Bitcoin Spot ETF: Wer sie will – und wo die Schwierigkeiten liegen

Bitcoin Spot ETF machen immer wieder Schlagzeilen – denn nicht wenige Anleger und Finanzdienstleister wünschen sich ein Instrument, mit dem über das Depot komfortabel in Bitcoin investiert werden kann. Für Sicherheit würde im Fall eines Spot Bitcoin ETF die physische Besicherung mit Coinbeständen sorgen. Doch die Finanzbehörden in den USA stellen sich quer, und in Deutschland hätte ein Bitcoin ETF keine Chance auf Zulassung. Wie funktionieren Spot ETF Bitcoin, welche Alternativen gibt es, und worauf sollten Anleger achten?

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Bitcoin Spot ETFs machen Schlagzeilen/ Bilderquelle: Unknown man/ shutterstock.com
  • Bitcoin Spot ETF immer wieder im Gespräch
  • US-Finanzaufsicht SEC lehnt Spot Bitcoin ETF im Juni 2022 erneut ab
  • Finanzdienstleister wollen die Entscheidung anfechten
  • Streng genommen sind Spot ETF Bitcoin nicht umsetzbar
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Die Finanzwelt wünscht sich Bitcoin Spot ETF

Icon AuszeichnungSchon seit dem Bitcoin Hype von 2017 bemüht sich die Finanzindustrie darum, Produkte zu entwickeln, mit denen Kryptowährungen auf konventionelle Weise „fassbar“ und handelbar werden – ohne Blockchain und Wallet, ganz einfach über das Depot. Und das kommt auch den Wünschen vieler Anleger entgegen, die zwar gern einen Fuß in der Tür zu den Krypto-Renditen hätten, aber nicht in ein Produkt investieren möchten, das letztlich nur ein elektronischer Code ist.

Schon seit Jahren sind daher Krypto-Zertifikate und Futures Kontrakte Alltag in der Branche. Sie bilden die Kursentwicklung des Bitcoin gegen andere Währungen wie US Dollar, Euro, Britisches Pfund oder Schweizer Franken ab. Vor allem Futures, aus dem Rohstoffhandel entlehnte Kontrakte, lassen sich dann zur Grundlage weiterer Angebote machen, wie den bei vielen Brokern angebotenen Krypto-CFDs.

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Bitcoin Spot ETFs rücken immer mehr in den Fokus/ Bilderquelle: oatawa/ shutterstock.com

Bitcoin ETF in USA: Bisher auf der Basis von Futures

Icon StiftNun gibt es auch schon Bitcoin ETF, und das schon seit Oktober 2021 – zumindest in den Vereinigten Staaten und mit offizieller Genehmigung der Aufsichtsbehörde SEC. Auch diesem Angebot liegen Futures zugrunde. Damit entsprechen sie der „synthetischen“ Form von Indexfonds, bei der die Abbildung der Wertentwicklung nicht durch tatsächliche Aktienkäufe erfolgt, sondern in Form einer Besicherung durch Finanztauschgeschäfte, sogenannte Swaps.

Im Kielwasser der Bitcoin Futures ETF soll es nun auch Bitcoin Spot ETF geben. Umfragen in den USA ergeben, dass drei Viertel der befragten Finanzverwalter sich für die Einführung aussprechen. Bei dieser Ausgestaltung der Produkte wären Emittenten verpflichtet, physische Bestände der abgebildeten Kryptowährung zu halten, der ETF selber müsste den Kurs des Bitcoin exakt nachvollziehen. Diese Kursbildung kommt an den akzeptierten Kryptobörsen zustande – und genau deshalb stellt sich die SEC bislang immer wieder quer.

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Der Stein des Anstoßes: Die Regulierung von Krypto-Exchanges

Icon KryptoDer Grund dafür ist die Interpretation des Begriffs einer Börse bzw. die bislang noch nicht vorhandene Möglichkeit der Regulierung von Krypto-Exchanges. Nur mit einer erweiterten Definition zur Funktion von zugelassenen Handelsplätzen wäre eine Regulierbarkeit der Exchanges möglich. Mehr Kontrolle würde zweifellos auch mehr Wohlwollen gegenüber Krypto-Produkten nach sich ziehen. Dazu muss jedoch das Börsengesetz modifiziert werden – ein langwieriger Vorgang, der sich ein Jahr lang hinziehen könnte.

