USA
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4 Indizes und insgesamt 32 ETFs können auf den US-Aktienmarkt gehandelt werden. Weiterlesen >>
Deutschland
Deutschland
Der deutsche Aktienmarkt bietet drei Indizes auf große Unternehmen und sieben Indizes auf mittelgroße & kleine Unternehmen. Weiterlesen >>
Kanada
Kanada
Auf dem kanadischen Aktienmarkt sind 2 Indizes mit insgesamt 6 ETFs zu finden. Weiterlesen >>
China
China
Eine Besonderheit bei ETF-Investments auf den chinesischen Markt stellen die drei verschiedenen Aktienklassen dar. Weiterlesen >>
Japan
Japan
Rund 85 Prozent der Free Float adjustierten Marktkapitalisierung Japans werden über den MSCI Japan Index abgedeckt. Weiterlesen >>
Australien
Australien
Der Staat Australien wurde am 1. Januar 2001 gegründet und die Staatsform stellt die föderale, parlamentarische Monarchie dar. Weiterlesen >>

ETF Griechenland: Die interessantesten Griechischen ETFs auf einen Blick

Mit ETFs können Investoren auf zahlreiche Basiswerte zugreifen und auch der griechische Aktienmarkt bietet dabei Möglichkeiten für eine Investition. In diesem Abschnitt der ETF Weltkarte befassen wir uns ausführlich mit dem Anlageuniversum des Landes. Für das griechische Aktienuniversum ist ein Index für ETF-Investitionen verfügbar und ein zugehöriger „ETF Griechenland". Denn auch wenn Anleger vielleicht gern eine ganze Auswahl an ETF Griechenland hätten, so gibt es de facto nur einen einzigen.

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Ein kleiner ETF Griechenland Exkurs

Bevor uns detailliert dem ETF Griechenland widmen, ein kleiner Exkurs in die Geschichte. Der Staat Griechenland liegt in Südosteuropa und gehört zu den Mittelmeeranrainerstaaten. Das Land umfasst eine Fläche von rund 132.000 km² und die Bevölkerungszahl liegt bei 10,9 Millionen und die Bevölkerungswachstumsrate liegt bei 0,16 Prozent. (Stand: September 2015). Das Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2014 bei etwa 238 Milliarden US-Dollar und im Jahr 2015 sind es schätzungsweise 207 Milliarden US-Dollar sein.

Das BIP Griechenlands

Das Bruttoinlandsprodukt Griechenlands in den letzten elf Jahren (Quelle: Statista)

Rund 16,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes werden in Griechenland durch die Industrie erarbeitet und beim Tourismus sind es 16,4 Prozent. Neben dem Tourismus gehört vor allem der Export zu den wichtigsten Faktoren des Wirtschaftswachstums und macht 15,2 Prozent des BIP aus. Zu den bedeutendsten Exportgütern gehören Öl- und Raffinerie-Produkte sowie chemische Erzeugnisse.

Griechischer Aktienindex im Detail

FTSE/Athex Large Cap

Dieser Index, der früher unter dem Namen FTSE/Athex 20 und noch früher unter der Bezeichnung FTSE/ASE 20 bekannt war, enthält die Aktien der 20 größten Unternehmen, die an der Athener Börse notiert sind. Zu den im Index enthaltenen Aktiengesellschaften gehören vor allem solche aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen und weiterhin sind Branchen wie Telekommunikation oder Tourismus vertreten. Die Gewichtung der Einzelbestandteile erfolgt nach der Free Float adjustierten Marktkapitalisierung und es gibt keine Maximalgrenze für Anteile der einzelnen Unternehmen.

Langzeitkurse des FTSE/Athex Large Cap Index

Historische Kursentwicklung des FTSE/Athex Large Cap Index (Quelle: finanzen100.de). Auf diesen Index gibt es auch einen ETF Griechenland.

ETF auf den FTSE/Athex Large Cap Index

Lyxor UCITS ETF (FCP) FTSE Athex Large Cap EUR: Der einzige ETF Griechenland für diesen Index weist ein Volumen von 216,126 Millionen Euro auf und um das Anlageziel zu erreichen wird die Unfunded Swap Methode angewandt. Das bedeutet, dass die Zusammensetzung der Werte im Fonds nicht mit den Wertpapieren im Index identisch sein muss und es auch oft nicht ist. Wie Wertentwicklung des Fonds wird mit Hilfe derivater Techniken mit dem des Referenzindex ausgetauscht. Der ETF des Emittenten Lyxor investiert unter anderem in internationale Aktien, Derivate oder Investmentfonds.

