In den Gesundheitssektor investieren mit dem MSCI World Health Care ETF

Das Gesundheitswesen ist nicht erst seit der Corona-Pandemie eine gefragte Anlage. Viele Unternehmen der Branche können schon seit Jahren stabile Umsätze vorweisen. Dazu kommen Biotechnologie-Unternehmen, die mit innovativen Therapiemethoden punkten.

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Investitionen in den MSCI World Health Care Index werden immer beliebter/ Bilderquelle: PopTika/ shutterstock.com

Ein Gesundheitswesen-ETF wie der MSCI World Health Care ETF ist ein Sektor-ETF. Darin sind nach einer bestimmten Einteilung, oft nach dem Global Classification Standard, verschiedene Unternehmen aus der Gesundheitsbranche zusammengefasst. Die Unternehmen im Index müssen dabei einen Großteil ihrer Einnahmen im Bereich Gesundheit erwirtschaften.

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International führende Unternehmen aus der Gesundheitsbranche

Im MSCI World Health Care Index sind alle Unternehmen aus der Gesundheitsbranche vertreten, die auch Teil des MSCI World sind. Damit investieren Anleger über einen MSCI World Health Care ETF in die internationale Gesundheitsbranche und in die weltweit größten Unternehmen aus diesem Bereich.

Dabei kann es sich um

  • Betreiber von Krankenhäusern
  • Hersteller von medizinischen Geräten oder
  • Hersteller von Medikamenten

handeln.

Den MSCI World Health Care Index sowie ETFs auf diesen Index gibt es schon seit einigen Jahren. Einige Broker bieten diesen auch im Rahmen eines Sparplans an.

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Im MSCI World Health Care Index sind alle Unternehmen aus der Gesundheitsbranche vertreten/ Bilderquelle: ktsdesign/ shutterstock.com

Ein Beispiel für einen MSCI World Health Care ETF ist der Xtrackers MSCI World Health Care UCITS ETF, den es seit 2016 gibt. Der ETF arbeitet mit einer vollständigen Replikation und ist thesaurierend. Im ETF sind unter anderem die Wertpapiere von

  • Johnson & Johnson
  • Pfizer
  • Lilly
  • Merck
  • Roche und
  • AstraZeneca

enthalten. Fast 70 Prozent der Unternehmen im ETF kommen aus den USA. Eine Alternative mit einem etwas kleineren Fondsvermögen ist der Lyxor MSCI World Health Care TR UCITS ETF.

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Pharmaunternehmen mit langer Tradition

Icon Daumen HochPfizer wurde beispielsweise schon 1849 gegründet. Der erfolgreiche Coronavirus-Impfstoff half dem Unternehmen dabei, seinen Umsatz 2021 auf 81,3 Milliarden Dollar zu erhöhen. Dies waren 92 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ohne den Impfstoff hätte der Umsatz lediglich 44,4 Milliarden Dollar betragen, was ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zu 2020 gewesen wäre.

Johnson & Johnson punktete ebenfalls mit einem eigenen Impfstoff gegen das Corona-Virus. Für vielversprechende Renditen sorgen aber auch Merck oder Roche. Mit einem Umsatz von 48 Milliarden Dollar im Jahr ist Merck ebenfalls eines der führenden Pharmaunternehmen der Welt. Die Schweizer Konkurrenz von Roche kommt sogar auf Umsätze von 58 Milliarden Dollar im Jahr.

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Ein Blick in die Produktion bei Pfizer/ Bilderquelle: pfizer.com

Gesundheit als spannendes Anlagethema

Icon InfoGesundheit ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein wichtiges Anlagethema. Viele Unternehmen können schon seit Jahren hohe Umsätze vorweisen und zahlen hohe Renditen an ihre Anteilseigner. Die Menschen werden immer älter und auch in Schwellenländern verbreiten sich Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck. Daher wächst die Zielgruppe, was in den nächsten Jahren einen wachsenden Markt mit hohen Erlösen bedeuten kann.

Ein Baby, dass heute geboren wird, hat in Europa und Nordamerika eine Lebenserwartung von 78 Jahren. In Deutschland liegt die Lebenserwartung sogar schon bei über 80 Jahren, unabhängig vom Geschlecht. Diese Zahl wird dank des medizinischen Fortschritts weiter ansteigen. In Schwellenländern steigt die Lebenserwartung ebenfalls, obwohl sie in afrikanischen Ländern noch bei nur 64 Jahren liegt.

