Russische Staatsanleihen

Russische Staatsanleihen und Ukraine Anleihen waren in der Vergangenheit bei vielen Anlegern und Investoren beliebt. Durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine hat sich die Situation allerdings nunmehr sehr stark verändert. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns im Rahmen dieses Artikels ausführlich mit dem Thema.

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Bilderquelle: TTstudio/ shutterstock.com
  • Mit Staatsanleihen können Länder Schulden aufnehmen
  • Anleger erhalten eine attraktive Möglichkeit, um regelmäßig Zinsen erhalten zu können
  • Russische Staatsanleihen sind aufgrund des Krieges in der Ukraine sehr stark gefallen
  • Einige Anleger spekulieren auf steigende Notierungen in der Zukunft
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Was sind Russische Staatsanleihen?

  • Staatsanleihen werden von Ländern ausgegeben, um Geld zu erhalten
  • Für die Staaten ist das daher die wichtigste Möglichkeit, Schulden zu machen
  • Dadurch können insbesondere bestimmte Projekte finanziert werden
  • Außerdem können durch Staatsanleihen zu geringe Steuereinnahmen ausgeglichen werden
  • Anleger und Investoren können Staatsanleihen kaufen
  • Der Handel funktioniert dabei ähnlich wie der Aktienmarkt
  • Die Anleger kaufen die Staatsanleihen und geben daher ihr Kapital an den entsprechenden Staat
  • Normalerweise haben Staatsanleihen eine bestimmte Laufzeit, beispielsweise 1 Jahr, 10 Jahre oder 30 Jahre
  • Nach dem Ende der Laufzeit hat der Anleger einen Anspruch darauf, dass sein Geld zurückbezahlt wird
  • Wer daher für 10.000 Rubel Russische Staatsanleihen kauft und diese eine Laufzeit von 10 Jahren haben, der hat nach dem Ablauf der Zeit den Anspruch, 10.000 Rubel zurück zu erhalten
  • Als Gegenleistung erhalten die Anleger jedes Jahr Zinsen bzw. einen Kupon
  • Aus diesem Grund ist es für die Anleger attraktiv, Staatsanleihen zu kaufen
  • Vor dem Ende der Laufzeit haben die Anleger die Möglichkeit, die Staatsanleihen zu verkaufen
  • Dies geschieht beispielsweise dann, wenn die Anleger eine attraktivere Anlagemöglichkeit mit einer höheren Verzinsung haben
  • Der Preis, die Anleger für ihre Staatsanleihen erhalten, hängt in diesem Fall von Angebot und Nachfrage ab
  • Falls die Anleger beim Verkauf weniger Geld erhalten, als sie ursprünglich investiert haben, spricht man vom Handel unter par
  • Für den Käufer bedeutet dies, dass er in diesem Fall eine höhere Rendite erhält: Zwar bleibt der Zinssatz bzw. Kupon gleich, allerdings muss der Käufer weniger für die Staatsanleihen bezahlen
  • Wenn die Staatsanleihen zu einem höheren Preis verkauft werden, so wird von über par gesprochen
  • Russische Staatsanleihen können im Moment aufgrund der internationalen Sanktionen nur schwer gehandelt werden
Russische Staatsanleihen
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Über Staatsanleihen

Icon StiftBevor wir weiter auf Russische Staatsanleihen eingehen, besprechen wir zunächst, wie der Handel mit Staatsanleihen prinzipiell funktioniert.

Wenn Staaten Geld aufnehmen möchten, dann gehen sie in der Regel nicht zu einer Bank. Vielmehr werden dann Staatsanleihen ausgegeben. Für Staaten sind Staatsanleihen daher die wichtigste Möglichkeit, um Schulden aufnehmen zu können. Übrigens geben gibt es aktuell sogar immer mehr grüne Anleihen auf dem Markt.

Dieser Vorgang ist auf der ganzen Welt üblich. Staatsanleihen werden hierbei insbesondere aus den folgenden beiden Gründen ausgegeben:

  • Es soll ein bestimmtes Projekt finanziert werden
  • Es soll ein Defizit im Staatshaushalt ausgeglichen werden: Die Steuereinnahmen reichen daher nicht aus, um die Ausgaben des Staates zu decken

Staatsanleihen werden dabei in der Regel mit bestimmten Laufzeiten ausgegeben. Üblich sind insbesondere:

  • 1 jährige Laufzeit
  • 2 jährige Laufzeit
  • 5 jährige Laufzeit
  • 10 jährige Laufzeit
  • 20 jährige Laufzeit
  • 30 jährige Laufzeit

Die Staaten können dabei selbst bestimmen, wie genau sie die Staatsanleihen ausgestalten wollen.

