Bitcoin-ETF abgelehnt – weiterer Antrag hat 2018 gute Erfolgschancen

Exotische ETFs unter stärkerer Kontrolle

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat erneut einen Antrag für einen Bitcoin-ETF abgelehnt. Die Winklevoss-Zwillinge, die in der amerikanischen Finanzszene durchaus bekannt sind, hatten sich bereits zum dritten Mal um eine Genehmigung bemüht. Auch der Antrag der amerikanischen Börse CBOE wurde abgelehnt. Nun ist nur noch ein weiterer aktueller Antrag offen. Diesem Antrag von VanEck werden allerdings gute Erfolgschancen eingeräumt.

Inhaltsverzeichnis
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    Bereits drei Winklevoss-Anträge abgelehnt

    Tyler und Cameron Winklevoss waren 2013 die ersten, die einen Antrag auf einen börsengehandeltes Produkt mit Bitcoin stellten. 2017 wurde ein Antrag der Brüder mit dem Argument abgelehnt, dass die Bitcoin-Märkte nicht reguliert sind. Neben Kritik an der Ausgestaltung des nun vorgeschlagenen ETFs befürchtet die SEC weiter, dass es zu Manipulationen auf dem Bitcoin-Markt kommen könnte. Cameron Winklevoss kündigte allerdings an, dass man auch weiterhin an einem Bitcoin-ETF arbeiten werde. Kürzlich konnten sich die Brüder zwei Patente für Konzepte für ETPs sichern.

    Antrag der CBOE abgelehnt

    Der Antrag der CBOE wurde mit dem Argument abgelehnt, dass keine überzeugenden Argumente vorgebracht wurden. Um Manipulationen zu vermeiden, müsste die Börse Abkommen mit vielen Kryptobörsen schließen und so eine Überwachung des Bitcoin-Handels möglich machen. An der CBOE sind bereits Bitcoin-Futures handelbar. Daher gab es durchaus Hoffnung, dass dieser ETF die Zustimmung der SEC finden könnte.

    Über VanEck-Antrag noch nicht entschieden

    Eine Entscheidung über den Antrag von Van Eck traf die SEC noch nicht. Auch die Anbieter Rex ETFs und Direxion Investments arbeiten wohl an einem Bitcoin-ETF. Über den Antrag von Van Eck und SolidX, der auch von der CBOE unterstützt wird, wird womöglich am 10. August entschieden, obwohl einige Beobachter davon ausgehen, dass eine Entscheidung womöglich erst Anfang 2019 fallen könnte. Die SEC könnte durchaus ihrer Frist bis zur Entscheidungsfindung verlängern. Ob sie den Antrag annimmt oder ablehnt oder sich womöglich für eine Fristverlängerung entscheidet, könnte am 10. August bekannt werden.

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    Widersprüchliche Aussagen zu Entscheidungen der SEC

    Derzeit liest man jedoch einige widersprüchliche Aussagen zur Entscheidung über Bitcoin-ETFs. So wurde beispielsweise berichtet, dass die SEC bereits entschieden habe, die Entscheidung über einen Antrag von Direxion Investments verschieben zu wollen. Womöglich wird hier allerdings auf einen veralteten Antrag von Anfang 2018 Bezug genommen. Der damalige Antrag wurde verschoben.

    Zudem ist die CBOE an mehreren Anträgen beteiligt. Unter anderem liegt der SEC ein Antrag der Börse vor, der die Listung und den Handel von Aktien des GraniteShares Bitcoin ETF und des GraniteShares Short Bitcoin ETF vorsieht. Hierüber wird womöglich am 15. September entschieden.

    Entscheidung über VanEck-Antrag mit Spannung erwartet

    Mit größeren Spannung wird jedoch die Entscheidung über den Antrag von VanEck und SolidX erwartet, den auch die CBOE unterstützt. Dieser könnte durchaus Aussichten auf Erfolg haben. Hier geht es um Bitcoin-Aktien von SolidX, die vom VanEck SolidX Bitcoin Trust ausgegeben werden und an der CBOE notiert und gehandelt werden sollen.