Was die Dividenden angeht, so werden diese an die Anteilseigner ausgezahlt und zwar alle sechs Monate. Die Jahreskosten für diesen ETF belaufen sich auf 0,45 Prozent p.a. und diese Anlage ist für diejenigen geeignet, die eine Investition für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren tätigen wollen. Der Fonds weist eine sehr hohe Volatilität auf und ist daher in die höchste Risiko-Klasse eingestuft worden.  Der bisher höchste Verlust seit der Auflage des ETFs entstand im Verlauf von 96 Monaten und lag bei 93,38 Prozent.

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Lyxor MSCI Greece

Die ETF-Tochter der französischen Societe Generale Lyxor hat mit dem ETF MSCI Greece eine weitere Investitionsmöglichkeit für die Anleger auf den Markt gebracht. Dies ETF bildet den MSCI Greece Index vollständig ab, welche die größten griechischen Unternehmen enthält. Enthalten sind nach dem Stand vom 30. November 2018 neun Unternehmen aus verschiedenen Branchen: OTE HELLENIC TELECOM, OPAP, ALPHA BANK, JUMBO, MOTOR OIL HELLAS, EUROBANK ERGASIAS, TITAN CEMENT CO, NATIONAL BANK OF GREECE sowie PIRAEUS BANK. Wie zu erkennen ist, dominieren vor allem Unternehmen aus dem Finanzsektor den Index. Insgesamt beläuft sich ihre Gewichtung bei der aktuellen Zusammensetzung auf 30,94 Prozent. Aus dem Telekommunikation Service sind es zwei 20,02 Prozent, dem Energiesektor 10,62 Prozent, Materialien 7,88 Prozent und Konsumentenprodukte 28,54 Prozent. Die Zusammensetzung kann sich unserer Erfahrung immer wieder ändern, denn die Bestimmung erfolgt immer wieder neu.

Methodik Zusammensetzung vom MSCI Greece

Der Index wird vierteljährlich überprüft; im Februar, Mai, August und November. Ziel ist es, die Veränderung der zugrunde liegenden Aktienmärkte zeitnah widerzuspiegeln und gleichzeitig den übermäßigen Indexumsatz zu begrenzen. Im Mai und durch die halbjährlichen Indexüberprüfungen im November wird der Index neu gewichtet neu berechnet.

Handelsplätze des ETFs

Trader können in den MSCI Greece ETF an verschiedenen Börsenplätzen in Deutschland und von Gesellschaften investieren. Möglich ist der Handel in München, Frankfurt, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart sowie auf Xetra.

Performance-Check vom MSCI Greece ETF

Schauen wir uns die Performance des ETF an, sehen wir im Rückblick auf die letzten fünf Jahre (ab 30. November 2018), dass der ETF kumulativ Verluste hinnehmen musste. Alleine in den letzten sechs Monaten gab es ein Minus von 17,40 Prozent. Im November waren es 2,34 Prozent. Damit zeigt sich, dass die Performance dieses ETF weniger positiv ausfällt.

Risiko beim ETF besonders hoch

Die Erfahrungen zeigen, dass das Risiko beim Investment in den ETF aufgrund der wenigen Unternehmen besonders hoch ist. Kursschwankungen können durch die fehlende Diversifikation kaum ausgeglichen werden. Doch gerade sie haben einen enormen Einfluss auf die Entwicklungen der Performance. Dennoch haben die Anleger das Risiko durch Wechselkursschwankungen nicht, da Griechenland noch immer Teil der Eurozone ist. Allerdings ist das Branchenrisiko gegeben, da die überwiegende Anzahl der vertretenen Unternehmen aus dem Finanzsektor ist. Eine Ausgeglichenheit wie wir sie bei anderen ETFs kennen, gibt es hier nicht. Der Totalausfall kann beim ETF ebenfalls nicht vorkommen, da sie als Sondervermögen gelten und auch bei Insolvenz der Fondsgesellschaft bei den Investoren verbleiben.

Warum kann sich das ETF-Investment lohnen?

Auch griechische ETFs können durchaus erfolgreich sein. Gegenüber dem Investment einzelne Wertpapiere ist die Anlage ETFs deutlich risikoärmer, wenngleich nicht bei allen Griechenland ETFs eine Diversifikation der Branche gegeben ist. Dennoch sind die Gebühren gegenüber anderen Finanzinstrumenten deutlich geringer. Die Anleger sind beim ETF-Investment auch flexibel, denn sie können ihre Anteile rasch veräußern und neu investieren. Die Ausschüttung der Gewinne ist ebenfalls interessant, denn die Anleger können sich die Gewinne regelmäßig auszahlen lassen oder sie automatisch wieder anlegen. Damit steigen auch die Erträge.