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Anleger und Investoren kaufen Staatsanleihen

Icon Geld einzahlenDie Staatsanleihen können von Anlegern und Investoren gekauft werden. Dazu können insbesondere eine Bank oder ein Broker beauftragt werden. Für den Kauf der Staatsanleihen bezahlen die Anleger eine bestimmte Menge an Kapital, zum Beispiel 10.000 Euro.

Nach dem Ende der Laufzeit haben die Anleger dann den Anspruch, 10.000 Euro vom Staat, welcher die Staatsanleihe ausgegeben hat, zurück zu erhalten.

Bereits an dieser Stelle zeigt sich, dass Staatsanleihen für den Anleger auch ein Risiko bergen: Denn falls das Land nicht mehr in der Lage sein sollte, die Staatsanleihen zurück zu bezahlen, dann erleidet der Anleger einen (Total-) Verlust. Russische Staatsanleihen bergen ebenfalls dieses Risiko.

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Gegenleistung: Der Kupon

Icon Blatt StiftAls Gegenleistung für das zur Verfügung stellen des Kapitals erhalten die Anleger jährlich eine Verzinsung bzw. einen Kupon.

Aufgrund der Verzinsung ist es für die Anleger attraktiv, Staatsanleihen zu halten. Staatsanleihen dienen daher vor allem auch als Anlageobjekt. Beliebt sind solche Staatsanleihen insbesondere auch bei Fonds, Pensionskassen und bei Versicherungen.

Das bedeutet zusammengefasst:

  • Staatsanleihen werden von Ländern auf der ganzen Welt ausgegeben
  • Dadurch können Staaten Schulden aufnehmen
  • Dies ist häufig erforderlich, um bestimmte Projekte zu finanzieren oder um das Staatsdefizit auszugleichen
  • Die Staatsanleihen haben in der Regel eine bestimmte Laufzeit
  • Nach dem Ende der Laufzeit erhalten die Käufer der Staatsanleihen den Kaufpreis zurück
  • Allerdings besteht auch das Risiko, dass es bei dem Land zu einem Zahlungsausfall kommen kann
  • Während der Laufzeit erhalten die Anleger eine Verzinsung bzw. einen Kupon
  • Das gilt auch für Russische Staatsanleihen
  • Staatsanleihen sind aufgrund der Verzinsung ein interessantes Anlageobjekt
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Der Handel mit Staatsanleihen

Icon TippAuch Russische Staatsanleihen können grundsätzlich gehandelt werden. Auch wenn eine Staatsanleihe eine Laufzeit von 10 Jahren hat, dann bedeutet das nicht, dass die Käufer die Staatsanleihe nicht auch schon früher wieder verkaufen können.

Dies kann verschiedene Gründe haben. Dazu einige Beispiele:

  • Der Anleger benötigt aus einem bestimmten Grund Kapital und möchte daher die Staatsanleihe verkaufen
  • Der Anleger hat eine bessere Möglichkeit gefunden, um sein Kapital anzulegen (beispielsweise mit einer höheren Verzinsung)

Die Staatsanleihen können dann am Markt verkauft werden. Dies funktioniert ähnlich wie der Aktienhandel. Auch in diesem Fall werden Banken und Broker genutzt. Günstige Anbieter finden sich beispielsweise in unserem Broker Vergleich.

Der Preis, den der Anleger erhält, hängt allerdings auch vom Markt und damit von der aktuellen Nachfrage und dem Angebot ab:

  • Staatsanleihen, die unter dem ursprünglichen Kaufpreis verkauft werden, heißen auch Discount Anleihen (Verkauf unter par)
  • Staatsanleihen, die über dem ursprünglichen Kaufpreis verkauft werden, heißen auch Bonus Anleihen (Verkauf unter par)
  • Wenn die Staatsanleihen hingegen zum ursprünglichen Preis gehandelt werden, wird von par gesprochen
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Russische Staatsanleihen Rendite

Icon Daumen HochWie gesagt, erhalten die Anleger bei den Staatsanleihen eine Verzinsung bzw. einen Kupon. Dieser kann beispielsweise pro Jahr 1 % betragen. Wenn der Anleger daher für 10.000 Euro Staatsanleihen kauft, dann erhält er bei einem Kupon von 1 % jedes Jahr 100 Euro. Die Rendite beträgt in diesem Fall ebenfalls 1 %.

