ETF Altersvorsorge Steuern: Lohnt sich die Altersvorsorge mit ETFs?

ETFs als Altersvorsorge bringen Steuervorteile gegenüber Fonds

Die gesetzliche Rente wird aufgrund der Überalterung der Bevölkerung immer niedriger, weshalb viele Verbraucher sorgenvoll in die Zukunft blicken: Wie kann ich mich am besten selbst absichern? Welche der unzähligen Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge ist die richtige für mich? Lohnen sich ETFs als Altersvorsorge und wie hoch sind dabei die Steuern? Diesen und anderen Fragen möchten wir hier auf den Grund gehen.

ETF Altersvorsorge Steuern: Fakten im Überblick

  • Zunächst müssen Sie entscheiden, ob Sie Ihr Kapital in ETFs oder in ETF Sparpläne investieren möchten
  • ETF Sparpläne zeichnen sich dabei durch einen höheren Komfort bei niedrigerer Flexibilität aus
  • Für ETFs und ETF Sparpläne fällt gleichermaßen die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent an
  • Nimmt man spezifische ETF-Altersvorsorge-Angebote im Anspruch, kann sich die steuerliche Behandlung unterscheiden

ETFs handeln oder in einen ETF Sparplan investieren?

Nicht nur, wenn man mit ETFs die Altersvorsorge sichern möchte, sondern auch wenn man vorhat, erste Schritte im ETF-Geschäft zu machen, sollte man sich zunächst fragen, ob man ETFs handeln oder in einen ETF Sparplan investieren möchte. Beide Produkte unterscheiden sich geringfügig, worauf Anleger im Vorfeld unbedingt achten sollten.

Möchten Sie ETFs handeln, so benötigen Sie im Vorfeld in Wertpapierdepot, in welchem ihre ETFs verwahrt und verwaltet werden können. Den Einkauf der Produkte haben sie dabei ebenso selbst in der Hand wie den Verkauf, was ein hohes Maß an Flexibilität verspricht: Ändern sich Ihre Lebensumstände, können Sie Ihren Bestand verkaufen und dem ETF-Handel den Rücken kehren – oder Sie generieren aus einem plötzlichen Geldsegen durch ETFs eine zusätzliche Rendite. Da Sie bei der Verwaltung Ihrer ETFs jedoch komplett auf sich selbst gestellt sind, kann der Komfort im Alltag hierbei schnell leiden: Wann sollten Sie Ihre ETFs verkaufen? Welche ETFs sollten Sie Ihrem Portfolio hinzufügen? Ist die Rendite ausreichend, die Sie mit Ihrem Bestand generieren? All diese Fragen müssen Sie sich beim ETF-Handel selbst beantworten können.

Die Investition in einen ETF Sparplan gestaltet sich indes als weitaus unkomplizierter: Sie wählen zunächst selbst aus, welche ETFs Sie Ihrem Sparplan hinzufügen möchten und definieren daraufhin Ihre monatliche Sparrate. Diese Sparrate, die bei einigen Anbietern schon bei 25 Euro beginnt, wird daraufhin in regelmäßigen Abständen in den Sparplan eingezahlt. Dabei sind sowohl monatliche als auch viertel-, halb- oder nur jährliche Zahlungen möglich. Da das Geld in der Regel per Lastschrift vom Konto eingezogen werden kann, entstehen hierbei keinerlei Pflichten oder Aufgaben – gleichermaßen leidet jedoch die Flexibilität. Hat man sich für den falschen Anbieter entschieden, gestalten sich Veränderungen an der Sparrate oder der Laufzeit des Sparplans als schwierig bis unmöglich, was im Alltag schnell für Probleme sorgen kann. Allerdings leidet der Komfort auch bei der Verwaltung eines Sparplans über einen kundenfreundlicheren Anbieter, da Sie bei Veränderungen immer den „Umweg“ über den Sparplan machen müssen.

Bevor Sie sich Gedanken über Ihre Altersvorsorge mit ETFs machen können, sollten Sie sich fragen, ob Sie Ihr Geld in „reine“ ETFs oder lieber in einen ETF Sparplan anlegen möchten. Die Kapitalanlage in ETFs geht dabei mit einem hohen Maß an Flexibilität einher, das es Ihnen ermöglicht, Ihr Depot Ihrer aktuellen Lebenssituation anzupassen, während der Komfort aufgrund der ständigen Überwachung der ETFs darunter leidet. Bei der monatlichen Investition in einen ETF Sparplan ist stattdessen der Komfort gegeben, während sich Veränderungen am Sparplan hingegen als schwierig bis unmöglich gestalten können.

ETF Altersvorsorge Steuern

ETFs und ETF Sparpläne eignen sich zur privaten Altersvorsorge / © blickpixel

Die Vorteile der ETF Altersvorsorge unter der Lupe

ETFs bringen schon im Allgemeinen große Vorteile mit sich, die sich Händler zunutze machen können – als Altersvorsorge fallen diese Vorteile nicht minder groß aus. Insbesondere bei der Geldanlage in einen Sparplan können Anleger den vollen Nutzen von ETFs kennenlernen, indem sie beispielsweise vom Cost-Average-Effekt profitieren, den nur wenige andere Produkte mitbringen. Da im Rahmen eines Sparplans sowohl zu hohen als auch zu tiefen Kursen gekauft wird, müssen sich die Anleger darüber hinaus keine Sorgen darüber machen, wann der richtige Einstiegszeitpunkt für Ihre ETF Altersvorsorge gekommen sein könnte. Letztendlich geht es nämlich darum, über einen langen Zeitraum gewinnbringend zu investieren, statt mit einer Einmalanlage auf den wichtigen Einstiegszeitpunkt zu warten.