Zwischenzeitlich laufen wiederholte Anträge auf die Zulassung eines Bitcoin Spot ETF. Unter den Bewerbern findet sich unter anderem die große Fondsgesellschaft VanEck, Anleger in Indexfonds hinlänglich bekannt. Der geplante VanEck Spot Bitcoin ETF wurde schon Ende 2021 einmal von der U.S. Securities and Exchange Commission abgelehnt, nun versucht es der Vermögensverwalter erneut – unmittelbar nach der Ablehnung des Spot Bitcoin ETF der Grayscale Investments.

Hinter Grayscale steht der Anbieter von CoinDesk, die Digital Currency Group, das Unternehmen hat also gleich in mehrfacher Hinsicht Interesse an der Marktzulassung eines Spot ETF Bitcoin. Doch wo liegen die Hürden?

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Es gibt noch keine einheitliche Regulierung von Krypto-Exchanges/ Bilderquelle: Wetzkaz Graphics/ shutterstock.com

Pro und Contra Spot ETF Bitcoin

Icon HakenWie argumentieren die Befürworter von Bitcoin Spot ETF? Vorzüge hätte ein derartiges Produkt zweifellos:

  • kostengünstige Anlageform
  • leichte Handelbarkeit
  • konventionelle Investition für breite Nutzergruppen

Was aus der Sicht der SEC gegen einen Spot Bitcoin ETF spricht, ist ebenfalls valide:

  • unregulierte Handelsplätze
  • mögliche Marktmanipulationen

Doch die Einwände haben Schwächen, zumindest wenn man sich der Argumente von VanEck bedient. Die SEC hat bereits Bitcoin Futures ETF zugelassen, obwohl die Spot-Devisenmärkte ebenfalls als nicht reguliert gelten können. Akzeptabel ist für die Kommission der Futures-Markt, obwohl auch dieser letztlich auf den Spot-Märkten basiert.

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ETF auf Bitcoin: Strukturelle Herausforderungen bei Krypto-Coins

Icon CFD TradingEin Bitcoin Spot ETF müsste nicht nur eines, sondern gleich mehrere regulatorische Hindernisse überwinden. Die Aufsicht über Kryptobörsen wäre nur eins davon. Um zu verstehen, warum sich die SEC querstellt, ein Blick auf Bitcoin, ETF und warum beide bislang kaum zusammenkommen.

  • Krypto-Pionier Bitcoin: Da ist zum einen die allererste Kryptowährung – bei ihrem Launch 2009 wenig beachtet und doch revolutionär. Die Idee: Nutzer sollen ein Zahlungsmittel selbst verwalten, ohne eine zentrale Instanz, über die Datenbanktechnologie der Blockchain. Geschaffen wurde BTC als Reaktion auf die weltweite Finanzkrise. Transparent, anonym und manipulationssicher sollte das neue Zahlungsmittel sein.
  • Steigende Akzeptanz und Alltagstauglichkeit: Bitcoin machte schnell Schule. Schwächen des ursprünglichen Modells wurden von Nachfolge-Coins angegangen und behoben, die Blockchain erhielt neue Funktionen, die sich rasch als extrem alltagstauglich erwiesen, etwa Intelligente Verträge. Coins und Tokens, die echte Probleme lösen, haben sich bereits zu Dutzenden am Markt etabliert, doch der Bitcoin bleibt mit rund 70 Prozent der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung.
  • Widerstandsfähige Krypto-Coin: Seinen Anhängern gilt er als digitales Gold, und trotz wiederholter Kursabstürze hat der immer wieder totgesagte BTC erhebliche Resilienz an den Tag gelegt. Nur: Hinter Bitcoin steht keine in Fundamentaldaten fassbare nationale Volkswirtschaft, keine Assets, keine Unternehmen, keine Nationalbank. Konventionelle Finanzexperten beschwören immer wieder die Furcht vor nicht sicheren Währungs-Varianten herauf. Was dabei kaum angesprochen wird, ist, dass sich Fiatwährungen zeitweise auch als nicht sonderlich sicher erwiesen haben. In allen Fällen ist die Akzeptanz das Grundprinzip, das eine Währung in Umlauf hält und ihren Kurs stützt.