    Der Aspekt, dass hier drei große und bekannte Unternehmen beteiligt sind, könnte die Chance auf eine Zulassung erhöhen. SolidX ist eines der größten Unternehmen, dass bisher einen Antrag auf einen Bitcoin-ETF bei der SEC gestellt hat. VanEck betreibt über 70 ETFs und ETPs. Da einige Experten und Beobachter davon ausgehen, dass dieser Antrag durchaus Chancen auf Erfolg hat, die SEC jedoch wohl nicht vorschnell entscheiden wird, gehen viele Beobachter derzeit davon aus, dass die SEC alle Mittel zur Fristverlängerung nutzen wird. Aus diesem Grund ist wohl nicht vor Februar oder März 2019 mit einem Ergebnis zu rechnen.

    Bitcoin-ETF vor allem für institutionelle Anleger interessant

    Technisch ist ein Bitcoin-ETF sicher möglich. ETFs könnten vor allem institutionellen Anlegern den Zugang zum Bitcoin-Markt erleichtern. Die Nachfrage würde sich also erhöhen. Der Antrag von VanEck könnte durchaus auf institutionelle Anleger zugeschnitten sein, da eine Aktie im Fonds 25 Bitcoins kosten soll. Das Konzept der Winklevoss-Zwillinge ging von Preisen von nur 0,01 Bitcoins für eine Aktie aus. Hier hatte die SEC wohl Sorge, dass unerfahrene Anleger nicht ausreichend geschützt werden. VanEck will seinen ETF zusätzlich über eine Versicherung absichern.

    Experten sind allerdings weiterhin der Ansicht, dass es trotz der Bedenken der SEC hinsichtlich Manipulationen und der Volatilität von Bitcoins früher oder später soweit sein wird und ein Bitcoin-ETF genehmigt. Die Nachfrage ist weiterhin vorhanden und auch die Möglichkeiten sind gegeben. Langfristig könnten dann auch ETFs auf andere Kryptowährungen wie Ethereum oder Ripple genehmigt werden.

    Forscher demonstrieren möglichen ETF

    Forscher an der Hochschule in Luzern haben im Rahmen eines Forschungsprojekts bereits demonstriert, wie ein ETF auf Bitcoins möglich wäre. Dazu haben sie einen sogenannten Cryptocoin Index aufgebaut, in dem die Marktkapitalisierung der fünf größten Kryptowährungen abgebildet wurden. Die Daten dazu wurden von der bekannten Webseite coinmarketcap.com bezogen. Auf dieser Webseite werden die Kurse mehrerer Kryptobörsen verwendet.

    Ein Bitcoin-ETF würde auf einem derartigen Index basieren. Dies würde unter anderem die Volatilität leicht reduzieren. Allerdings wäre auch ein solcher ETF noch immer sehr stark auf Bitcoin ausgerichtet, da die Marktkapitalisierung am höchsten ist. Die Möglichkeiten für einen Bitcoin-ETF sind also gegeben. Daher liegt es an den Behörden, einen solchen zu genehmigen.

    Würde nun in den USA ein Bitcoin-ETF zugelassen, könnten andere Länder diesem Vorbild folgen. Darüber hinaus könnten die Regulierungsbemühungen bei Kryptowährung auf diesem Weg vorangebracht werden. Auch wenn der Kryptomarkt über einen ETF wohl nicht weiter stabilisiert würde, könnte ein solches Produkt Bitcoin zu einem höheren Wert verhelfen.

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    Entscheidung nicht einstimmig gefallen

    Zudem scheint es so, als sei die Entscheidung der SEC zur Ablehnung des Winklevoss-Antrags bei der SEC nicht einstimmig gefallen. So Hester M. Peirce, ein Mitglied der SEC-Kommission, ist wohl der Ansicht, dass der Vorschlag der Winklevoss-Zwillinge sehr wohl mit dem amerikanischen Börsengesetz vereinbar sei. Die SEC sei in ihrer Ablehnung sehr stark auf den Bitcoin-Markt eingegangen, nicht aber auf das ETP selbst.