Anleger bewahren sich die Flexibilität

Zu den wesentlichen Vorzügen der ETFs gehört die Flexibilität. Auch bei dem Griechenland ETF können die Anleger flexibel agieren. Der direkte Handel an der Börse ermöglicht es, flexibel zu agieren und auch von hohen Gewinnen kurze Zeit zu partizipieren. Voraussetzung ist jedoch, dass sich die Anleger mit dem ETF-Investment auskennen. Für gänzlich unerfahrene Anleger ist das ETF-Investment nicht zu empfehlen, da vor allem die Auswahl der Exchange Trades Funds mit der Analyse der Performance einhergeht. Weniger erfahrene Trader sind nicht immer imstande, diese Performance Daten entsprechend zu analysieren und die Chancen und Risiken bei einem Griechenland ETF abzuwägen.

Geringe Kosten als Pluspunkt

Ein weiterer, wesentlicher Vorteil der Griechenland ETFs (wie bei allen anderen ETFs auch) sind die vergleichsweise geringen Kosten. Sie sind überschaubar, denn durch den direkten Handel an der Börse werden die Ausgabeaufschläge nicht erhoben. Das aktive Management, wie wir es von anderen Finanzinstrumenten kennen, gibt es hier ebenfalls nicht. Dadurch sparen sich die Anleger zusätzliche Kosten, haben aber auch selbst mehr Aufwand mit der ETF-Suche. Stattdessen zahlen die Anleger: Spreads und Ordergebühren. Um sich die Kosten für das Depot zu sparen, empfehlen wir einem Broker, welche eine kostenlose Depotführung anbietet.

Hohe Liquidität von Vorteil

ETFs werden ständig gehandelt, sodass eine äußerst hohe Liquidität vorliegt. Außerdem wird beim ETF-Investment eine hohe Transparenz gewährleistet. Die meisten ETFs bilden wie Index 1:1 nach, sodass die Trader immer wissen, ob welche Basiswerte sie sich eigentlich fokussieren.

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Politische Situation und Wirtschaftslage bestimmen die Verläufe

Gerade die politische Situation in Griechenland und die aktuelle angespannte Wirtschaftslage spielen sich auch bei den Kursverläufen der ETFs wieder. Grundsätzlich haben Investoren die Möglichkeit, über die ETFs mehrere griechische Unternehmen zu partizipieren und das Risiko zu senken. Allerdings sind die Performances der Unternehmen aufgrund der angespannten Situation und der ungewissen Lage ebenso wenig positiv. Deshalb zeigt sich, dass sich die Griechenland ETFs im Vergleich zu anderen globalen Fonds vergleichsweise schlecht entwickeln und Anleger sogar mit Verlusten rechnen müssen.

Griechische ETFs vor allem für risikofreudige Anleger

Die griechischen ETFs sind für alle Anleger konzipiert, welche sich mittel- oder langfristig mit ihrem Investment orientieren möchten. Die Trader sollten eine erhöhte Risikobereitschaft mitbringen, denn der Blick auf die Performance es zeigt, dass es starke Kursschwankungen gibt. Jüngste Debatten um den griechischen Haushalt im Herbst 2018 schwächten die ETFs zusätzlich, sodass die Anleger der Griechenland Exchange Trades Funds vor allem im September/Oktober starke Nerven behalten mussten. Da bislang die Haushaltslöcher noch nicht gestopft sind und eine allgemeine Verbesserung der angespannten wirtschaftlichen Lage in Sicht ist, zeigen die Griechenland ETFs auch 2018 eine verhaltene Entwicklung und einen Abwärtstrend. Erschwert wird eine positive Performance auch aufgrund der fehlenden Diversifikation, denn der Fokus liegt vor allem auf Unternehmen aus der Finanzbranche. Gerade sie haben allerdings in der Krise besonders zu kämpfen, was sich spürbar auf die Performance der ETFs auswirkt.

Alternativen zu Griechenland ETFs, die 2018 überzeugten

Da das Investment in die Griechenland ETFs besonders risikoreich aufgrund der wirtschaftlichen Lage ist, empfehlen wir den Anlegern, sich nach möglichen Alternativen bei den Brokern umzuschauen. Deshalb richten auch wir den Fokus auf die besten Indizes für ETFs 2018. Überzeugt hat vor allem aufgrund einer guten Performance der Aktien Emerging Markets MSCI GCC Countries ex Select Securites. Der ETF erreichte ein Plus von über 20 Prozent. Etwas abgeschlagen auf dem zweiten Platz landet mit einem Kurszuwachs von über 14 Prozent der Edelmetalle Palladium (EUR Hedged). Platz drei geht an den Aktien Welt Technologie ISE Cyber Security UCITS mit einem Plus von über elf Prozent. Auch der Aktien Russland DAXglobal Russia Net konnte überzeugen und landete mit einem Plus von 11,04 Prozent auf dem vierten Platz.