Dass Bitcoin und andere führende Kryptowährungen schlagartig wieder verschwinden, darf bezweifelt werden. Und so laufen seit Jahren Bemühungen um eine Integration der Krypto- und Fiatmärkte auch in Form von Anlageprodukten.

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Es gibt einige Herausforderungen bei Bitcoin Spot ETFs/ Bilderquelle: Art_Photo/ shutterstock.com

Spot Bitcoin ETF: Fondsgesellschaften sehen grundsätzliche Machbarkeit

Icon GewinnEin ETF auf Bitcoin bzw. Spot Bitcoin würde die Palette der Produkte abrunden und zugleich von der immensen Popularität der börsengehandelten Indexfonds profitieren. Anleger und Sparer schätzen die unkompliziert handelbaren, günstigen ETFs, die sich sehr flexibel nutzen lassen. Zu den Vorzügen von ETFs gehört ihre Verwaltung und Anpassung durch Algorithmen. Die Künstliche Intelligenz macht Indexfonds gegenüber aktiv gemanagten Gegenstücken sehr günstig und zieht hinsichtlich der Performance oft mit ihren menschlichen Kollegen gleich.

Neben der Einmal-Investition lassen sich ETF auch für Sparpläne nutzen – und so rücken auch hochpreisige Aktien und teure Kryptowährungen für Kleinanleger in Reichweite. Sie freuen sich, mit monatlichen Raten ab 25 Euro oder weniger mittel- bis langfristigen Vermögensaufbau betreiben zu können. Da auch die Handelskosten für ETF günstig sind, stellt die passive Anlage für die meisten privaten Sparer eine ideale Lösung dar. Der Knackpunkt beim Bitcoin Spot ETF ist jedoch, dass er per definitionem eigentlich nicht möglich ist.

ETF: Kein Produkt für Einzelwerte

Icon Mobile TradingDenn ETF sind Indexfonds, sprich, ihnen liegt ein Index zugrunde. Das kann der MSCI World, ein Themen-Index auf E-Mobility oder Hydrogen oder ein Rohstoff-Index sein. Nur muss er ein Bündel von Werten repräsentieren, zumindest nach Auffassung der EU-Regulatoren. Gerade die Diversifizierung ist dann auch eine der Stärken von ETF, denn die Anlage wird über mehr oder weniger zahlreiche Werte gestreut, was das Risiko der Einzelanlage deutlich abschwächt.

Bei einem Spot Bitcoin ETF wäre dies in vielerlei Hinsicht nicht der Fall – abgebildet wäre, wenn auch physisch mit Coinbeständen hinterlegt, nur ein einziger Wert. Was tun also, da nun der VanEck Spot Bitcoin ETF und ähnliche Produkte vorerst nicht in den Handel kommen? Können Anleger überhaupt auf Bitcoin-basierte Finanzinstrumente zugreifen, und wenn ja – welche?

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Alternativen zum Spot ETF Bitcoin: Diese Lösungen gibt es schon jetzt

Icon Social TradingBitcoin ETF gibt es trotz aller Widerstände – aber nicht für deutsche Anleger. Australien genehmigte im April 2022 den Cosmos Asset Management Bitcoin ETF. Der Indexfonds ist jedoch kein Spot Bitcoin ETF, denn er bildet die Wertentwicklung des kanadischen Purpose Investment Bitcoin ETF nach. Und der wiederum ist ein Pionier in Sachen Bitcoin ETF an den kanadischen Märkten. Eine Besicherung mit physischen Coins gibt es jedoch nicht. Anders beim Bitcoin ETF der Zürcher Kantonalbank – hier wird der Kurs des Bitcoin zugrunde gelegt, die Bank hält tatsächlich entsprechende Coinbestände. In Deutschland müssen Sparer und Fondskäufer allerdings Umwege gehen. Angeboten werden folgende Produkte auf Bitcoin:

Exchange Traded Commodities oder ETC sind unkompliziert handelbar, vergleichbar ETFs. Ihren Ursprung haben sie im Rohstoffhandel, sie bilden die Wertentwicklung von Einzelwerten ab – also auch des Bitcoin. Fonds mit Sondervermögensstatus sind die Produkte aber nicht. Statt dessen ähneln sie Zertifikaten und sind damit als Inhaberschuldverschreibung ausgestaltet. Die Reputation und Zahlungsfähigkeit des Anbieters sind deshalb wichtig.