Da ein ETF Sparplan zudem von Anfang an auf die persönlichen Gegebenheiten und die individuelle Risikobereitschaft angepasst werden kann, ergeben sich für den Anleger weitere wertvolle Vorteile. Um den bestmöglichen Nutzen aus dem ETF Sparplan ziehen zu können, sollten Anleger sich dabei zunächst auf nur wenige ETFs beschränken, die sowohl Aktien als auch Anleihen abdecken. Die Aktien sollten dabei die Entwicklung von Industriestaaten abbilden, während sie bei Bedarf auch mit ETFs mit höherem Renditepotenzial abgerundet werden können.

Während sich ETFs bereits im Allgemeinen durch große Vorteile auszeichnen, ist dies auch bei ETFs, die zur Altersvorsorge genutzt werden können, nicht anders. Insbesondere bei der Investition in einen ETF Sparplan müssen Kunden sich nicht um den richtigen Einstiegszeitpunkt sorgen, sondern sie können stattdessen mit ihrem ETF Sparplan über einen langen Zeitraum gewinnbringend investieren. Schließlich kann ein ETF Sparplan direkt von Beginn an den persönlichen Gegebenheiten und der individuellen Risikobereitschaft angepasst werden, während der Kunde dabei von den typischen Vorteilen profitieren kann, zu denen niedrige Kosten, ein geringes Risiko und ein hohes Maß an Transparenz gehören.

ETFs können kostengünstig gehandelt werden

ETFs zeichnen sich durch geringe Kosten und hohe Renditen aus / © PublicDomainPictures

ETF Altersvorsorge Steuern: Wie viel muss man abgeben?

Bevor man sich über die Steuern informiert, die bei der Kapitalanlage in ETFs anfallen, muss zunächst einmal die Frage nach der tatsächlichen Investitionsart gestellt werden. Legt man sein Geld nämlich ganz „typisch“ in ETFs oder in ETF Sparpläne an, dann sollte man damit rechnen, am Ende des Jahres die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent an den Staat entrichten zu müssen – zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventueller Kirchensteuer.

Hat man hingegen spezielle Angebote verschiedener Unternehmen in Anspruch genommen und investiert sein Kapital nun in eine ETF-Privatrente, eine ETF-Basisrente oder auch in einen Riester ETF Sparplan, kann die steuerliche Behandlung dabei schon ganz anders aussehen. In einem solchen Fall ist es auch gut möglich, dass die private Altersvorsorge sogar durch steuerliche Vorteile noch attraktiver gestaltet wird. Um wertvolle Informationen über den persönlichen Status der ETF-Altersvorsorge und die entsprechende steuerliche Behandlung zu erhalten, sollte man sich deshalb an einen kompetenten Ansprechpartner beim entsprechenden Unternehmen wenden, bei dem die ETF-Rente abgeschlossen wurde.

ETFs müssen versteuert werden

Auch auf ETFs fallen Steuern an! / © Snatali

Um zu erfahren, wie die steuerliche Behandlung der persönlichen ETF Altersvorsorge aussieht, muss man zwischen der „herkömmlichen“ Investition in ETFs oder ETF Sparpläne und der Altersvorsorge mit besonderen Produkten wie der ETF-Privatrente oder der ETF-Basisrente unterscheiden. Bei ersteren Optionen fällt nämlich die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Euro zzgl. Solidaritätszuschlag und eventueller Kirchensteuer an, die für sämtliche Kapitalerträge entrichtet werden muss. Bei einer tatsächlichen ETF-Rente kann sich die steuerliche Behandlung grundlegend unterscheiden, weshalb man sich in diesem Fall am besten direkt beim Anbieter entsprechende Informationen einholt und sich damit idealerweise noch einmal an seinen Steuerberater wendet.

Fazit: ETFs stellen eine Alternative zur privaten Vorsorge dar

ETFs erfreuen sich nicht ohne Grund einer besonders großen Beliebtheit: Sie zeichnen sich bereits im normalen Alltag durch eine Vielzahl an praktischen Vorteilen aus, während sie auch als Mittel zur privaten Altersvorsorge zu überzeugen wissen. Um von den kostengünstigen und transparenten Produkten auch im Alter bestmöglich profitieren zu können, sollte man sich bereits von Vornherein mit den anfallenden Steuern auseinandersetzen: Beim Handel von ETFs oder beim Investment in ETF Sparpläne fällt dabei die reguläre Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge an – bei speziellen Produkten wie einer ETF-Basis-Rente oder der ETF-Rieste-Rente muss dies jedoch nicht der Fall sein. Informieren Sie sich deshalb am besten bereits im Vorfeld bei einem kompetenten Ansprechpartner.Teasergrafik_Content_Sparplan_v1

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