Anders verhält es sich hingegen, wenn ein Anleger die Staatsanleihe zu einem günstigeren Preis von einem anderen Anleger abkauft. Wenn ein Käufer die Staatsanleihen beispielsweise für einen Preis von 5.000 Euro abkaufen kann, dann erhält er nach wie vor einen Kupon von 100 Euro pro Jahr. Die jährliche Rendite beträgt dann nicht mehr 1 %, sondern 2 %. Die Rendite hat sich daher in diesem Fall für den Anleger verdoppelt.

Der Preis der Staatsanleihen hängt hierbei von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen insbesondere:

  • Angebot und Nachfrage
  • Die Frage, wie lange die Staatsanleihen noch laufen
  • Die Bonität des Landes
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Russische Anleihen: Angebot und Nachfrage

Icon CFD TradingWie gesagt, werden Staatsanleihen an einem Markt gehandelt. Die Preise ergeben sich dabei durch Angebot und Nachfrage. Daher besteht kein Unterschied zum Aktienhandel.

Der Staat kann dabei selbst bestimmen, wie viele neue Staatsanleihen er ausgibt. Daher kann er das Angebot beeinflussen. Neue Anleihen werden dabei in der Regel ausgegeben, wenn sich ein entsprechender Bedarf ergibt.

Die Nachfrage nach den Staatsanleihen setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei insbesondere, wie attraktiv die Investition ist. Entscheidend sind in diesem Zusammenhang insbesondere die Zinssätze:

Wenn der aktuelle Zinssatz höher ist als der Kupon einer Staatsanleihe, dann erscheint die Staatsanleihe als weniger attraktiv und die Nachfrage fällt

Wenn der aktuelle Zinssatz niedriger ist als der Kupon einer Staatsanleihe, dann erscheint die Staatsanleihe als attraktiver und die Nachfrage steigt

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Die Frage, wie lange die Staatsanleihen noch laufen

Icon DemokontoAuf den Preis einer Staatsanleihe hat allerdings auch noch der folgende Punkt einen wichtigen Einfluss. Das gilt ebenfalls für Russische Staatsanleihen. So spielt der jeweilige Zinssatz eine wichtige Rolle. Wenn daher beispielsweise eine neue Staatsanleihe aufgelegt wird, dann orientiert sich ihr Kupon am aktuellen Zinssatz. Der Kurs wird daher normalerweise nah am par-Kurs liegen.

Das gilt dann auch wieder zum Ende der Laufzeit. Denn in diesem Fall spielen die Kupons dann eine immer geringere Rolle: So wird die Staatsanleihe in diesem Fall bald ausgezahlt.

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Die Bonität des Landes

Icon KaufenSehr wichtig ist außerdem die Bonität des Landes. Normalerweise werden Staatsanleihen nämlich als Anlage mit einem relativ geringen Risiko betrachtet. Aus diesem Grund investieren auch gerne Fonds, Versicherungen und Pensionskassen in Staatsanleihen.

Das geringe Risiko ergibt sich durch die folgende Überlegung: Normalerweise sind Zahlungsausfälle bei einem Start eher unwahrscheinlich. Denn im Zweifel könnten die Staaten beispielsweise einfach neues Geld „drucken“, um die Schulden zu begleichen.

Allerdings ist das von Land zu Land sehr verschieden. Dieser Punkt ist vor allem auch für Russische Staatsanleihen von großer Wichtigkeit.

Es gilt dabei die folgende Regel: Je größer das Risiko ist, desto niedriger wird der Kurs der Anleihe sein.

Die Risiken werden dabei insbesondere von Rating Agenturen bewertet. Diese vergeben dann auch entsprechende Ratings. Zu den weltweit wichtigsten Agenturen zählen in diesem Zusammenhang: Standard and Poor’s, Moody’s und Fitch.