Exchange Traded Notes ähneln ETC, bilden aber keinen Einzelwert, sondern einen Index ab – beispielsweise einen Krypto-Index. Auch ETN sind Schuldverschreibungen, die über das Depot gehandelt oder bespart werden können.

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Die richtigen Alternativen zum Spot ETF Bitcoin finden/ Bilderquelle: Art_Photo/ shutterstock.com

Die physisch besicherten, thesaurierenden Produkte, zu denen Anleger in Deutschland derzeit Zugang haben, sind folgende:

  • BTCetc – ETC Group Physical Bitcoin DE000A27Z304
  • CoinShares Physical Bitcoin GB00BLD4ZL17
  • 21Shares Bitcoin ETP CH0454664001
  • WisdomTree Bitcoin GB00BJYDH287
  • VanEck Bitcoin ETN DE000A28M8D0
  • SEBA Bitcoin ETP CH0558875933
  • Iconic Funds Physical Bitcoin ETP DE000A3GK2N1
  • Bitpanda Bitcoin ETC DE000A3GVJ41
  • Global X Bitcoin ETP GB00BLBDZV05

Icon StrategieAn erster Stelle steht hier der durch die BaFin zugelassene Bitcoin ETC von HANetf, der BTCetc Bitcoin Exchange Traded Crypto. Das Produkt behandelt Bitcoin wie einen Rohstoff und macht ihn schon seit 2020 börslich handelbar – über die Xetra, die EuroNext und SIX. Der im Juni 2020 aufgelegte ETC hat zwei Jahre später ein Fondsvolumen von 311 Mio. Euro erreicht, die Gesamtkostenquote liegt bei 2,00 % p.a.

Das liegt deutlich über den gewohnten Gesamtkosten für börsengehandelte Produkte – leuchtet jedoch ein, wenn man bedenkt, dass die Abbildung der Krypto-Coin für den Emittenten aufwendig ist, zumal der ETC physisch besichert ist. Ein Währungsrisiko ist ebenfalls gegeben – wie bei vielen Krypto-ETC oder -ETN, denn Grundlage ist in der Regel der Kurs BTC/USD.

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„Bitcoin-ETF“ mit Unternehmensaktien

Icon Mobile TradingTatsächliche ETF legen in den allermeisten Fällen Aktienindizes zugrunde, und auf diesem Weg lassen sich echte Indexfonds dazu einspannen, die Renditepotenziale von Bitcoin & Co zu erschließen. Dazu werden bereits Blockchain ETF angeboten – anders als bei einem Bitcoin Spot ETF liegt hier ein Index zugrunde, in dem Unternehmen zusammengefasst werden.

Um Aufnahme in den Index zu finden, müssen die betreffenden Konzerne beträchtliche Umsätze mit oder dank der Blockchain machen. Und da kommen einige Kandidaten in Frage. IT-Größen, die ihre Cloud-Services auf der Basis der Blockchain anbieten, gehören ebenso dazu wie Hardware-Hersteller, die Komponenten für das Bitcoin Mining liefern. In einem Blockchain Index führen deshalb Konzerne wie Microsoft, AMD oder Nvidia.

Auf entsprechende Indizes sind bereits einige ETF aufgelegt, darunter die folgenden Produkte namhafter Emittenten:

  • Invesco CoinShares Global Blockchain UCITS ETF Acc
  • First Trust Indxx Innovative Transaction & Process UCITS ETF Acc
  • VanEck Crypto and Blockchain Innovators UCITS ETF
  • Global X Blockchain UCITS ETF USD Accumulating
  • ETC Group Digital Assets & Blockchain Equity UCITS ETF
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Krypto ETFs als lohnende Investionsalternative/ Bilderquelle: Wetzkaz Graphics/ shutterstock.com

Bitcoin Zertifikate für Investitionen mit und ohne Hebel

Icon NewsWeitere Produkte, bei denen sich zum Teil sogar ein Hebeleffekt nutzen lässt, sind Zertifikate. Die Inhaberschuldverschreibungen eignen sich dazu, den Kurs des Bitcoin gegen US Dollar oder Euro nachzubilden. Bahnbrechend war hier vor allem der Anbieter Vontobel.