    Die SEC hält den Bitcoin-Spotmarkt für manipulierbar. Peirce sieht jedoch die Börsen als Selbstregulierungsorganisation. Bats BZX Exchange, die offiziell hinter dem Antrag der Winklevoss-Zwillinge steht, sollte eine wichtige Rolle bei der Überwachung des Handels spielen. Sie würde diese Aufgaben selbst übernehmen und dabei unter der Aufsicht der SEC stehen. Die Börse selbst müsste also regulatorische Anreize setzen.

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    Ablehnung laut SEC aufgrund der Struktur des Antrags

    Die SEC selbst ist der Ansicht, dass sich ihre Ablehnung nicht gegen Kryptowährungen und die Blockchain richte, sondern vor allem aufgrund der Struktur des eingereichten ETF-Antrags erfolgte. Mit Hester Peirce erstmals eine SEC-Kommissarin öffentlich für einen Bitcoin-ETF ausgesprochen.

    Laut dem amerikanischen Börsengesetz, auf das sich die Ablehnung der SEC bezieht, muss die SEC gewährleisten, dass Börsen Betrug und Manipulationen verhindern sowie Anleger schützen. Peirce sorgt sich, dass die SEC den Anlegerschutz außer Acht lässt, da eine verstärkte Institutionalisierung des Bitcoin-Markts ausgeschlossen wird. Sie befürchtet zudem, dass dies ein Signal sei, dass Innovationen nicht gewünscht sind. Dieses Signal könnte nicht nur Bitcoin-ETFs betreffen. Aus Sicht von Peirce habe es ihre Behörde versäumt, das amerikanische Börsengesetz korrekt anzuwenden. Würden Börsen und andere Institutionen stärker einbezogen, könnten so einige der Bedenken der SEC aus dem Weg geräumt werden.

    Bitcoin-ETF könnte Börse zum Umdenken bewegen

    Würden vermehrt institutionelle Anleger in den Bitcoin-Handel einsteigen, könnten die Kryptobörsen unter Druck geraten und ihre Sicherheitsmaßnahmen, beispielsweise vor Hackerangriffen, verstärken. Auch größerer Investition könnten gefördert und Manipulationen erschwert werden.

    Die erneute Ablehnung der SEC könnte institutionelle Anleger weiter davon abhalten, in den Kryptohandel einzusteigen. Außerdem wird so signalisiert, dass eine Genehmigung für einen Bitcoin-ETF erst dann erfolgreich sein wird, wenn der Spotmarkt für Bitcoin stabiler und reguliert ist. Peirce führte auch aus, dass auch Rohstoff-ETFs in Gefahr wären, wenn die strengen Vorschriften der Missbilligungsverordnung schärfer angewendet würden. Auch auf vielen Rohstoffmärkten gibt es immer wieder Gerüchte um Manipulationen.

    Hester Peirce in TV-Interview

    In einem TV-Interview bezog Hester Peirce nochmals Stellung zur Entscheidung der SEC. In einem Interview mit dem CNBC-Moderartor Ran Neu-Ner betonte sie nochmals, dass die Entscheidung der SEC aus ihrer Sicht falsch war und der eingereichte Antrag mit den Richtlinien der Behörde übereinstimmte. Für sie gab es keinen Grund, den Antrag der Winklevoss-Zwillinge nicht zu genehmigen.

    SEC beschäftigt sich zu wenig mit Innovationen

    Die SEC habe sich ihrer Ansicht nach auf einen Markt bezogen, für den sie nicht zuständig ist. Die Aufgabe der SEC ist es, sich um Wertpapierbörsen zu kümmern, nicht um den Spotmarkt für Kryptowährungen. Bei der nächsten Entscheidung wird die Zusammensetzung der Kommission gleich bleiben. Dennoch hofft Peirce, dass ihre Kollegen beide der nächsten Entscheidung ihre Einwände positiv aufnehmen werden. Peirce hat sich das Ziel gesetzt, die Möglichkeiten für Investoren auszubauen. In ihrem Interview bei CNBC sagte sie zudem, dass sie zwar selbst keine Kryptowährung besitzt, aber dennoch Innovationen unterstützt.