Das bedeutet zusammenfassend:

  • Der Kurs einer Staatsanleihe hängt von verschiedenen Faktoren ab
  • Dies wirkt sich dann auch auf die Rendite aus
  • Der Kurs wird insbesondere durch Angebot und Nachfrage beeinflusst
  • Eine entscheidende Rolle spielen hierbei auch die aktuellen Zinssätze
  • Sehr wichtig ist außerdem die jeweilige Bonität des Landes
  • Je höher das Risiko bei einer Staatsanleihe ist, desto niedriger wird sie in der Regel notieren
  • Die Risiken werden von Rating Agentur bewertet
  • Dazu zählen insbesondere Standard and Poor’s, Moody’s und Fitch
  • Diese vergeben auch Ratings für Russische Staatsanleihen
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Russische Staatsanleihen Risiko

Icon InfoBislang waren Russische Staatsanleihen bei vielen Anlegern beliebt. Denn die Kupons waren in der Regel höher als bei Staatsanleihen von Ländern wie Deutschland oder den USA.

Allerdings hat sich die Situation durch den Einmarsch von Russland in die Ukraine nunmehr stark geändert.

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Das Risiko für einen Zahlungsausfall

Icon GewinnDer russische Präsident Wladimir Putin hat gegen die Ukraine einen Angriffskrieg befohlen. Dies ist auf europäischem Boden seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr vorgekommen.

Es handelt sich daher um ein außergewöhnliches Ereignis. Viele Menschen haben seither Angst vor kriegerischen Auseinandersetzungen. Das gilt insbesondere auch für die europäischen Länder.

Als Reaktion auf die russische Invasion wurden gegen Russland weltweit sehr harte Sanktionen verhängt. Damit soll Russland dazu bewegt werden, die kriegerischen Handlungen einzustellen.

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Russische Staatsanleihen haben auf diese Sanktionen mit starken Kursabschlägen reagiert. Das hat die beiden folgenden Gründe:

  • Zum einen ist im Moment unklar, ob Russland die Staatsanleihen bei Fälligkeit zurückzahlen kann bzw. wird. Im Moment scheint das Land allerdings noch über genügend Reserven zu verfügen.
  • Zum anderen hat die russische Zentralbank den Zinssatz innerhalb eines Tages von 9,5 auf 20 % erhöht. Dadurch soll die russische Währung Rubel stabilisiert werden. Denn diese befindet sich aufgrund der Sanktionen im freien Fall. Ein solcher Schritt ist bisher noch nie vorgekommen. Das führt dazu, das die bisherigen russischen Staatsanleihen mit einem Schlag sehr unattraktiv geworden sind. Denn nunmehr können die Anleger eine deutlich höhere Rendite erhalten, wenn sie die Anleihen verkaufen und das Geld bei einer russischen Bank zu einem Zinssatz von 20 % anlegen.
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Russische Staatsanleihen Zinssatz

Icon Mobile TradingEinige Anleger spekulieren dabei auch auf das folgende Szenario: Im Moment notieren russische Staatsanleihen aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen sehr niedrig. In einigen Jahren könnte die Situation allerdings wieder anders sein. Gerade längerfristige Staatsanleihen könnten daher attraktiv sein.

Eine solche Spekulation hatte bereits André Kostolany beschrieben: Russische Anleihen aus dem Zarenreich (1822 bis 1910) brachen bis auf 0,25 % ihres Wertes ein, weil die Nachfolgeregierung um Wladimir Lenin die Schulden nicht anerkannte.

In den 1990er Jahren wollte Russland dann allerdings nach dem Zerfall der Sowjetunion Zugang zu den westlichen Märkten. Als Bedingung wurde hierfür allerdings gestellt, dass die bisherigen Schulden zu begleichen sein. Dazu zählt man auch die alten Staatsanleihen.

Es sollten dabei allerdings nicht nur 100 % zurückgezahlt werden. Vielmehr wurde vereinbart, dass auch Zinsen und Zinseszinsen berücksichtigt werden mussten.

Kostolany hatte auf diesen Schritt spekuliert und 1989 sehr viele Russische Staatsanleihen zu einem sehr günstigen Preis gekauft.

1996 zahlte Russland dann tatsächlich die Inhaber der Staatsanleihen aus. Kostolany erzielte durch diese Spekulation eine Rendite von knapp 6.000 %.

