gefahren mit sich. Im Februar verlor ein ETN von Credit Suisse massiv, als es zu Turbulenzen am Markt kam. Der ETN musste in der Folge liquidiert werden. In den USA ist viel Kapital in riskante ETFs investiert. Möglicherweise ist es für Anleger schwierig, riskante und sicherere, klassische ETFs zu unterscheiden.

    Auswirkungen auf mögliche Bitcoin-ETFs

    Die neuen Regeln der SEC könnten sich auch auf mögliche Bitcoin-ETFs positiv auswirken und ein Schritt in diese Richtung sein. Bereits seit einiger Zeit werden immer wieder entsprechende Anträge bei der SEC gestellt, die diese jedoch mit Verweis auf die Unsicherheiten rund um Bitcoins bislang allesamt abgelehnt hat. Lediglich einige Blockchain-ETFs wurden bislang in den USA genehmigt. Beispielsweise können Anleger an der Nasdaq mit zwei ETFs, die mit der Blockchain-Technologie in Verbindung stehen, handeln. Dennoch scheint die Nachfrage nach Bitcoin-ETFs weiterhin ungebrochen zu sein und Anbieter arbeiten weiterhin an einem Konzept, dass die SEC überzeugt. Aktuell liegt der SEC ein Antrag des Börsenbetreibers CBOE vor, der von weiteren Unternehmen unterstützt wird.

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    Bitcoin-ETFs positiv für Kryptomarkt

    Falls die SEC früher oder später trotz ihrer Bedenken einen Bitcoin-ETF einführt, könnte sich dies auf den gesamten Kryptomarkt positiv auswirken. Derzeit sind aber auch viele Investoren hier noch immer vorsichtig. Dies trifft vor allem auf institutionelle Investoren zu. Diese scheuen beispielsweise den Handel an Kryptobörsen, da es hier immer wieder zu Hackerangriffen kommt. ETFs würden diesen ein sicheres Finanzinstrument an die Hand geben, mit dem sie einen einfachen Zugang zum Bitcoin-Markt bekommen würden.

    Auch private Anleger sind bei einem Investment in Bitcoins noch immer vorsichtig. Gründe hierfür sind unter anderem die hohe Volatilität und die fehlende Regulierung. ETFs sind ein reguliertes Finanzinstrument, für dass bestimmte Regeln gelten. Zudem würde man lediglich an den Kursveränderungen von Bitcoins teilhaben, die Kryptowährung jedoch nicht selbst kaufen. Darüber hinaus erscheint vielen Anlegern das direkte Kaufen und Verkaufen von Bitcoins sehr kompliziert. ETFs gelten hier als deutlich einfachere Alternative.

    SEC-Genehmigung für Bitcoin-ETF möglich?

    Vor allem der Aspekt, dass in Zukunft keine gesonderten Ausnahmeregelungen für bestimmte ETFs benötigt werden, ließ die Krypto-Branchen aufhorchen. Dies könnte die Chancen, dass bald ein Bitcoin-ETF genehmigt wird, erhöhen. Auch die angesprochene breitere Auswahl für Investoren könnte ein Fingerzeig in Richtung Bitcoin-ETF sein.

    Anfang des Jahres lagen bei der SEC etwa ein Dutzend Anträge auf Bitcoin-ETFs vor, die jedoch nach Bedenken der SEC alle zurückgenommen wurden. Wenn nun ein Bitcoin-ETF auf den Markt käme, wäre dies gerade für Privatanleger, die dann über sicheres Finanzinstrument und zudem sehr einfach in Bitcoins investieren könnten, ein großer Vorteil. Möglicherweise schließen sich auch institutionelle Investoren an. So könnte sehr viel frisches Kapital auf den Kryptomarkt fließen.

    Darüber hinaus könnte der Bitcoin-Kurs enorm von einem Bitcoin-ETF profitieren und auch andere Kryptokurse mitreißen. Einige Experten gehen davon aus, dass der Bitcoin-Kurs im Falle einer Markteinführung eines Bitcoin-ETFs auf mehr als 50.000 Dollar steigen könnte. Derzeit ist allerdings unklar, ob sich die geplanten neuen Regeln der SEC auch auf Bitcoin-ETFs beziehen.

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    SEC könnte eigenen Regularien verändern

    Die SEC wäre möglicherweise sogar bereit, ihre eigenen Regeln zu verändern, um einen Bitcoin-ETF zu erlauben. Ob dies jedoch überhaupt rechtlich möglich ist, soll eine Untersuchung klären, die die SEC im April angestoßen hatte. Eine Änderung am Securities and Exchange Act aus dem Jahr 1934 könnte notwendig sein. Möglicherweise reichen Veränderungen an ETFs aus, um Betrugsfälle zu verhindern und die Anleger zu schützen.

    Die SEC arbeitet an vielen Stellen noch mit Gesetzen, Bestimmungen und Definitionen aus den 1930 und 1940er Jahren. Auch innovative Anlageinstrumente scheinen dies nicht zu verändern. Um beispielsweise Wertpapiere auf den Markt bringen zu dürfen, muss ein Unternehmen einen Test aus dem Jahr 1946 durchlaufen.