    Zum Thema Innovationen sagte sie, dass die SEC eine schwere Zeit im Umgang mit Innovationen habe. Zudem habe sich die Behörden in der Vergangenheit nicht mit Innovationen beschäftigt. Daher liegt vor der SEC noch viel Arbeit, um Innovationen offen gegenüber zu stehen.

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    Degiro wurde vor zehn Jahren von Mitarbeitern der Binck Bank gegründet. Zunächst richtete sich das Angebot vor allem an institutionelle Anleger, bevor man sich 2013 auch Privatanlegern öffnete. Ein besonderer Pluspunkt bei Degiro ist, dass die Kostenstruktur des Anbieters sehr günstig und transparent ist. Gebühren für die Depotführung entfallen ebenso wie für das Streichen von Orderlimits. Mit seinem attraktiven Angebot gehört Degiro zu den günstigen Brokern in Europa.

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    Die Gebühren im Wertpapierhandel hängen immer von der Börse ab, an der ein Anleger handelt. Um für Trader ein möglichst großes und attraktives Angebot präsentieren zu können, kommen immer neue Handelsinstrumente zum Angebot hinzu. Insgesamt lassen sind über zwei Millionen Produkte an mehr als 60 Börsen in aller Welt handeln. Im ETF-Bereich finden Anleger mehr als 700 Produkte.

    Kunden können sich jederzeit per Telefon oder E-Mail an den Kundenservice wenden. Für den Handel wurde der Degiro Webtrader entwickelt. Auf der übersichtlichen Plattform finden Trader zahlreiche Tools und Erweiterungen. Die Quick Bar erlaubt es, besonders schnell zu traden. Auch kostenlose Kurse in Echtzeit sind abrufbar.

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    Fazit: US-Börsenaufsicht SEC bei Innovationen weiter vorsichtig

    Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC hat erneut zwei Anträge für einen Bitcoin-ETF abgelehnt. Die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss versuchten bereits zum dritten Mal, die Behörde von einem Konzept für einen Bitcoin-ETF zu überzeugen. Auch ein Antrag der US-Börse CBOE wurde abgelehnt. Vor allem über die Ablehnung des Winklevoss-Antrags wurde in den letzten Tagen viel diskutiert. Nun ist noch ein weiterer Antrag bei der SEC offen, der möglicherweise gute Chancen auf Erfolg hat.

    Der Antrag von VanEck und SolidX wird auch von der CBOE unterstützt. Da hier eine gehandelte Aktie 25 Bitcoins kosten soll, richtet sich der geplante ETF wohl eher an institutionelle Anleger. Dieser Aspekt könnte die Chance auf eine Zulassung erhöhen. Außerdem stehen drei bekannte Unternehmen hinter dem ETF. Möglicherweise wird es am 10. August hierzu Neuigkeiten geben, eine endgültige Entscheidung könnte jedoch auch erst im März 2019 fallen.

    Den Winklevoss-Antrag lehnte die SEC unter anderem aufgrund der Möglichkeit für Kursmanipulationen am Bitcoin-Markt ab. Allerdings fiel die Entscheidung unter den vier Kommissionsmitglieder wohl nicht einstimmig aus. Hester M. Peirce vertritt die Auffassung, dass der von den Winklevoss-Zwillingen eingereichte Antrag durchaus den Vorgaben der SEC entspricht. Sie kritisierte zudem, dass die SEC sich zu sehr auf den Spotmarkt konzentriert habe, für den sie nicht zuständig ist. Die Entscheidung der Behörde macht zudem deutlich, dass es der SEC weiterhin schwerfällt, einen Zugang zu Innovationen zu bekommen.

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