Zertifikate können den Bitcoin-Kurs exakt nachbilden – oder sogenannte Hebel nutzen. Außerdem werden unterschiedliche Laufzeiten sowie Call- und Put-Zertifikate für die Spekulation auf steigende oder fallende Kurse angeboten. Wie bei ETP oder ETN ist die Bonität des Emittenten wichtig, handelbar sind auch diese Produkte über das Wertpapierdepot.

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Krypto-CFDs: Daytrading auf den Bitcoin-Kurs

Icon BitcoinMit ETP, ETN oder Blockchain-ETF sind die Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft. Für eher kurzfristigen Handel eignen sich vor allem die „Contracts for Difference“. CFDs ermöglichen die Umsetzung von Strategien auf steigende ebenso wie auf fallende Kurse, der Basiswert wird dazu jedoch nicht gekauft. Statt dessen gewährt ein Differenzkontrakt nur die Teilhabe am Kurs – für wie lange, entscheiden Trader selbst, auch Ein- und Ausstieg werden anhand der Chartanalyse bestimmt.

Die flexiblen Kontrakte, zunächst für den außerbörslichen Aktienhandel entwickelt, fanden rasch Anklang und machen nun alle Anlageklassen über ein Instrument zugänglich – darunter auch Rohstoffe und Kryptowährungen. Letztere werden auch in diesem Fall auf der Grundlage von Futures mit CFDs gehandelt. Der Einstieg erfolgt über ein Handelskonto bei einem lizenzierten Forex- und CFD-Broker, dieser ist es auch, der durch eine Kreditlinie das „Hebeln“ der Kontrakte ermöglicht. Dank Hebelfaktoren von 1:2 auf Krypto-CFDs und bis zu 1:30 auf Forex Hauptwerte lohnen sich Strategien auch über überschaubare Zeiträume innerhalb eines Börsentags. Die dynamische, interessante Tätigkeit kann dank der vielfach bei Brokern angebotenen Bildungsressourcen auch von Einsteigern erlernt werden.

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Bitcoin Trading auf den BTC Kurs kann auch lohnend sein/Bilderquelle: oatawa/ shutterstock.com

Fazit: Bitcoin Spot ETF vorerst noch nicht in Sicht

Icon Blatt StiftSpot ETF Bitcoin wünschen sich Fondsgesellschaften und Anleger – denn mit derartigen Produkten auf den Bitcoin Kurs würde die Kryptowährung unkompliziert über das Depot handelbar. Der Umsetzung solcher Spot Bitcoin ETF stehen jedoch begründete Einwände entgegen. In Deutschland wäre ein Bitcoin ETF schon allein aufgrund regulatorischer Vorgaben nicht denkbar.

In den USA stört sich die Behörde SEC eher an der mangelnden Regulierbarkeit von Kryptobörsen. Gelänge es, durch Änderungen im Börsengesetz die Handelsplätze unter die Aufsicht der Finanzbehörde zu bringen, wären Anbieter von Bitcoin Spot ETF einen großen Schritt weiter. Einstweilen gibt es weder eine VanEck Spot ETF Bitcoin noch ähnliche Angebote.

Ausweichen können private Anleger auf Exchange Traded Products oder Exchange Traded Notes – beides jedoch kein Fonds mit Sondervermögensstatus, sondern Inhaberschuldverschreibungen, die dem börslichen Rohstoffhandel abgeschaut sind. Alternativen finden sich in Form von Blockchain-ETFs, die relevante Aktien zusammenfassen und unter das Sondervermögen fallen.

Außerdem lässt sich der Kurs des BTC für länger- und kurzfristige Spekulationen mithilfe von Zertifikaten – etwa von Vontobel – oder Krypto-CFDs nutzen. Sowohl die Zertifikate als auch Differenzkontrakte haben den Vorteil, dass hier auch fallende Kurse Gegenstand von Strategien sein können. Dank der möglichen Hebel steigern Trader ihr Eigenkapital und die Renditen. Doch für alle vorgestellten Krypto-Produkte gilt, dass Anleger und Trader sich zunächst eingehend informieren und sich mit den Abläufen beim Handel vertraut machen sollten. Die besten Finanzdienstleister, die ihre Kunden mit Schulungsangeboten und Demokonten begleiten, findet man mit dem Depot- oder Brokervergleich auf dem kürzesten Weg.

Bilderquelle:

  • shutterstock.com
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