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    Neue SEC-Regeln decken großen Teil des Marktes ab

    Die neuen Regeln der SEC decken jedoch einen großen Teil des amerikanischen ETF-Marktes ab. Vor allem für „plain vanilla“-ETFs könnte sich das neue Vorgehen der SEC vorteilhaft auswirken. Unter „plain vanilla“ versteht man in den USA die Standardversion eines Finanzinstruments wie Fonds oder Futures. Exotische Varianten beziehen dagegen zusätzliche Elemente, beispielsweise Hebel, mit ein und sind damit unsicherer. Daher wird sich die SEC in Zukunft wohl mit exotischen bzw. komplexen ETFs weiterhin genauer beschäftigen, bevor diese auf den Markt kommen. Möglicherweise gilt die Lockerung der ETF-Regel aber auch für Blockchain-ETFs, die von der SEC als weniger risikoreich eingestuft werden könnten.

    SEC als Reaktion auf Börsencrash gegründet

    Die United States Securities and Exchange Commission, kurz SEC, wurde 1934 als Reaktion auf den Börsencrash an der Wall Street fünf Jahre zuvor ins Leben gerufen. Heute ist sie für die Kontrolle des Wertpapierhandels in den USA zuständig und hat ihren Sitz in Washington D.C. Die Gründung der SEC basierte auf dem Securities Exchange Act. Damit bekam die neue Behörde den Auftrag, den bis dahin unkontrollierten Wertpapierhandel zu überwachen.

    Zu den Aufgaben der SEC gehört es unter anderem, zu überwachen, ob börsenrechtliche Vorgaben eingehalten werden. Dafür stehen der SEC umfassende legislative, exekutive und judikative Möglichkeiten zur Verfügung. In den USA wird sie aus diesem Grund gelegentlich als „Vierte Gewalt“ bezeichnet.

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    Registrierung bei der SEC notwendig

    Alle Unternehmen, die in den USA am Kapitalmarkt aktiv werden möchten, müssen sich bei der SEC registrieren. Erst nach der Genehmigung der Behörde ist eine Listung an der NYSE möglich. Eine weitere Aufgabe der SEC ist es, dass Unternehmen Informationen öffentlich machen, die für Investoren interessant und wichtig sein. Unternehmen müssen daher beispielsweise über ihre finanzielle Situation Auskunft geben. Wie diese Informationen an die Öffentlichkeit kommen müssen, ist ebenfalls von der SEC festgelegt.

    Fünf wichtige Abteilungen

    Jay Clayton ist seit Anfang Mai 2017 Vorsitzender der SEC. Dazu kommen fünf Kommissare, die vom amerikanischen Präsidenten vorgeschlagen werden. Maximal drei Mitglieder der Kommission dürfen einer Partei angehören. In den fünf Abteilungen der SEC sind etwa 3.500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Division of Trading and Markets beobachtet Investmentgesellschaften und Börsen, während die Division of Investment Management Fondsmanager und Analysten überwacht. Dazu kommen immer wieder Ausschüsse, an denen auch Mitarbeiter externer Unternehmen, beispielsweise Bewertungsunternehmen, beteiligt sind.

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    Niederländischer Broker mit viel Erfahrung

    2008 gründeten fünf ehemalige Mitarbeiter der Binck Bank den niederländischen Broker Degiro. Das Unternehmen konzentrierte sich zunächst vor allem auf institutionelle Anbieter, seit 2013 aber auch an Privatanleger. Der Broker arbeitet mit einer sehr günstigen und transparenten Kostenstruktur. Unter anderen entfallen Gebühren für die Depotführung oder das Streichen von Orderlimits.

    Im Wertpapierhandel richten sich die Gebühren nach der Börse, an der der Trader aktiv ist. Degiro baut sein Angebot stetig aus. Derzeit sind mehr als zwei Millionen Produkte an über 60 Börsen in aller Welt handelbar, darunter über 700 ETFs. Degiro gehört zu den günstigsten Brokern am Markt und bietet seinen Kunden einen umfassenden Kundenservice per Telefonhotline oder Email an.

    Der Handel erfolgt über den Degiro Webtrader, der von Degiro selbst entwickelt wurde. Die Handelsplattform ist sehr übersichtlich und verfügt über viele Features. Hier stehen beispielsweise kostenlose Echtzeitkurse zur Verfügung. Über Funktionen wie die Quick Bar kann man besonders schnell traden.

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    Fazit: Amerikanische Börsenaufsicht lockert Regeln für Standard-ETFs

    Die amerikanische Börsenaufsicht SEC plant, ihre Regelungen für ETFs zu verändern und zu modernisieren. Standardvarianten könnten demnach in Zukunft keine Sondergenehmigung mehr benötigen und so einfacher auf den Markt gebraucht werden. Exotische ETFs, beispielsweise mit Hebeln, gelten als risikoreicher und werden wohl auch in Zukunft weiter streng von der Börsenaufsicht kontrolliert.

    Seit der Finanzkrise wächst der ETF-Markt in den USA stark an. Vor allem Privatanleger erhalten mit diesem Finanzinstrument einen sicheren und günstigen Marktzugang. Auch in Europa werden ETFs immer beliebter. Broker wie Degiro bieten nicht nur günstige Konditionen, sondern bauen auch ihr Angebote stetig aus.

    Schon seit einigen Jahren beklagen sich Anbieter in den USA über das komplizierte und oft teure Genehmigungsverfahren bei der SEC. Nun soll es einheitliche und klare Vorgaben geben, die dieses erleichtern könnten. Möglicherweise könnten die Pläne der amerikanischen Börsenaufsicht auch ein weiterer Schritt hin zu einem Bitcoin-ETF sein. Die neuen Regeln würden einen Großteil des amerikanischen ETF-Marktes, der insgesamt 3,6 Milliarden Dollar wert ist, abdecken.

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