Darüber hinaus steigt die Nachfrage an Medikamenten und je nach Krankheit ist die Behandlungsdauer länger. Vor allem bei älteren Menschen ist die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen höher, was auch die Umsätze steigen lässt. Die Menschen werden immer älter und sind damit auf medizinische Hilfe angewiesen. Allerdings herrscht in der Pflege ein enormer Personalmangel. Daher gibt es auch Unternehmen, die an Robotik-Lösungen für die Pflege forschen.

Gesundheits-ETFs gelten in Krisenzeiten als recht stabil, denn Krankheiten hängen nicht von der Konjunktur oder der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Dazu kommt, dass es in der medizinischen Forschung viele Fortschritte und Innovationen gibt. Dennoch sollte auch ein MSCI World Health Care ETF nur einen kleinen Teil des Depots ausmachen.

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Gesundheit mit Beginn der Pandemie im Fokus

Icon TippMit Beginn der Corona-Pandemie stand der Gesundheitssektor stark im Fokus. AstraZeneca oder BionTech konnten sich mit ihren Impfstoffen auch über die Medizinbranche hinaus einen Namen machen. Zudem kam die ganze Branche recht stabil durch die Krise. Viele Aktien von Medizin-Unternehmen können langfristig hohe Renditen vorweisen.

2020 entwickelten sich Fonds aus dem Bereich Gesundheit doppelt so gut wie der MSCI World. Anlagen in die Gesundheitsbranche gelten traditionell als eher defensiv und sind mit einem vergleichsweise geringen Risiko verbunden.

Natürlich stand die Branche während der Pandemie besonders im Fokus der Aufmerksamkeit. Viele Unternehmen aus dem Medizin-Bereich konnten davon profitieren. So hatten die entwickelten Impfstoffe beispielsweise teils hohe Umsatzsteigerungen zu Folge. Laut einer Studie von Scope Analysis hat sich die Branche in den letzten Jahren in drei von vier Krisen als sehr stabil bewiesen. Auch während der Finanzkrise 2008/09 verloren Gesundheitsaktien weniger als Aktien aus anderen Branchen.

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Die Pandemie hat viel in der Medizinbranche bewegt/ Bilderquelle: Gorodenkoff/ shutterstock.com

Krankheiten sind krisensicher

Icon VirusKrankheiten machen vor Krisen nicht halt. Daher finden immer Operationen statt und es werden Medikamente verkauft. 2021 konnten sich viele Unternehmen aus der Branche über gute Geschäftsergebnisse freuen. Zudem profitiert die Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich der Gesundheit von strukturellen Wachstumstreibern wie dem demographischen Wandel. Auch der technologische Fortschritt spielt eine große Rolle. Vor allem im Bereich der Biotechnologie und der Pharmazie tun sich auf diesem Weg neue und größere Märkte auf.

Vor allem der US-Markt ist dabei vielversprechend. Die USA sind mit 40 Prozent des gesamten Marktes der größte Gesundheitsmarkt. Daher sind die USA und auch beispielsweise neue gesetzliche Vorgaben dort für Unternehmen sehr wichtig. Zudem legen immer mehr Menschen Wert auf ihre Gesundheit und investieren beispielsweise in Vorsorge oder Vitaminpräparate zur Stärkung des Immunsystems. Zudem müssen Krankenhäuser immer genug Medikamente vorrätig haben.

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Digitalisierung kommt auch in der Medizin an

Icon FazitWährend der Pandemie war zu beobachten, dass digitale Leistungen immer wichtiger werden. So gibt es mittlerweile auch Angebot für virtuelle Besuche beim Arzt. Medikamente werden ebenfalls immer häufiger online bestellt, insbesondere rezeptfreie, frei verkäufliche Präparate. Mit Angeboten wie dem E-Rezept könnte dieser Markt weiter wachsen.

Allein in Deutschland bieten bereits viele niedergelassene Ärzte auch Videosprechstunden an. Dazu kommen viele neue Behandlungsmethoden und auch bei Krankheiten, die lange als unbehandelbar galten, gibt es Fortschritte. Die Forschung ist aber mit hohen Kosten verbunden, sodass viele kleinere Biotechnologie-Unternehmen zwar wissenschaftlich führend sind, aber keine oder nur sehr geringe Gewinne erzielen. Meist kommt der finanzielle Durchbruch erst dann, wenn ein Medikament eine Zulassung bekommen und sich erfolgreich am Markt etabliert hat. Dies ist aber ein langer, intensiver und kostenaufwendiger Prozess.