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Icon HakenWie gesagt, spekulieren im Moment einige Anleger darauf, dass sich dieses Szenario wiederholen wird. Daher entscheiden sie sich für das Russische Anleihen kaufen.

Es handelt sich hierbei allerdings um eine sehr große Spekulation. Die Anleger sollten sich daher dem großen Risiko bewusst sein.

Das bedeutet zusammengefasst:

  • Russische Staatsanleihen waren in der Vergangenheit bei vielen Anlegern sehr beliebt
  • Es kam dabei insbesondere auch häufig die Frage nach Russische Staatsanleihen ETF auf
  • Durch den Einmarsch der Russen in die Ukraine hat sich die Situation allerdings sehr stark verändert
  • Denn auf den Angriffskrieg haben sehr viele Länder mit starken Sanktionen reagiert
  • Dadurch soll Wladimir Putin dazu gebracht werden, die Kriegshandlungen einzustellen
  • Die Sanktionen haben dazu geführt, dass der Rubel ins Bodenlose fällt
  • Um die Währung zu stützen, hat die russische Zentralbank den Leitzinssatz auf 20 % erhöht
  • Dadurch sind die bisherigen Staatsanleihen auf einmal sehr unattraktiv geworden
  • Einige Anleger spekulieren Moment allerdings darauf, dass sich die Kurse in Zukunft stark erhöhen könnten
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Russische Staatsanleihen in Euro

Wie gesagt, haben sehr viele Länder weltweit mit sehr starken Sanktionen auf die russische Invasion reagiert. Dazu zählen insbesondere:

  • Vermögen von russischen Oligarchen werden eingefroren
  • Die russische Zentralbank kann im Ausland nicht mehr auf ihr Vermögen zu greifen
  • Russische Banken können das Zahlensystem SWIFT nicht mehr nutzen

Icon TippAußerdem ist es mittlerweile in sehr vielen Ländern nicht mehr erlaubt, Russische Staatsanleihen zu handeln. Auch in Deutschland dürfte es daher jetzt schwierig sein, Russische Staatsanleihen zu kaufen oder zu verkaufen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die weitere Situation in Zukunft entwickeln wird.

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Bilderquelle: Andrey Tolkachev/ shutterstock.com

Russische Staatsanleihen Alternative

Icon StrategieViele Anleger schichten im Moment aufgrund der Situation in der Ukraine ihr Depot um. Generell kann bei kriegerischen Auseinandersetzungen häufig beobachtet werden, dass an den Märkten eine große Unsicherheit herrscht.

Viele Anleger verkaufen daher Aktien. Das freie Kapital fließt dann häufig in den US-Dollar oder in das Edelmetall Gold. Gerade Gold gilt dabei nach wie vor als sicherer Hafen.

Analysten gehen hierbei davon aus, dass sich Gold in den kommenden Jahren durchaus verdoppeln könnte.

Sehr stark steigen im Moment außerdem Rohstoffe wie Öl und Gas.

Wer als Anleger trotzdem lieber in Staatsanleihen investieren möchte, für den bieten sich vor allem die Papiere aus den USA an. Denn dort sind die Renditen in der Regel besser als in Deutschland. Trotzdem ist die politische Sicherheit sehr groß.

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Fazit: Staatsanleihen können für die Anleger sehr interessant sein

Icon AuszeichnungIm Rahmen dieses Artikels haben wir uns ausführlich mit Staatsanleihen beschäftigt. Wie gezeigt, werden Staatsanleihen dazu genutzt, damit Länder Schulden aufnehmen können. Die Anleger erhalten die attraktive Möglichkeit, regelmäßige Zinszahlungen erhalten zu können. In der Vergangenheit galt dies auch für Russische Staatsanleihen.

Allerdings sollten die Anleger bei Staatsanleihen auch immer berücksichtigen, dass es auch zu Risiken kommen kann. So hängt der Kurs der Staatsanleihen insbesondere davon ab, wie hoch die Bonität des Landes ist. Außerdem spielen die Zinsen eine entscheidende Rolle.

Aus diesem Grund sind Russische Staatsanleihen sehr stark gefallen. Verantwortlich dafür sind vor allem die Sanktionen als Reaktion auf den russischen Einmarsch in der Ukraine.

Aktuell erscheint es für die Anleger empfehlenswerter, sich für die Staatsanleihen von anderen Ländern zu entscheiden. In Betracht kommen insbesondere die USA.

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