Top-Platzierungen können sich bei Brokern unterscheiden

Die Reihenfolge der besten ETFs kann sich bei dem Broker unterscheiden, da längst nicht alle ETFs bei allen Anbietern zur Verfügung stehen. Aufgrund der soliden Eigenschaften sind die ETFs durchaus als Grundlage für das Depot für eine Diversifikation geeignet. Dabei sollten die Anleger aber gegenwärtig auf die äußerst Kanten Griechenland ETFs verzichten. Hat sich die wirtschaftliche Situation in Hellas wieder erholt, können auch die Griechenland ETFs wieder zu einer interessanten Investitionsmöglichkeit werden.

Tipp: Interessante Dividenden ETFs sind beispielsweise auch WisdomTree Global Quality Dividend Growth oder WisdomTree Eurozone Quality Dividend Growth. Beide Konten 2018 einen Zuwachs von über ein zwo Prozent erzielen. Mit einem Plus von ca. 9,8 Prozent ist auch der Xtrackers MSCI World High Dividend Yield eine Empfehlung. Gleiches gilt für den iShares MSCI World Quality Dividend UCITS, der ein Plus von über sechs Prozent erzielte.

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Das ändert sich 2018 bei der Besteuerung von ETFs

Zwar ist es grundsätzlich eine gute Idee, anstatt in risikoreiche Einzelaktien in ETFs zu investieren, aber die Besteuerung kann nachteilig werden. 2018 kommt es zur Besteuerung, auch ohne, dass Gewinne geflossen sind. Wer beispielsweise in thesaurierenden Fonds investiert, um sie für die Altersvorsorge zu nutzen, der muss nun jährlich eine Zinspauschale an den Fiskus zahlen. Grundsätzlich waren gerade diese thesaurierenden Fonds immer besonders gefragt, denn durch den Zinseszinseffekt wurden die Renditen deutlich erhöht. Wer frühzeitig mit den Fonds angefangen hat, konnte bei der Altersvorsorge häufig deutlich höhere Gewinne erzielen. Nun wird die Vorabpauschale erhoben, welche je nach Anlageschwerpunkt ganz variabel ist. Die Freistellungsaufträge müssen entsprechend angepasst werden und die Anleger dafür sorgen, dass die Pauschale ordnungsgemäß entrichtet wird. Es ist in der Praxis allerdings zu sehen, dass die Anleger dabei Unterstützung durch ihren Depotanbieter erhalten.

Keine Mehrbelastungen für Sparer

Für alle, die Mehrbelastungen befürchten, sei gesagt, dass es diese nicht geben wird. Die gezahlten Steuern/vorab entrichteten Beträge werden bei dem Verkauf gegengerechnet. Wer sich zu dieser Thematik noch ausführlicher informieren möchte, der sollte sich an seine Broker/die depotführende Bank wenden. Hierüber erfahren die Anleger genau, welche steuerlichen Belangen es zu berücksichtigen gilt.

Fazit: Griechenland ETFs sind riskant und gegenwärtig nicht zu empfehlen

ETFs können prinzipiell eine interessante Möglichkeit sein, um mit einem geringeren Risiko in Unternehmen zu investieren. Grundsätzlich findet mit den ETFs eine Diversifikation statt, sodass die Anleger auch Verluste besser verkraften können. Anders hingegen sieht es bei den Griechenland ETFs aus. Zwar können die Anleger auch hier investieren, dennoch fehlt die Diversifikation. Es gibt mehrere ETFs, welche für das Investment bereitstehen. Nutzen die Trader beispielsweise den MSCI Greece ETF, ist der Fokus auf die Finanzbranche deutlich erkennbar. Genau diese Unternehmen sind es auch, welche gegenwärtig bei der griechischen Wirtschaft der Krise stecken. Deshalb entwickelt sich der ETF 2018 rückläufig. Ähnlich geht es auch den übrigen Exchange Trades Funds der Griechen. Aufgrund der gegenwärtig angespannten und unsicheren wirtschaftlichen Situation empfehlen wir deshalb den Investoren, die Griechenland ETFs vor dem Investment genau zu beobachten und sich ebenfalls nach alternativen umzuschauen.

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