Zudem sind nicht alle Unternehmen gleich erfolgreich, weshalb auch bei Anlagen im Bereich der Gesundheit eine breite Diversifikation notwendig ist. So hatten beispielsweise einige Unternehmen, die an Corona-Impfstoffen forschten, mit ihren Ansätzen keinen Erfolg.

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Die Medizin steht vor der Digitalisierung/ Bilderquelle: Gorodenkoff/ shutterstock.com

Health-ETFs vergleichsweise günstig

Icon Daumen HochHealth-ETFs sind günstiger als aktiv gemanagte Fonds, ihre Performance ist aber etwas schwächer. Insbesondere ETFs auf den MSCI World Health Care Index schneiden aber sehr gut ab. Hier sind Renditen von über zehn Prozent im Jahr möglich. Zudem sind mit Pfizer oder Merck die wichtigsten Unternehmen der Branche im Index vertreten.

Mit Gebühren von 0,15 bis 0,3 Prozent sind ETFs auf den MSCI World Health Care recht günstig. Alternaten sind Pharma-ETFs oder ETFs, die innovative Biotechnologie-Unternehmen abdecken. Sektor-ETFs und Themenfonds sollten aber immer nur als Beimischung zum Depot genutzt werden.

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Medizin steht vor Herausforderungen

Icon StiftNeben Zivilisationskrankheiten nehmen auch psychische Erkrankungen wie Burnout immer mehr zu. Die medizinisch Versorgung wird daher immer wichtiger und auf Staaten und Ärzte kommen in den nächsten Jahre viele Herausforderungen zu. So fehlen beispielsweise in Deutschland weiterhin Pflegekräfte. Für Anleger verspricht dies aber einen Wachstumsmarkt, der für eine Anlage durchaus infrage kommt.

Allerdings ist eine Anlage in eine Einzelaktie, beispielsweise in ein Unternehmen, dass Krankenhäuser oder Pflegeheime betreibt, eher ein Risiko. Ein ETF ist breiter gestreut und damit sicherer. Zudem müssen Anleger nicht jede einzelne Aktie im ETF genau analysieren, sondern können mit nur einem Investment in einen Zukunftstrend investieren.

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Die Medizin steht vor Herausforderungen/ Bilderquelle: totojang1977/ shutterstock.com

Pharma-Branche stark reguliert

Icon GlühbirneWichtig ist aber auch, zu wissen, dass gerade die Pharma-Branche zu den am stärksten regulierten Branchen gehört. Der Einfluss von Behörden und Politik ist groß. Kein Medikament kommt ohne umfassende Prüfung auf den Markt und es gibt immer wieder neue gesetzliche Vorgaben. Außerdem besteht bei jedem Medikament und jedem medizinischen Eingriff die Gefahr von Nebenwirkungen. Dies kann auch Klagen nach sich ziehen. Die Entwicklung eines Medikaments kann zudem Jahre dauern.

Gesundheits-ETFs beziehen sich oftmals vor allem auf Unternehmen aus Europa und den USA, wobei US-Unternehmen meist sehr stark vertreten sind. Meist sind viele große Pharmakonzerne Teil des ETFs. Danach folgen kleinere Biotechnologie-Unternehmen oder Hersteller von medizinischen Geräten. Einige ETFs haben sich aufgrund der Größe des Gesundheitssektors auf Teilbereich wie den europäischen Gesundheitssektor spezialisiert.

Generell ist bei vielen Unternehmen aus der Branche mittel- bis langfristig mit Steigerungen bei Aktienkursen und Umsätzen zu rechnen. Allerdings ist nicht mit rasant in die Höhe schießenden Aktienkurse wie zuletzt bei einigen Technikunternehmen zu rechnen. Eher wird sich die ansteigende Entwicklung langsamer zeigen.

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Gesundheitsbereich könnte weiter boomen

GIcon Hakenroße Pharmaunternehmen waren schon lange vor Corona im DAX oder im Dow Jones. Viele blicken auf viele erfolgreiche Jahrzehnte zurück. Einige schütten auch recht hohe Dividenden aus. Daher kann ein MSCI World Health Care ETF gerade für eher riskikoscheue, langfristig orientierte Anleger interessant sein.

Einige Studien gehen davon aus, dass die Gesundheitsbranche in den nächsten Jahren boomen wird. Die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums durchgeführte Studie zur Gesundheitswirtschaft geht davon aus, dass der Markt bis 2030 jedes Jahr um sechs Prozent wachsen könnte. 2030 könnte das Gesamtvolumen dann bei 20 Billionen Dollar liegen.

Schon 2017 prognostizierte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrer Studie „Health at a Glance 2017“, dass sich der Markt von 2010 bis 2035 verdoppeln könnte. Bis 2060 ist dann sogar eine Vervierfachung möglich. Innerhalb von 50 Jahren würde die Gesundheitsbranche dann zu 9,5 Prozent am Bruttoinlandsprodukt teilhaben.

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Der Gesundheitsbereich boomt/ Bilderquelle: Gorodenkoff/ shutterstock.com

Gesundheitsanlagen als Schutz vor Rezession

Icon Social MediaGelegentlich wird die Gesundheitsbranche sogar als Anlagetipp in Zeiten einer aufkommenden Rezession genannt. Ein Vorteil ist dabei sicher, dass das Feld von Krankenhäusern bis Medizintechnik reicht und daher sehr breit gefächert ist. Viele Unternehmen der Branche arbeiten mit soliden und über Jahre erprobten Geschäftsmodellen. Die Wissenschaft ist zudem sehr dynamisch und neue Entwicklungen wie Robotik oder die Digitalisierung bringen neue Medikamente und Therapiemethoden hervor. Das Innovationspotenzial ist damit hoch.

Da die Aussichten für die nächsten Jahre gut sind, könnten Aktien und ETFs der Branche in der Tat einen Schutz gegen Inflation und Rezession darstellen. Die Gesundheitsbranche wird auch für uns in den nächsten Jahren im Alltag immer wichtiger. Viele Innovationen, die heute noch undenkbar sind, werden wohl in den nächsten Jahren Realität. Mit einem MSCI World Health Care ETF können Anleger an diesen Entwicklungen teilhaben.

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Markt wächst weiter

Icon PC TradingDer Markt für Medikamente könnte bis 2025 auf 742 Milliarden Dollar wachsen und damit weiter ins Blickfeld von Investoren rücken. Zudem werden viele Unternehmen und Forschungsbemühungen staatlich gefördert und auch Unternehmen aus anderen Branchen werden auf Medizinunternehmen aufmerksam. So hat beispielsweise auch Google eine Sparte für Healthcare. Kooperationen und Übernahmen könnten den Markt in den nächsten Jahren umgestalten.

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Der Markt für Pharmaunternehmen wächst/ Bilderquelle: BroCrock/ shutterstock.com

Icon Mobile TradingAllerdings sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung noch immer hoch. Allein in Deutschland wurden 2020 bereits 441 Milliarden Euro für Gesundheitsleistungen ausgegeben. Staaten arbeiten bereits daran, diese hohen Kosten einzudämmen. Vor allem in den USA werden die hohen Kosten für die Gesundheit massiv diskutiert. Innovationen, die zu einer höheren Effizienz führen, sind daher sehr wichtig. Dabei spielt beispielsweise die Digitalisierung eine große Rolle.

Kleinere Unternehmen sind im Bereich der Forschung oft schneller und flexibler als die großen Player der Pharmabranche. Wer in die Gesundheitsbranche investieren will, sollte sich mit den Strukturen der Branche ein wenig vertraut machen. Vor allem gesetzliche Vorgaben stellen hier ein Risiko dar. Auch die Gefahr, dass ein Produkt trotz langer und kostenintensiver Forschung letztendlich nicht auf den Markt kommt, ist bei vielen Unternehmen durchaus gegeben.

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Fazit: Gesundheit wichtiges Anlagethema

Icon Blatt StiftNicht erst seit der Corona-Pandemie sind Anlagen in Unternehmen aus der Gesundheitsbranche gefragt. Pfizer oder AstraZeneca konnten in den letzten Jahren dank ihrer Impfstoffe gegen das Corona-Virus aber ihre Bekanntheit und auch ihre Umsätze deutlich steigern.

Um nicht in jedes einzelne Unternehmen investieren zu müssen, empfiehlt sich ein Gesundheits-ETF wie der MSCI World Health Care ETF. In diesem sind alle Unternehmen aus dem Gesundheitssektor vertreten, die auch Teil des MSCI World sind.

Bilderquelle:

  • shutterstock.com
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